07.12.2020 - 13:50 Uhr
AuerbachOberpfalz

Stadt Auerbach bleibt im Kommunalen Klimaschutz-Netzwerk Ostbayern

Guter Rat muss nicht teuer sein. In Klärschlamm-Fragen holt ihn sich die Stadt Auerbach für maximal 880 Euro im Jahr.

Die große Politik schiebt dem Ausbringen von Klärschlamm auf Feldern einen Riegel vor: Jetzt wartet nicht nur die Stadt Auerbach auf andere Ideen, was damit passieren soll.
von Markus Müller Kontakt Profil

Bei der Klärschlammentsorgung greift Auerbach weiterhin auf das Know-how eines oberpfälzisch-niederbayerischen Netzwerks zurück, entschied der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung.

Hilfe bei Klärschlamm

Zusammen mit zehn anderen Kommunen aus der Oberpfalz und Niederbayern bildete die Stadt Auerbach in den vergangenen drei Jahren das "Energieeffizienz-Netzwerk Ostbayern" und hat aus der Sicht von Bürgermeister Joachim Neuß gute Erfahrungen gesammelt. Das Konstrukt soll für weitere drei Jahre unter dem Namen "Kommunales Klimaschutz-Netzwerk Ostbayern" fortgeführt werden. Träger bleibt das Institut für Energietechnik Amberg. "In diesem Team werden wir sehr gut beraten", plädierte Neuß für einen Verbleib Auerbachs in dem Verbund, der die Stadt maximal 880 Euro im Jahr kosten würde. Alle Räte stimmten dafür.

Bernd Scheller (Grüne) erwartet sich vor allem einen "großen Input bei der Klärschlammentsorgung, damit da keine Kostenexplosion auf die Stadt zukommt". Auch Bürgermeister Neuß sah hier Handlungsbedarf: "Das wird zunehmend eines unserer größten Probleme." Die große Politik habe untersagt, Klärschlamm weiter auf Feldern auszubringen. "Sie muss uns jetzt auch bei der Suche nach Alternativen unterstützen."

Weniger Gewerbesteuer

Bei der Jahresrechnung der Stadt für 2019 fielen Gewerbesteuer-Mindereinnahmen von 977 000 Euro auf. Die Stadt musste hier höhere Vorauszahlungen aus den Vorjahren zurückerstatten. Die weitere Kreditaufnahme in Höhe von vier Millionen Euro für die Erschließung des Gewerbegebiets Saaß 2019 bewertete Josef Lehner (CUU) als nötig. "Das konnten wir uns leisten, weil wir vorher Schulden reduziert hatten." Joachim Neuß ergänzte, 6,5 Millionen Euro für dieses Gewerbegebiet sei eine "immense Investition", zugleich aber eine, die sich refinanzieren werde.

Mehr Geld für Nachverdichtung

Der Jahresantrag für das Städtebauförderungsprogramm der Planungsjahre 2021 bis 2024 fand einmütige Zustimmung. Darin enthalten sind für diesen Zeitraum Maßnahmen mit förderfähigen Kosten in Höhe von über 8,5 Millionen Euro. Laut Joachim Neuß steigt dabei für Projekte auf der Basis der Förderkulisse "Innen statt außen" (Nachverdichtung im innerstädtischen Bereich) der staatliche Anteil von 60 auf 80 Prozent.

Kommandanten bestätigt

Formsache war die Bestätigung der beiden im Oktober gewählten Kommandanten der Feuerwehr Ranzenthal, Michael Lengenfelder und Stefan Braun (Stellvertreter).

Zuschuss für Tennisclub

Ebenfalls einstimmig wurde dem Tennisclub Rot-Weiß Auerbach ein Zuschuss nach den Vereinsförderrichtlinien in Höhe von 3855 Euro gewährt. Das sind fünf Prozent der Kosten für die Renovierung des Tennisheims.

Keine Feierstunde für Geehrte

Zum Schluss der Sitzung gratulierte der Bürgermeister zwei langjährigen Stadt- und Kreisräten, denen kürzlich die Kommunale Verdienstmedaille verliehen worden war: Günther Cermak (SPD) und Eugen Eckert (CSU). "Ihr habt es verdient", befand Neuß. Aufgrund der Pandemie war die Verleihung heuer nicht bei einer Feierstunde erfolgt, sondern die Auszeichnungen waren lediglich mit einem Schreiben zugestellt worden.

Auftragsvergaben hinter verschlossenen Türen

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