Der wiedergewählte Vorsitzende Alfred Melchner betonte in der Jahreshauptversammlung, dass Gerda Iger mit ihrem herausragenden Engagement im Ortsverband und als Motor bei seinen geselligen Veranstaltungen sehr vermisst werde. Als neuer Stellvertreter arbeitet nun Alfred Hümmer mit.
Altersarmut greift um sich
Vorsitzender Alfred Melchner stieg mit Kritik an der Rentenreform in seinen Rückblick ein. Er prangerte die Tatsache an, dass ein wachsender Teil der Bevölkerung von Altersarmut bedroht sei. Die Ursache dafür sah er im Niedriglohnsektor, der bereits 25 Prozent der abhängig Beschäftigten - und zwar überwiegend Frauen - erfasse. Ihnen drohe eine spätere Rente, die nicht reiche, den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten.
Der frühere Vorsitzende des DGB-Ortskartells forderte für die älteren und alleinstehenden Menschen einen angemessenen Platz in dieser Gesellschaft. Die Arbeiterwohlfahrt und andere Sozialverbände stünden in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen, durch die häusliche Pflege und die Schülerbetreuung vor immer mehr Aufgaben. Bedauerlich sei es daher, dass sich der Mitgliederstand der AWO in Auerbach seit 2015 von 83 auf 78 Personen zurückentwickelt hat. Melchner rief die Mitglieder auf, Bekannte in ihrem Umfeld diesbezüglich anzusprechen.
Mali-Hilfe in Auerbach
Der Vorsitzende machte auf die gemeinsamen Nachmittage der AWO, Sommer wie Winter an jedem dritten Dienstag im Monat, für alle Bevölkerungsgruppen aufmerksam. Die Teilnahme sei unabhängig von einer Mitgliedschaft. Geboten würden Vorträge zu rechtlichen oder gesundheitlichen Aufklärung, gemütliche Treffen, eine Weihnachtsfeier oder eine Faschingsveranstaltung. Im Sommer werden auch Ausflüge mit dem Bus organisiert. Für die Landesarbeitsgemeinschaft Bayern zur Entwicklungshilfe in Mali (LAG Mali) kam die Projektbeauftrage Gudrun Kahl aus Nürnberg nach Auerbach. Ihr Vortrag war Anstoß für die AWO-Mali-Hilfe Auerbach. Für eine Spende zugunsten des afrikanischen Landes kreiste auch bei der Hauptversammlung das Sparschwein.
Dritter Bürgermeister Norbert Gradl machte sich stark für eine gerechte Würdigung der Lebensleistung und eine Mindestrente ohne Bedürfnisprüfung. Der Kreisvorsitzende und stellvertretende Bezirksvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, Martin Seibert, ging nicht über die Erschütterung angesichts des Großbrands in Notre Dame in Paris hinweg. Ein weitaus größere Katastrophe jedoch stelle für ihn die Tatsache dar, dass weltweit jährlich neun Millionen Menschen an Hunger sterben.
Arbeiterwohlfahrt Auerbach
Neuwahlen
Vorsitzender: Alfred Melchner
Stellvertreter: Alfred Hümmer
Kassier: Rudolf Graml
Schriftführerin: Gabi Ott
Beisitzer: Brigitte Cermak, Gerda Feigt, Engelbert Rass, Elisabeth Steubl, Edeltraud Herbst und Anneliese Deinzer
Revisoren: Elisabeth Kolleng und Peter Iger
Ehrungen
40 Jahre Mitgliedschaft: Josef Sichelstiel, Peter Iger, Franz Stöhr, Rudolf Graml und (in Abwesenheit) Josef Köstler
25 Jahre (in Abwesenheit): Resi Gratzl, Gisela Schmidt und Karla Senft.














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