28.07.2020 - 13:25 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Mobilfunkmast bei Bad Neualbenreuth: Keine Entscheidung gegen die Bürger

In Bad Neualbenreuth soll ein neuer Mobilfunkmast aufgestellt werden. Mehrere Standorte sind dafür im Gespräch. Doch nicht alle Beteiligten sind darüber glücklich.

Diesen Standort am Hochbehälter zwischen Wernersreuth und Motzersreuth favorisiert die Marktgemeinde für den neuen Mobilfunkmast.
von Konrad RosnerProfil

Lange Zeit war als Mobilfunkmast-Standort eine Fläche am Hochbehälter zwischen Wernersreuth und Motzersreuth vorgesehen. Die Netzbetreiber Telekom und Vodafone waren damit einverstanden, erklärte Bürgermeister Klaus Meyer im Marktrat. Doch dann sei Vodafone zunächst von dieser Lösung abgerückt.

Als Alternative war danach Anhöhe zwischen Motzersreuth und Panzen in der Nähe der „Fritsch'n Kapelle“ im Gespräch. Die in den Sitzungsunterlagen beschriebene Situation sei inzwischen aber schon wieder veraltet, so Bürgermeister Meyer über die neueste Entwicklung. Nun werde offenbar doch wieder die Lösung am Hochbehälter favorisiert. Diese sei auch im Sinne der Gemeinde.

Schäbiges Verhalten

In diesem Zusammenhang bedauerte der Bürgermeister: „Diese Großkonzerne sprechen doch gar nicht mit uns, die sprechen nur mit der Regierung." Meyer sprach von einem schäbigen Verhalten. Unternehmen machten das große Geschäft, die Arbeit aber müsse vor Ort erledigt werden.

Eine Entscheidung gegen die Argumente der Bürger werde es nicht geben, informierte Meyer den Marktrat und forderte diesen zur Diskussion auf. Bad Neualbenreuth sei übrigens die erste Gemeinde in Bayern, die eine Ausschreibung für den Mobilfunk-Ausbau vorantreibe.

Geld für "Blickpunkte"

Zur Kenntnis gab Bürgermeister Klaus Meyer die Markträte, dass es über das EFRE-Programm „Blickpunkte Bad Neualbenreuth“, in dem auch die Stadt Tachov und der Geopark Bayern-Böhmen mit eingebunden seien, Zuschüsse in Höhe von 83,3 Prozent gegeben habe. Für die Gesamtkosten von rund 57.000 Euro, habe es 47.700 Euro an Fördergeld gegeben. Alle Maßnahmen seien abgerechnet.

Einen umfassenden Rechnungsprüfungsbericht für das Jahr 2019 gab Marktrat Christian Hebert ab, der sehr detailliert auf das Zahlenwerk der Marktgemeinde und des Schulverbands einging. Die "Feststellung der Jahresrechnung 2019" erfolgte einstimmig, wobei Bürgermeister Klaus Meyer betonte: „Die Stabilisierungshilfe ist ein Segen für uns.“

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