Auerbach
12.03.2019 - 11:18 Uhr

Prediger über Grenzerfahrungen

Die Einladung am ersten Fastensonntag zur Vesper füllt die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt fast so wie der morgendliche Gottesdienst. Initiatoren der Predigt mit Pfarrer Markus Wittal sind Dekanatsrat und die Schulschwestern.

Pfarrer Markus Wittal bei der Predigt Bild: sck
Pfarrer Markus Wittal bei der Predigt

Priester Markus Wittal aus dem Nürnberger Pfarreienverbund St. Bonifaz-St. Wolfgang-Heilig Kreuz erinnerte die Gottesdienstbesucher an eine Fastenzeit als österliche Bußzeit, die der Vorbereitung auf das Osterfest dient. "Umkehr und Grenzerfahrungen" überschrieb er die Gedanken, mit denen er seine Zuhörer konfrontierte.

Pegnitz und Büchenbach

Für viele war Wittal ein bekanntes Gesicht aus so manchem Vortrag. Vor allem die Gottesdienstbesucher aus dem Seelsorgebereich Pegnitz hatten ihn in seiner dortigen Kaplanszeit und als Pfarradministrator von Büchenbach persönlich erlebt. Sein Lebensweg führte Wittal kurz vor der Jahrtausendwende zur Gemeinschaft Emmanuel, die mittlerweile schon über 45 Jahre der internationalen Evangelisation dient. Diese Gemeinschaft aus Laien und Priestern, aus Familien und ehelos Lebenden entstand 1972 in Frankreich und hat ihr geistliches Zentrum in Paray-le-Monial. Internationale Evangelisationsschulen bestehen als Emmanuel School of Mission in Altötting und Rom. In ihnen arbeitete er insgesamt neun Jahre.

"Umkehr tut Not, wo wir an Grenzen stoßen", so der Prediger, "und viele Menschen versuchen für sich selbst ihre Grenzen zu finden. Sie reizt der Nervenkitzel und sie wollen eigene Grenzerfahrungen machen." So beschrieb Wittal eigene aber auch allgemeine Grenzerfahrungen im Sport oder im physischen Leistungsvermögen. Von einer Grenzerfahrung für Jesus durch das 40-tägige Fasten spreche das Evangelium. In Versuchung durch den Satan, angesichts des Heißhungers aus Steinen Brot zu machen, habe er eine Grenzerfahrung des Geistes erlebt.

Schon bei einem 40-tägigen Verzicht etwa auf Kaffee würde für den Kaffeetrinker spürbar, wie sehr er diesen brauche. Gerade diese innere Übung bringe menschliches Wachsen. Der Mensch wachse aus dem Spüren, dass er etwas braucht, hinein in die Gewissheit, dass er auch verzichten kann.

Als dritte Art von Grenzerfahrungen verweise der Aschermittwoch darauf: "Denke daran, o Mensch, dass du Staub bist ..." Das Aschenkreuz stelle eine unglaublich aussagekräftige liturgische Form dar. "Schon bei Krankheiten erleben wir die Grenzen, dass wir nicht mehr tun können, was wir tun wollen", so der Prediger. Auch Fristen, die uns gesetzt werden, stellten Grenzen dar, die uns zur Umkehr mahnen, Zeit nicht zu verschwenden. "Nicht vergeuden, nicht verschwenden sollen wir auch das Leben, das Gott uns schenkt", unterstrich Wittal. So gab der Pfarrer Impulse für die Fastenzeit und rief Gottes Segen auf die Gottesdienstgemeinschaft herab.

Ein Geschenkkorb

Beim anschließenden Imbiss dankte Provinzoberin Schwester M. Lucilla Hauser ihm mit einem Buch zum Thema "Hoffnung, die uns trägt", und Dekanatsratsvorsitzende Sonja Schwemmer überreichte zum Dank für die gemeinsam gefeierte Vesper einen Geschenkkorb.

Pfarrer Markus Wittal bei der Annahme des Buchgeschenks von Provinzoberin M. Lucilla Hauser Bild: sck
Pfarrer Markus Wittal bei der Annahme des Buchgeschenks von Provinzoberin M. Lucilla Hauser
Pfarrer Markus Wittal bei der Annahme des Buchgeschenks von Provinzoberin M. Lucilla Hauser Bild: sck
Pfarrer Markus Wittal bei der Annahme des Buchgeschenks von Provinzoberin M. Lucilla Hauser
Übergabe des Geschenkkorbs an Pfarrer Markus Wittal durch die Dekanatsratsvorsitzende Sonja Schwemmer Bild: sck
Übergabe des Geschenkkorbs an Pfarrer Markus Wittal durch die Dekanatsratsvorsitzende Sonja Schwemmer
 
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