02.08.2021 - 17:02 Uhr
AuerbachOberpfalz

Projekt Streuobstwiese bei Nasnitz geht seiner Fertigstellung entgegen

Den einen ist sie Lebensraum für Insekten und Kleintiere, andere schimpfen über einen vermeintlichen Schandfleck: Die Streuobstwiese bei Nasnitz wird auch sie noch überzeugen, hofft der Gartenbauverein Michelfeld.

Mitglieder beider Vereine sowie deren Vorsitzende Christian Maier (OGV) und Johannes Deinzer (JAU) nach getaner Arbeit zum Aufstellen der Sitzbank. Nebenan liegt Totholz als Lebensraum für Insekten.
von Autor SCKProfil

Von Anfang an hat die Wählergruppe Junges Auerbach Umland (JAU) das Projekt Streuobstwiese des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Michelfeld nicht nur befürwortet, sondern auch mit Taten unterstützt. Auf der Fläche am Schafsteg bei Nasnitz fuhren JAU-Kräfte mit einem Bagger vor und hoben Pflanzgruben aus. Mittlerweile ist die Zahl der Obstbäume auf 18 angewachsen. Auch die jungen Kommunalpolitiker haben zwei Gewächse beigesteuert, gesponsert durch Christoph Rossbacher von der Gärtnerei Rossbacher.

Die Zusammenarbeit setzte sich nun fort beim gemeinsamen Aufbau einer Sitzbank. Daran beteiligten sich JAU-Vorsitzender Johannes Deinzer, Stadtrat Bernhard Ziegler, Xaver Leipold und Christian Lindner sowie der OGV-Vorsitzende Christian Maier. Die Sitzfläche aus heimischem Nadelholz steht auf Beinen, die in Beton gegossen sind. Eine Plakette mit der Gravur „Gestiftet von Junges Auerbacher Umland e.V.“ ziert die Bank, die auch als Beobachtungsposten für Schmetterlinge und das variantenreiche Insektenleben im daneben liegenden Totholz genutzt werden kann. Das Umfeld wird noch optimiert und verschönert.

Zufrieden registrierte der OGV-Vorsitzende Maier die üppige Blumenwiese, die als Bienennahrung entlang der Obstbaum-Allee angelegt wurde, und die schon weit fortgeschrittene Projektarbeit. 2021 soll noch die Fertigstellung erfolgen. Dazu fehlen noch eine Sitzgruppe sowie die Beschilderung der Bäume. Anfang September soll es eine kleine Einweihungsfeier mit Kinderprogramm geben.

Ein wenig Essig in den Wein gießen allerdings ordnungsliebende Kritiker, die in hoch gewachsenem Gras, langstieligen Blumen, Brennnesseln und Disteln weder Nahrung noch Lebensraum für Insekten sehen, sondern schlicht einen ungepflegten Wildwuchs, einen Schandfleck. Da gilt es wohl noch Überzeugungsarbeit zu leisten, um die Rufe, es müsse "endlich mal wieder gemäht werden", verstummen zu lassen.

Das steht hinter der Idee der Streuobstwiese bei Nasnitz

Nasnitz bei Auerbach
Gut entwickelt sich die Streuobstwiese als Bienenweide am Schafsteg bei Nasnitz.
Ein Schmetterling nimmt als Gast auf der Sitzbank Platz. Deren Spender, das JUnge Auerbacher Umland, hat sich auf einer Plakette verewigt.

 

 

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