23.01.2020 - 15:54 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Weiter dem Sibyllenbad einheizen

2019 war für das Sibyllenbad ein gutes Jahr. Die Gäste dürfen sich für 2020 auf weitere Neuerungen freuen. Zudem gibt es positive Nachrichten zur weiteren Zusammenarbeit mit dem Hackschnitzel-Heizwerk.

Das Hackschnitzel-Heizwerk in der Nähe von Bad Neualbenreuth sorgt auch die nächsten Jahre für die Wärmeversorgung des Sibyllenbads. Das gab Bezirkstagspräsident Franz Löffler bekannt.
von Martin Maier Kontakt Profil

Zu Jahresbeginn statten Bezirkstagspräsident Franz Löffler und die Bezirksräte Toni Dutz und Lothar Höher (alle CSU) dem Sibyllenbad immer einen Besuch ab. Dabei brachte Werkleiter Gerhard Geiger am Donnerstag die Politiker auf den aktuellen Stand.

Diesmal hatte Löffler eine neue Information parat. Er wies darauf hin, dass in den vergangenen Tagen "die weitere Stabilisierung des Heizwerks" geklärt worden sei. Seit der Eröffnung des Kurmittelhauses liefert das Hackschnitzel-Heizwerk die Wärme. "Da haben wir eine durchaus stabile Partnerschaft." Nun würden dort Sanierungen anstehen, unter anderem die des Ofens. Dies sei nun alles eingepreist. "In den Vertragsbeziehungen ist jetzt eine erfolgreiche Basis geschaffen worden, dass es die nächsten Jahre weitergeht. Das ist eine wichtige Botschaft", so Löffler.

Mehr Aufmerksamkeit

Werkleiter Gerhard Geiger legte den Gästen positive Zahlen für 2019 vor. "Wir dürfen auf ein erfolgreiches Jahr zurückschauen." Bei den Besucherzahlen habe es eine Steigerung von fast 5 Prozent gegeben. Das betriebswirtschaftliche Ergebnis stehe final noch nicht fest. Es zeichne sich aber ab, dass 2019 besser sein werde als 2018. Besonders freute ihn, dass die Gemeinde im vergangenen Jahr die höchste Anzahl an Gästeankünften seit Beginn der Aufzeichnungen registriert habe. "Das ist für mich ein gutes Zeichen. Neben vielen Stammgästen kommen auch immer neue Gäste", interpretierte Geiger die Zahlen. Der Titel "Bad Neualbenreuth" habe für "einen gewissen Aufmerksamkeitsschub" gesorgt.

Eine weitere gute Nachricht hatte der Sibyllenbad-Chef für den Bereich Physiotherapie: "Dort haben wir die Personallücken geschlossen. Alle Planstellen sind besetzt." Es sei aber klar, dass man den Gästen immer wieder etwas Neues bieten müsse. Als Stichwort nannte er den kostenlosen Einsatz des Baxi im Gemeindegebiet. "Das kommt super an." Neu sei die Haustürabholung, die vor allem die älteren Besucher schätzen würden. Zudem habe das Kurmittelhaus im Dampfbad investiert und den medizinischen Bereich weiter optimiert. Der Motorikpark werde im Sommer umgesetzt. "Da sind wir immer wieder Vorreiter. Die Resonanz der Gäste ist sehr positiv. Die Investitionen haben sich gerechnet", fasste der Werkleiter zusammen.

Mit Blick auf den medizinischen Bereich sprach er von einem Wachstumsmarkt. Aber es würden Wettbewerber dazukommen, "die ein Stück vom Kuchen wollen". Zwei Faktoren könne das Sibyllenbad nicht beeinflussen: das Verordnungsverhalten der Ärzte und die Zahlungsbereitschaft der älteren Menschen für Gesundheit. Seit Januar gebe es im Kurmittelhaus das Segment Rehasport. "Das läuft bei den Ärzten außerhalb des Budgets." Im Wasser sei dies ein neuer Markt. "Da müssen wir dran bleiben", gab Geiger den weiteren Weg vor.

Sanierung des Badetempels

"Wirklich zufrieden" zeigte sich Löffler mit den Zahlen von 2019. Die Leute würde nur dann kommen, wenn sie einen Mehrwert für sich und ihre Gesundung erfahren. Der Wettbewerb nehme immer mehr zu. Daher mahnt der Chamer Landrat trotz aller schon erfolgten Investitionen an, am Ball zu bleiben. "Da sind wir uns alle einig." Die geplante Sanierung des Badetempels nach fast 25-jährigen Betrieb sei daher unumgänglich. Momentan würden unter anderem die Fördervoraussetzungen geklärt. Möglicherweise könne die Bauphase 2021 starten. Erste Kostenschätzungen lagen Mitte 2019 bei rund 4,5 Millionen Euro.

Dutz hob die immer bessere verkehrliche Erreichbarkeit des Sibyllenbads hervor. "Das wurde kontinuierlich verbessert." Zudem kündigte er an, dass sich das Kurmittelhaus im geplanten Kulturbahnhof Wiesau präsentieren könne. "Der Bäder-Titel ist ein Traum", freute sich Höher. Dieser habe die Attraktivität der ganzen Oberpfalz gestärkt. Sein Wunsch sei, eine direkte verkehrliche Anbindung zwischen Bad Neualbenreuth und Tschechien über Altalbenreuth. Schließlich würden sehr viele Gäste aus Marienbad ins Sibyllenbad kommen.

In die Zukunft blickte auch Bürgermeister Klaus Meyer. Er versprach, die Erwartungshaltung der Gäste zu befriedigen und ein wenig draufzusetzen. Als Stichworte nannte der Rathauschef Waldtherapie, essbarer Wildpark (Ewilpa) und Burnout-Netzwerk. Bei allen Investitionen würden aber auch immer die Einwohner stark profitieren. "Das ist Wirtschaftsförderung par excellence", lobte Meyer den Bezirk.

Über die positive Entwicklung des Sibyllenbads informierte Werkleiter Gerhard Geiger (Vierter von links) Bezirksrat Toni Dutz, Bezirkstagspräsidenten Franz Löffler, Bürgermeister Klaus Meyer und Bezirksrat Lothar Höher (von links).
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