08.05.2019 - 16:39 Uhr
AuerbachOberpfalz

Kriminalstatistik für Auerbach und Vilseck

Mit einer neuen Bestmarke bei der Aufklärungsquote warten die Polizeiinspektion Auerbach und die Polizeistation Vilseck beim Sicherheitsgespräch im sanierten Rathaus auf.

von Autor SCKProfil

Für 2018 nennt der Inspektionsleiter, Polizeihauptkommissar Manfred Weiß, 537 Straftaten, fünf mehr als im Jahr davor. 73,92 Prozent dieser Fälle klärten die Ordnungshüter auf. Sie übertreffen die Ergebnisse für das Polizeipräsidium Oberpfalz (68,3 Prozent) und den Freistaat Bayern (64,5 Prozent).

In der Stadt Auerbach stehen unter dem Strich 27 Straftaten je 1000 Einwohner, vier mehr als im Vorjahr. Die Vergleichswerte liegen in Bayern bei 46, in der Oberpfalz bei 41 und im Landkreis Amberg-Sulzbach bei 26,59 Straftaten pro 1000 Einwohner. Noch besser schneiden die Gemeinden Freihung (20), Königstein (19), Hirschbach (14) und Edelsfeld (9) ab; lediglich Vilseck (30) tanzt etwas aus der Reihe.

Straftaten gegen das Leben hatte Weiß nicht zu melden. Bei 314 ermittelten Tatverdächtigen betrage das Verhältnis zwischen männlich und weiblich etwa 70 zu 30 Prozent. 85 Prozent der Beschuldigten waren erwachsen, rund sieben Prozent Jugendliche ab 14 Jahren und weitere sieben Prozent Heranwachsende im Alter von 18 bis 20 Jahren.

"Auerbach wird von der Polizei hervorragend betreut", reagierte Bürgermeister Joachim Neuß auf die Zahlen. Sicherheit stelle für die Bürger einen bedeutenden Standortfaktor dar. Diese Anerkennung gab der Dienststellenleiter an das Team der Polizeiinspektion Auerbach und der Polizeistation Vilseck weiter.

Diebe förmlich eingeladen

Einen Zuwachs von 101 auf 112 Fälle registrierte die Polizei in Auerbach im Bereich der Diebstähle. Bei Fahrrädern stelle die Unachtsamkeit der Besitzer immer wieder geradezu eine Einladung an Diebe dar. Selbst teure Räder seien ungesichert im öffentlichen Raum oder frei zugänglich in der offenen Garage abgestellt worden. Der Polizeichef empfiehlt, sich für den Fall des Falles einen Fahrradpass zu beschaffen oder vorbereitend Fotos mit Beschreibungen anzufertigen. Solche Hinweise seien hilfreich bei der Fahndung.

Wohnungseinbrüche blieben auf dem Niveau von 2017. "Prävention, Polizeistreifen und Sicherheitsberatung machen sich bezahlt", konstatierte Manfred Weiß. Anhaltspunkte für Aktivitäten überregionaler Banden in der Region habe es 2018 nicht gegeben. Den Schadensfall bei einem Auerbacher Schmuckgeschäft ordnete er der Sparte der Diebstähle unter erschwerten Bedingungen zu. Der Täter wurde beim Einbruchsversuch von Passanten gestört und flüchtete unerkannt. Ungeklärt blieben auch zwei Raubdelikte, die im Ausland verübt wurden. Weil die Opfer im Bereich der PI Auerbach leben, erschienen sie in deren Statistik.

Oft von Alkohol begleitet

Aufgefallen ist Weiß bei 104 Rohheitsdelikten ein Rückgang in Vilseck (minus 15) und ein Anstieg in Auerbach (plus acht). Die Polizei habe 89 Fälle aufgeklärt. Es gab 18 schwere und gefährliche Körperverletzungen sowie 55 einfache Körperverletzungen. Sie geschahen teils im häuslichen Bereich, viele in der Freizeit und mehrmals begleitet von erhöhtem Alkoholkonsum.

Bei Vermögens- und Fälschungsdelikten besteht eine hohe Aufklärungsquote. Bei 56 Fällen ermittelten die Beamten in 96 Prozent den Tatverdächtigen. Einen großen Teil machten Betrugsfälle aus.

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