08.11.2020 - 12:55 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Ikom Stiftland holt sich Tipps zu Ausgleichsflächen

Wie lassen sich Ortskerne revitalisieren? Und wie lassen sich interkommunale Ausgleichsflächen schaffen? Antworten darauf erhoffte sich die Ikom Stiftland von zwei Referenten.

Als Vertreter des Wirtschaftbandes A9 Fränkische Schweiz informierte Michael Breitenfelder zum Thema Interkommunales Flächenmanagement.
von Externer BeitragProfil

Zur Verbandsversammlung kamen die Mitgliedskommunen im Tillensaal in Bad Neualbenreuth zusammen. Zum Thema einer interkommunalen Innenentwicklung referierte Philipp Lurz von der Hofheimer Allianz. Diese ist laut Ikom-Mitteilung im Bereich der Revitalisierung der Ortskerne ein bayernweiter Vorreiter.

Der Sprecher machte deutlich: Das Wohnen im Altort muss auch finanziell lukrativer sein, als in Neubaugebieten am Ortsrand. Als maßgebenden Erfolgsfaktor nannte Lurz dabei die breite Verankerung und Akzeptanz des Themas bei kommunalen Entscheidungsträgern sowie die frühzeitige konsequente Einbindung der Bevölkerung, insbesondere der Immobilieneigentümer von Leerständen. Dafür gibt es als Ansprechpartner und Motivatoren im Hofheimer Land in den jeweiligen Ortsteilen Leerstandslotsen. Die Pflege der Bestandsdaten erfolgt dabei zentral über die Hofheimer Allianz.

Für die Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen sind aufgrund der Eingriffe in Natur und Landschaft nach dem Bundesnaturschutzgesetz Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nötig. Michael Breitenfelder und Daniel Jentsch vom Wirtschaftsband A9 Fränkische Schweiz stellten den Verbandsmitgliedern die Vorgehensweise ihres Modellprojekts "Interkommunales Flächenmanagement" vor. Hauptaufgabe dieses Flächenmanagements sei ein gemeinsames Öko-Konto und eine möglichst pragmatisch angelegte organisatorische und administrative Vorgehensweise bei der Umsetzung von Ersatzmaßnahmen. Dafür verfügt der Gemeindeverbund seit September 2020 über eine Projektstelle in Vollzeit, die sich ausschließlich um das Flächenmanagement kümmert.

Als großen Pluspunkt für einen interkommunalen Ansatz im Ausgleichsflächenmanagement nannte Daniel Jentsch die frühzeitige Entwicklung von großräumigen Ausgleichsflächen. Durch deren ökologische Verzinsung können bereits im Vorfeld von Eingriffen in Natur und Landschaft ökologisch wertvolle Lebensräume geschaffen werden. Die für den Ausgleich in Frage kommenden Flächen müssen sich dabei nicht zwangsläufig im kommunalen Besitz befinden. Durch langfristige Bewirtschaftungsverträge mit Privateigentümern könnten für die Landwirtschaft zusätzliche Einnahmequellen generiert werden. Das Thema eines interkommunalen Ansatzes für Ausgleichsflächen wolle die Ikom Stiftland in der kommenden Verbandsversammlung weiter forciert.

Über das Regionalbudget fördert die Ikom Stiftland Kleinprojekte

Tirschenreuth
Philipp Lurz von der Hofheimer Allianz referierte zum Thema Innenentwicklung im Ländlichen Raum.
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