Auerbach
25.09.2018 - 17:23 Uhr

Mehr Anerkennung verdient

MdL Harald Schwartz diskutierte mit Handwerkern in Auerbach über aktuelle Herausforderungen: "Das Handwerk ist ein essenzieller Wirtschaftszweig in unserer Gesellschaft und wesentlicher Bestandteil unseres Mittelstands."

Von links Ludwig Rupprecht, Manfred Stefandl, Stefan Egerer, Siegfried Neukam, Birgit Neukam-Leißner, Herbert Appl, MdL Harald Schwartz, Jürgen Schüpferling. Bild: Büro MdL Dr. Harald Schwartz (Pia Regnet)
Von links Ludwig Rupprecht, Manfred Stefandl, Stefan Egerer, Siegfried Neukam, Birgit Neukam-Leißner, Herbert Appl, MdL Harald Schwartz, Jürgen Schüpferling.

Schnell kam am Tag des Handwerks die Diskussion auf ein zentrales Thema: Vor allem Nachwuchssorgen plagen die Branche. Ursächlich dafür sei die aktuelle Arbeitslosenquote, die auf ein Rekordniveau gesunken ist, so Schwartz.

Der Fachkräftemangel umfasse jedoch nahezu alle Branchen."Eine Ausbildung im Handwerk ist ein hervorragender und solider Einstieg ins Berufsleben", so Schwartz. "Dank eines durchlässigen Bildungssystems gibt es auch nach der Ausbildung die Möglichkeit der Weiterbildung und der Berufsqualifizierung - sei es durch ein Studium oder vor allem durch den Meisterbrief." Notwendig sei ein Umdenken, forderte der Landtagsabgeordnete. "Nicht alle müssen eine akademische Laufbahn einschlagen und studieren." Damit traf der Abgeordnete einen Nerv. "Wir brauchen sicherlich Denker und Dienstleister", sagt Birgit Neukam-Leißner. "Aber wir brauchen auch Menschen, die anpacken können und im Handwerk arbeiten." Auch das Berufsbild und die Anforderungen hätten sich gewandelt: Im Handwerk werden technische Fachkenntnisse immer wichtiger. Tablets und Laptops auf der Baustelle gehören längst zum Werkzeug in vielen Handwerksberufen. Sorgen bereiten den Unternehmern auch bürokratische Hemmnisse. MdL Schwartz betonte, dass Bayern seit 2003 die Gesetze und Verordnungen nahezu halbiert habe. Es seien teilweise europäische Verordnungen, aber vor allem die steigende Zahl der Zertifizierungen, die ein Übermaß an Bürokratie verursachten. "Als CSU im Landtag setzen wir uns weiter dafür ein, dass überflüssige Gesetze und Verordnungen, die zu überbordender Bürokratie führen, konsequent gestrichen werden."

Ein Impuls ging an diesem Tag in Auerbach nach draußen: Insgesamt verdiene das Handwerk mehr Anerkennung und Aufmerksamkeit in der Gesellschaft und der politischen Diskussion, darin waren sich die Teilnehmer der Diskussion einig.

 
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