27.08.2019 - 17:48 Uhr
AuerbachOberpfalz

Zeitliche und ewige Gelübde bei Schulschwestern in Auerbach

Während eines Pontifikalamts mit dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick binden sich in der Mutterhauskirche sechs Schwestern an den Orden - auf drei Jahre oder für immer.

Die vier Professinnen für das zeitliche Gelübde tragen weiße Schleier, die beiden Schwestern vor dem ewigen Gelübde schwarze Schleier. Links M. Ancilla, rechts M. Klarissa, dahinter links die Generaloberin Anezka, rechts die Provinzoberin Lucilla.
von Autor SCKProfil

Über einen herzlichen Empfang freute sich am Dienstagmorgen Erzbischof Ludwig Schick aus Bamberg. Er kam zum Auerbacher Kloster der Schulschwestern von Unserer Lieben Frau, um der großen Professfeier vorzustehen.

Die Eucharistie mit dem Bamberger Oberhirten bildete den Rahmen für die zeitliche Profess der Novizinnen Schwester M. Alojsia Rötschke, Schwester M. Karla Hubert, Schwester M. Bernadette Wundlechner und Schwester M. Josefine Geray sowie für die ewige Profess von Schwester M. Ancilla Pitroff und Schwester M. Klarissa Hartmann. Sie verpflichteten sich durch ihr Gelübde zu eheloser Keuschheit, Armut und Gehorsam in der Ordensgemeinschaft der Kongregation. Ihre Eltern, Geschwister und Verwandten sowie zahlreiche Christen aus der Pfarrgemeinde nahmen Anteil an diesem großen Ereignis. Die Provinzoberin Schwester M. Lucilla Hauser war ebenfalls gekommen

Der Gottesdienst begann mit einem feierlichen Einzug des liturgischen Dienstes, voran drei weiß gekleideten Mädchen und die Professinnen. Die musikalische Gestaltung der Liturgie übernahmen Georg Schäffner an der Orgel, der Schwesternchor unter Leitung von M. Theresia Hauthaler und die Instrumentalgruppe der Ordensschwestern. Mehr als 20 Priester folgten mit Erzbischof Schick.

Die zeitliche Profess für die Ordenszugehörigkeit auf drei Jahre legten noch vor dem Evangelium die vier Schwestern ab. Erzbischof Schick rief sie namentlich auf, und die Novizinnen erklärten mit laut vernehmlicher Stimme "Ich bin bereit". Der Generaloberin Mutter Anežka Bednarová in die Hände versprachen sie mit dem Ordensgelübde die Treue zur Kongregation. Gott baten sie, ihr Opfer anzunehmen und zu helfen, dass sie es auch in Treue erfüllen. Der Erzbischof segnete darauf die schwarzen Schleier, den die Schwestern gegen ihre weißen Noviziatsschleier tauschten. Die Ordensregel der Kongregation händigte er den Schwestern aus mit der Aufforderung, nach vollkommener Liebe zu streben.

Die Professinnen (von links) Ancilla, Klarissa, Alojsia, Karla, Josefine und Bernadette verfolgen die Predigt des Erzbischofs.

Der Verkündigung der frohen Botschaft aus dem Markus-Evangelium folgte die Predigt des Erzbischofs. Er beklagte darin die weit verbreitete Unwissenheit über das Ordensleben. Sie sei vielfach die Ursache, dass viele Christen den Weg ins Ordensleben nicht finden und sich mit weltlichen Dingen, mit hohlen Lüsten und Befriedigungen beschäftigten - gleichsam unter einer "innerweltlichen Käseglocke". Er verkündete das Ordensleben, das teilnimmt an der Freude des Herrn, an der Freude des Evangeliums und der Frohen Botschaft. Darin erschließt sich auch Christus und mit ihm bekommt das Leben, ob Ordensleben oder Familienleben Tiefe, Sinn und Freude. So galten den Professinnen die guten Wünsche, den Eltern und Familien der Dank des Erzbischofs, sein "Vergelt's Gott" das hier in Bayern mit einem "Segne's Gott" beanwortet wird und er schloss "Wir danken ihnen, wir brauchen sie! Amen."

Brautkranz und Ringe für die Schwestern M. Ancilla und M. Klarissa zur ewigen Profess.

Die ewige Profess mit dem Ordensgelübde auf Lebenszeit folgte in einer zweiten Zeremonie. Auch die Schwestern M. Ancilla und M. Klarissa sprachen laut und deutlich ihr "Ich bin bereit". Sie gelobten ehelose Keuschheit, Armut und Gehorsam für die ganze Lebenszeit und baten Gott um die Gnade, Christus dem Bräutigam, bis zum Tod nachfolgen zu dürfen. Der Erzbischof Schick hinterlegte die jeweils handgeschriebene Professformel auf dem Altar, steckte jeder Neuprofessin den Ring an den Finger zum Zeichen ihrer ewigen Zugehörigkeit zu Christus und überreichte ihr den Brautkranz. Der Schwesterchor sang daraufhin: "Braut Christi, komm und nimm die Krone, welche dir der Herr auf ewig zubereitet!"

Das Pontifikalamt endete mit dem eucharistischen Segen und dem Dank des Hausgeistlichen im Auerbacher Kloster, Monsignore Karl Ellmann, an den Erzbischof für die würdige Feier.

Erinnerungsfoto mit Erzbischof Ludwig Schick (Mitte) nach der Professfeier.
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