Bärnau
17.06.2021 - 14:26 Uhr

Bärnau erlebbarer machen

In der zurückliegenden Corona-Zeit hat auch der Tourismus im Bärnauer Ländchen Einbußen erlitten. Ein Ausblick zeigt aber wieder Lichtblicke auf. Stadtführer und auch goldene Markierungen spielen eine Rolle.

Den Besuchern wird am Marktplatz viel Information geboten. Die Stele (rechts) selbst wird erst noch fertiggestellt. Bild: ws
Den Besuchern wird am Marktplatz viel Information geboten. Die Stele (rechts) selbst wird erst noch fertiggestellt.

Bei der zurückliegenden Sitzung des Stadtrates durfte Ilona Hunsperger von der Tourist-Info nicht nur einen Bericht über zurückliegende Aktivitäten abgeben. Die Leiterin der Tourist-Info (seit Juni 2019) hat sich auch viele Gedanken gemacht, wie die Region für die Besucher noch attraktiver präsentiert werden kann.

In der Rückschau erwähnte Hunsperger verschiedene Initiativen, etwa die Klassifizierung der Ferienwohnungen oder die Neugestaltung des Bärnau-Flyers. Inhalt und auch Layout seien bei dem Informationsblatt erneuert worden. Besonders stellte Hunsperger die OWV-Wanderkarte heraus, die der Verein auf eigene Kosten hat drucken lassen. Gedanken habe man sich auch über die Ausbildung von Stadtführern gemacht.

Ausbildung von Stadtführern

Und diese Ausbildung der Stadtführer gehört nach den Ausführungen Hunspergers auch zu den wichtigen Vorhaben in diesem Jahr. "Wir wollen Bärnau erlebbarer machen", betonte die Leiterin der Tourist-Info, auch weil die Stadt eine reichhaltige Geschichte vorweisen könne. Im Maßnahmenkatalog listete Hunsperger unter anderem auch die Anschaffung von Luca-App-Schlüsselanhängern auf, die von Bürgern genutzt werden können, die über kein Smartphone verfügen.

Weiter nannte Hunsperger die Optimierung der Homepage oder eine Erweiterung der Informationen der Gebäudetafeln. Nicht aus den Augen verlieren will die Leiterin der Tourist-Info auch die "Goldene Markierung" durch Bärnau. Allerdings würden hier die Kosten eine maßgebliche Rolle spielen. Angelehnt an die Markierung des Jakobsweges könne sich Hunsperger Bodenmarkierungen aus Metall vorstellen, etwa einen goldfarbenen Löwen. In die Vorhaben für das laufende Jahr aufgenommen hat die Leiterin der Tourist-Info auch die Plattform "Bayern spielt", auf der die zahlreichen Kulturveranstaltungen im Freistaat aufgezeigt werden. Für Bärnau werde dort auf den Geschichtspark sowie die Freilichtbühne verwiesen. Auf das Programm hatte auch Grünen-Stadträtin Anna Schwamberger verwiesen. Engelbert Träger (CSU) regte einen Image-Film für die Homepage der Stadt an. Darin könnte auch die gesamte Region um Bärnau mit einbezogen werden.

Moorweiher als Erholungsort

Anna Schwamberger vermisste einen Hinweis auf den Moorweiher als Badeort. Laut Bürgermeister Alfred Stier ist das nicht möglich, weil sonst auch eine Badeaufsicht gestellt werden müsste. Dann sollte der Moorweiher halt einfach als Erholungsort dargestellt werden, regte Anna Schwamberger an. Positiv beurteilt wurde weiter der interaktive Info-Point am Marktplatz. Hubert Häring (CFWG) sprach das Thema Marktspektakulum an und regte an, diese Veranstaltung 2022 wieder durchzuführen.

Deutlich weniger Übernachtungen

Zum Vortrag der Leiterin der Tourist-Info gehörte natürlich auch die aktuelle Statistik. So verzeichnete die Tourist-Info im vergangenen Jahr 30 Anfragen (2017 waren es noch 70): Die Zahl der Übernachtungen ging von rund 18 000 (2018) und 19 000 (2019) auf 8900 im vergangenen Jahr zurück. In dieser Zahl würden sich vor allem die Übernachtungen der Pendler abbilden.

Bärnau16.06.2021
 
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