Von Susanne Forster
Beim Neujahrsempfang der Stadt Bärnau stand neben einem Rückblick vor allem der Dank an die Menschen im Vordergrund, die sich in der Großgemeinde engagieren. Bürgermeister Alfred Stier nutzte die Veranstaltung, um zahlreiche Persönlichkeiten zu würdigen. Symbolisch überreichte er „Ehrenrosen“ und „Joker-Rosen“. Zudem stellte er auch einen Abschied eines bekannten Musikers aus der Gemeinde in Aussicht.
Zu den besonders Hervorgehobenen zählten unter anderem Ehrenbürger, frühere und aktive Stadtpfarrer, Vertreter aus dem Gesundheitswesen, der Bundespolizei Bärnau, der Feuerwehren, der Nachbarschaftshilfe, des Bildungssektors, der Wirtschaft, der Kultur sowie engagierte Bürger aus allen Ortsteilen. Stier dankte diesen Menschen für ihr Engagement in der Stadt.
In seinem Rückblick zog der Bürgermeister eine umfangreiche Bilanz der zurückliegenden zwei Jahre. Man habe viele Investitionen getätigt, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein. „Nun brauchen wir in Bärnau mehr Bürger“, so Alfred Stier. Besonders froh sei er über die Ansiedlung von Mediziner Silvester Korkos im neuen Arztzentrum in Bärnau. Auch die Physiotherapiepraxis entwickle sich sehr positiv. Außerdem lobte er die Thanhausener Wehr, die ihr Feuerwehrhaus neu gebaut habe. Auch die Feuerwehr Hermannsreuth stehe vor dem Neubau ihres Heimes, dafür habe man bereits Grund erworben.
Thema Ackerbürgerhaus
Von großer Relevanz für die Kommune ordnete der Bürgermeister auch das Ackerbürgerhaus ein. Um Fördermittel zu sichern und den Verein zu unterstützen, habe die Kommunal GmbH zunächst die Hälfte der Anteile übernommen, kurz vor Weihnachten schließlich auch die restlichen Anteile. Das Anwesen befinde sich nun vollständig im Besitz der Stadt. Stier nannte das Ackerbürgerhaus „extrem wichtig für die nächste Generation“. Generell seien einige Projekte danke der Verzahnung der Stadt mit der Stadt Bärnau Kommunal GmbH möglich. „Durch Gestaltungsvarianten der Stadt Bärnau und der Stadt Bärnau Kommunal GmbH ist in Bärnau vieles möglich“, meinte Stier.
Auch Zukunftsthemen kamen zur Sprache. Die Windkraftplanung auf städtischen Flächen, der anstehende Masterplan für die Wasserversorgung, dessen Umsetzung auf einen Zeithorizont von rund 15 Jahren ausgelegt sei, sowie die weitere Sanierung des Bischof-Senestrey-Haus seien Aufgaben, die das neue Gremium weiterführen müsse.
Vereinsmedaillen ausgehändigt
Ein großer Teil der Veranstaltung war Ehrungen gewidmet. Vereins- und Verdienstmedaillen sowie Sport- und Jugendpreise gingen an Engagierte aus den Bereichen Musik, Sport, Freiwillige Feuerwehr, Oberpfälzer Waldvereine und Jugendarbeit – insgesamt gibt es in der Großgemeinde mehr als 70 Vereine.
Mit Vereinsmedaillen wurden diese Bürger gewürdigt: Monika Lang, Gerlinde Gleißner, Maria Lankl-Schabner, Gertraud Zeitler, Ingrid Leser, Bernd Schwamberger, Bernhard Sertl und Hand Birkner, Werner Zeitler und Engelbert Träger. Mit Verdienstmedaillen für besondere Verdienste im Gemeindebereich wurden Alois Schuller, Leopold Standfest, Maria Gleißner, Max Fenzl, Helmut Thanner, Lewi Schwartling, Hannes Weiß, Irmgard Thanner, Vroni Jungmann, Petra Frank, Traudl Kraus, Gabi Mayerhöfer, Gretl Weigl und Günther Freundl geehrt. Den Jugendförderpreis 2024 erhielt die Jugendsparte der KLJB Schwarzenbach und der Nachwuchs der Feuerwehr Bärnau, den Jugendförderpreis 2025 der Kinderchor der Pfarrei Bärnau-Hohenthan-Schwarzenbach.
Lob für Günther Freundl
Besonders hob Alfred Stier den Leiter der Stadt- und Jugendblaskapelle „Grenzlandbuam Bärnau“, Günther Freundl, hervor. Seit über 40 Jahren sei er aktiver Musiker und seit 2008 Erster Dirigent der Bärnauer Musikgruppe. Mit Freundl an der Spitze habe sie in den zurückliegenden Jahren etliche kirchliche und weltliche Veranstaltungen musikalisch gestaltet. Nun möchte der Kapellenleiter sein Amt in jüngere Hände geben. „Günther Freundl will seinen Posten nach dem Muttertagskonzert an Stefan Zwerenz weitergeben“, kündigte Alfred Stier an.
Auch das Stadtoberhaupt selbst hat eine Amtsniederlegung vor sich. Alfred Stier wird seinen Posten als Erster Bürgermeister am 30. April 2026 niederlegen. Deshalb nutzte er den letzten von ihm moderierten Neujahrsempfang auch dazu, dem Stadtrat und der Stadtverwaltung zu danken – insbesondere Geschäftsleiterin Marion Mark und Bauhofleiter Christian Gleißner. Seinen Dank richtete er auch „an den Herrgott“, der ihm Kraft für das Amt gegeben habe. Sein Fazit: „Es war mir eine Ehre, dass ich da war.“
Weitere Redner waren Pfarrer Konrad Amschl, der vom Brückenbauen und gemeinsamem Gestalten der Gemeinde sprach. Der Vertreter des Landkreises, Alfred Scheidler, lobte das starke ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde. Landtagsabgeordneter Tobias Reiß hob das Miteinander und die Gemeinschaft und besonders den Verdienst der vielen engagierten Menschen, die sich für das Wohl ihrer Heimatgemeinde einsetzen, positiv hervor.
Tobias Reiß macht Hoffnung
Zudem hatte Reiß „eine Idee für Bärnau“ in petto, die das Klima- und Wetterverständniszentrum betrifft. Dafür erhielt die Stadt kürzlich die Absage vom Freistaat hinsichtlich erhoffter Fördermittel. Jedoch sagte Reiß, dass das Projekt möglicherweise noch nicht gänzlich vom Tisch sei. Er sehe in einem „Schritte-Konzept“ eine Möglichkeit, doch noch Zuschüsse zu erhalten, und damit potenziell das Schutzhaus Silberhütte sowie das Freibad Altglashütte revitalisieren zu können.
„Wir sollten das schrittweise angehen und ein Konzept für die Stadt Bärnau entwickeln“, erklärte Reiß. Das sei zwar eine große Herausforderung, die man aber gemeinsam meistern könne und für die er als Unterstützer weiterhin im Boot sei.

















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