Hauswand in Auerbach eingestürzt: Nebenstehendes Haus evakuiert

Auerbach
20.09.2022 - 12:45 Uhr

In Auerbach haben Einsatzkräfte in den frühen Morgenstunden des Dienstags ein Haus evakuiert. Grund dafür war eine eingestürzte Hauswand.

Kurz vor 5 Uhr wurde Matthias Regn, dem Bauhofleiter der Stadt Auerbach, am Dienstag gemeldet, dass an einem älteren Gebäude am Unteren Markt eine Hausmauer eingestürzt sei. Regn informierte Polizei, Feuerwehr und THW, die für das Haus direkt am Marktplatz eine Notsicherung von außen einleiteten und aus Sicherheitsgründen eine Evakuierung des Nachbarhauses veranlassten.

Die Gasse „Stadtgraben“, die durch die Trümmer der Hauswand teilweise verschüttet war, wurde gesperrt. Verletzt wurde bei dem Einsturz aber laut Mitteilung der Polizeiinspektion Auerbach niemand.

Acht Bewohner betroffen

Von der Evakuierung betroffen waren acht Bewohner. Für sie stellte die Auerbacher Wehr zunächst ihr Feuerwehrhaus zur Verfügung und versorgte sie mit Getränken. Das evakuierte Nachbargebäude konnte nach Auskunft von Thomas Dietrich, dem Leiter der Polizeiinspektion Auerbach, bis in den Nachmittag hinein nicht betreten werden. Die Bewohner waren tagsüber allerdings ohnehin alle in der Arbeit.

Das Loch in der Wand des leerstehenden Hauses ist nach Angaben der Polizei etwa fünf Meter breit und drei Meter hoch. Es befindet sich aber nicht am Wohnhaus selbst, sondern an einem Anbau. Die Verantwortlichen zogen auch einen Statiker hinzu, der das Gebäude auf Einsturzgefahr untersuchte. Die Mauer ist an der beschädigten Stelle nicht vollkommen durchgebrochen, sondern offenbar sind nur ihre äußeren Schichten weggerutscht, also etwa zwei Drittel der gesamten Stärke.

THW baut Notsicherung

Die nicht ganz ungefährliche Notsicherung der Abbruchstelle übernahm das Technische Hilfswerk, das mit insgesamt 23 Einsatzkräften aus den Ortsverbänden Sulzbach-Rosenberg und Amberg vor Ort war und unter der Leitung von Harald Enßner agierte. Die Helfer bauten eine Wandabstützung aus dem Einsatzgerüstsystem sowie aus Holzbalken.

Unterstützt wurden sie von zwei Aktiven des THW-Ortsverbands Kelheim. Diese überwachten zur Absicherung der Abstützarbeiten die Hauswand mit einem speziellen Bewegungs- und Stabilitätswarngerät, das auf Laserpointer-Technologie basiert und Alarm schlägt, sobald eine Bewegung an dem Gebäude erkannt wird. Das war mehrmals der Fall.

Stadtgraben bleibt gesperrt

Gegen 14 Uhr waren diese Arbeiten fertig und der Statiker konnte den Zugang zum Nachbargebäude wieder freigeben. Dieser Teil des Stadtgrabens blieb allerdings gesperrt, so dass die Bewohner das Nachbarhaus, dessen Front zur Straße hin von einem Büro eingenommen wird, weiterhin nur durch einen Seiteneingang betreten können.

Nach Auskunft von Matthias Edtbauer, dem Geschäftsleiter der Auerbacher Stadtverwaltung, wird die Kommune ein Gutachten in Auftrag geben, um herauszufinden, welche weiteren Maßnahmen rund um die Schadensstelle nötig sind. Das werde man dann mit dem Eigentümer des beschädigten Hauses besprechen. Zunächst habe der Statiker keinen Schaden an einem anderen Gebäude feststellen können.

Die Ursache des Einsturzes ist nach einer Presseinformation der Polizei Auerbach noch nicht bekannt. Mehrere Risse in der Außenwand des Hauses lassen allerdings Mängel in der Bausubstanz vermuten. Die Stadt Auerbach hat auch die Bauverwaltung des Landratsamtes kontaktiert, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

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