03.05.2021 - 15:11 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Öffentliche Blühflächen: Bad Neualbenreuth in der Vorreiterrolle

Bunte Wiesen, auf denen viele verschiedene Arten von Blumen und Kräutern gedeihen dürfen, werden innerorts immer wichtiger. Wie die Bereiche angelegt werden, können Mitarbeiter von kommunalen Bauhöfen in der Bädergemeinde lernen.

Dort, wo bisher die Grüngut-Sammelstelle beim Regenüberlaufbecken am Ortsrand von Bad Neualbenreuth angelegt war, soll künftig eine Blühfläche entstehen.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

In einer Art Vorreiterrolle sieht Bürgermeister Klaus Meyer die Gemeinde Bad Neualbenreuth, wenn es um Blühflächen im öffentlichen Bereich geht: Kürzlich hatten Harald Schlöger und Manuela Pappenberger, die Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landkreis Tirschenreuth, zu einem Online-Seminar für Bauhof-Mitarbeiter zum Thema eingeladen.

"Ich war Referent", erzählt Bürgermeister Meyer von der Veranstaltung am 12. April. In dem Vortrag berichtete der Rathauschef, "wie es so läuft mit der Pflege der Grünflächen", so Meyer auf Anfrage von Oberpfalz-Medien.

Die "grüne Flotte"

In Bad Neualbenreuth werden die Pflegemaßnahmen übernommen von Mitarbeitern des Bauhofs und der "grünen Flotte". So nennt der Rathauschef das Team mit Christine Altnöder und Inge Riederer, die sich um die Grünanlagen in der Gemeinde kümmern.

Jetzt kommt die Fläche beim Regenüberlaufbecken ins Spiel. Denn wo bisher Gehölz- und Astschnittgut lagerte, soll bald eine Blühwiese entstehen – beim Praxisteil des Seminars am 19. Mai. "Das ist jetzt nicht sehr einladend", so Meyer über die Situation dort. Dies dürfte sich in den nächsten Tagen ändern.

Platz für die neue Nutzung

Nach den Worten von Meyer ist seit Montag dieser Woche eine große Häckselmaschine vor Ort. Dabei wird das bereits abgelagerte Grüngut aufgearbeitet und der Platz vorbereitet für die neue Nutzung. Als Grüngut-Sammelstelle soll in der Nähe ein anderer Platz angelegt werden. Dieser werde dann auch weniger sichtbar sein, so Meyer.

Denn der Weg ist nach den Worten von Meyer stark frequentiert von Wanderern, die sich künftig lieber an einer schönen Blühwiese erfreuen sollen. Auf der Magerwiese sollen verschiedene Blüten- und Kräuterarten stehen; nur zweimal im Jahr soll die Fläche gemäht werden.

Naturtouristisches Gesamtkonzept

Beim Praxistag wird die Aussaat erfolgen, erklärt Meyer: Bauhofmitarbeiter von zehn Kommunen im östliche Landkreis werden dabei sein und die Blühmischungen nach alter bäuerlicher Tradition ausbringen.

Dabei soll auch die "Kleegeig'n" zum Einsatz kommen, erklärt Meyer über die Verwendung des Geräts zur Aussaat von Samen. Auch eine Beschriftung der Fläche, wo was wächst, soll nicht fehlen.

"Man muss schon dahinter sein, dass sich eine Blütenpracht entwickelt."

Bürgermeister Klaus Meyer

Bürgermeister Klaus Meyer

Die Fläche ist laut Meyer ein weiterer Beitrag zum Blühflächenkataster innerhalb des künftigen naturtouristischen Gesamtkonzepts in der Gemeinde Bad Neualbenreuth unter Federführung von Michael Rückl. Dabei ist Meyer aber schon auch wichtig, dass kommunales Engagement für Natur und Umwelt nicht alleine auf die eigene Gemeinde begrenzt bleibt.

"Die Mitarbeiter in den Gemeindebauhöfen sollen sensibilisiert werden", findet Meyer, dass die neue Handlungsweise im Hinblick auf öffentliche Grünflächen weiter verbreitet gehört.

"Die Mitarbeiter in den Gemeindebauhöfen sollen sensibilisiert werden."

Bürgermeister Klaus Meyer

Denn es gehe bei weitem nicht einfach darum, das Gras einfach wachsen und dann stehen zu lassen. "Man muss schon dahinter sein, dass sich eine Blütenpracht entwickelt."

Bad Neualbenreuth will mit der Nähe zur Natur punkten

Bad Neualbenreuth
Hintergrund:

Neue Grüngut-Sammelstelle ebenfalls beim Regenüberlaufbecken

  • Die neue Grüngut-Sammelstelle soll oberhalb des Regenüberlaufbeckens angelegt werden, nur etwa 70 Meter von der jetzigen Stelle entfernt.
  • Die Fläche für das Grüngut aus der Gemeinde Bad Neualbenreuth muss aber erst dafür hergerichtet werden.
  • Dass wegen des "Umzugs" in nächster Zeit keine eigene Lagerfläche für das Schnittgut zur Verfügung steht, ist laut Bürgermeister Klaus Meyer kein Problem: "Das meiste Schnittgut wird im März-April angeliefert, danach
    kommt nur wenig bis gar nichts", so der Rathauschef auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. "Deshalb haben wir auch bis Anfang Mai gewartet, um das
    Schnittgut zu häckseln."

 

 

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