03.02.2020 - 15:25 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Lachen erhält jung und gesund

Wenn Senioren Fasching feiern, wird es heiß in den Bruder-Claus-Stuben. Es musste gleich einmal die Heizung heruntergedreht werden bei all den urkomischen Darbietungen mit Edeltraud und Albert Köstler, Franz Danhauser, Thea Ott und anderen.

„Badegäste“ in den Bruder-Claus-Stuben bei der Beobachtung einer Wildsau.
von Autor ENZProfil
Beate Ott als "Wald" beim Waldbaden.
Einführung in das "Waldbaden" durch Thea Ott.
"Gäste" des Sibyllenbades beim Waldbaden.
Tolle Stimmung bei den Vorstellungen.
Zur Klängen der Falkenberger Zoiglmusik wurde kräftig mitgesungen.
Eine Goldene Hochzeit stand im Mittelpunkt einer Vorführung.
Mit der Zoiglmusik ging’s in der Polonaise durch den Raum.
Emma und Otto im Theater.
Im Wirtshaus wird über die Mütter von heute sinniert.

Sie sind Naturtalente in Sachen Comedy und haben das Zeug, so manchen TV-Star in den Schatten zu stellen. Gleich nach der Begrüßung durch Seniorenbeauftragte Beate Ott, die auch verantwortlich für diese Veranstaltung war, ging es los: Thea Ott, die ein bisschen aus den Erzählungen ihrer Tochter Beate über die Waldtherapie aufgeschnappt hatte, wollte hier "Gäste" des Sibyllenbades in diese Kunst einführen. Die "Gäste" wiesen sich mit Badesachen, Schnorchel und Schwimmflossen als solche aus. Ihren "Wald" hatte Ott auch gleich selbst in Form von zwei verkleideten Damen mitgebracht. Übungen wurden vorgeführt für die Achtsamkeit, Bäume wurden umarmt, Storchengang, Hopserlauf über Wurzeln und Verrenkungen ausgeführt, eine Wildsau beobachtet und Vogelgezwitscher in buntem Durcheinander nachgeahmt. Wer diese Merkwürdigkeiten gesehen hat, wird sich ganz gewiss dem nächsten Kurs anschließen.

Fair gehandelter Kaffee

Danach brauchten alle erst einmal eine Pause, um bei einer Tasse fair gehandeltem Kaffee - schließlich möchte Bad Neualbenreuth Fair-Trade-Gemeinde werden - und Krapfen die Lachmuskeln zu entspannen. Serviert wurde den älteren Herrschaften alles von den fleißigen Helferinnen des Katholischen Frauenbundes. Die Tafelmusik kam von der Falkenberger Zoiglmusik, die sich leider so langsam von den Brettern, die die Welt bedeuten, verabschieden wollen. Wolfgang Üblacker wies dabei darauf hin, dass man es jetzt nicht mehr mit "Alwareith", sondern mit Bad Neualbenreuth zu tun habe - und das ließe sich nur hochdeutsch aussprechen.

Bei dem folgenden Auftritt feierten Edeltraud Köstler und Franz Danhauser als Jubelpaar Goldene Hochzeit. Albert Köstler kam als Bürgermeister und Thea Ott als Vertreterin des Obst- und Gartenbauvereins zur Gratulation. Die Schwerhörigkeit des goldenen Bräutigams brachte einige Verwicklungen, und die Lobpreisungen auf die Funktionen des Bräutigams im Gartenbauverein brachte die Gold-Braut auf die Palme, da sie sich vernachlässigt fühlte.

Weihwasser im Schnapsglas

Als man gemeinsam auf das Jubiläum mit einem selbstgebrannten Schnapserl anstoßen wollte, kam das Getränk allen doch etwas merkwürdig vor. Der Hausherr hatte die Flaschen verwechselt und Weihwasser serviert. Beim nächsten Auftritt erschienen Edeltraud Köstler und Thea Ott als Ehepaar Emma und Otto, das eine Theateraufführung besucht. Hier stellte Emma fest, dass es stinkt und wollte erforschen, woher das kommt. "Otto, hast du dich auch gewaschen?", "Otto, hast du dir auch saubere Socken angezogen?" - so ging es mit Schnuppern in einem fort. Als Beweis für neue Socken zog Otto dann seine alten aus der Jackentasche.

Polonaise

Danach kam wieder die Falkenberger Zoiglmusik zum Zug. Dazu wurde kräftig gesungen, vor allem bei den alten Schlagern. Es formierte sich eine Polonaise, die den Raum umrundete.

Noch einmal traten Albert Köstler und Franz Danhauser, jetzt Karli und Sepp, als Wirtshausgänger auf, um sich über die Mütter, die ihre Kinder mit ihren Kleinwagen zur Schule bringen und wieder abholen, lustig zu machen. Früher sei man doch auch zu Fuß zur Schule gegangen - und es hätte niemandem geschadet! Sepp berichtete über seine Erlebnisse, als er Enkel Dirk in Vertretung abholen musste. Mehr "mitten aus dem Leben gegriffen" geht nicht! Danach wurden Würstl serviert und solange die Musik spielte, wollte keiner so recht nach Hause gehen. Die Senioren zeigten wieder einmal, dass sie richtig feiern können und dass vor allem das Lachen jung und gesund erhält.

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