19.11.2020 - 14:55 Uhr
BärnauOberpfalz

Bärnau honoriert Vereinsarbeit

Der Tennisclub will mit einem attraktiven Vereinsheim neue Perspektiven schaffen. Unterstützung bekommen die Sportler dabei auch durch die Stadt Bärnau.

Der Tennisclub will sich für die Zukunft rüsten und plant den Neubau des Vereinsheims. Die Stadt wird dies mit einem Zuschuss von maximal 5000 Euro unterstützten.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Mit einem Zuschuss, aber auch der Verlängerung des Pachtvertrags für das Sportgelände steht die Stadt hinter den Sportlern. Bei der Stadtratssitzung hatte das Gremium dabei zunächst über einen Antrag des TSV zu beraten. Der bat um eine Verlängerung des Pachtvertrages für das gesamte Vereinsgelände, das auch die Tennisanlage mit beinhaltet. Zwar hat der Vertrag mit der Stadt noch eine Laufzeit bis 2032, doch das genügt nicht. Im einem Schreiben hat die TSV-Führung drauf hingewiesen, dass für eine Förderung des Vereinsheimbaus durch den Landessportverband eine Laufzeit des Pachtvertrags von mindestens 25 Jahren vorgeschrieben ist. Damit heuer noch die Förderung beantragt werden könnte, hat der TSV die vorzeitige Verlängerung beantragt. Und der Stadtrat wollte dieser Bitte gerne nachkommen.

Für die Zukunft rüsten

Aufgeschlossen zeigte sich die breite Mehrheit des Stadtrat auch einem Antrag des TC Bärnau, den Abriss und Ersatzbau des Vereinsheims finanziell zu unterstützen. "Mit dieser Maßnahme wollen wir die Sparte für die Zukunft rüsten und den Verein attraktiv halten", hatte TC-Vorsitzender Christian Walter an die Stadt geschrieben. Dabei hatte Walter auch die gezielte Kinder- und Jugendarbeit im Verein dargestellt. Immerhin wurden "vor Corona" rund 35 Kinder und Jugendliche beim Trainingsbetrieb verzeichnet. Zu den Plänen des Vereins gehöre aber auch, künftig die Anlage nach außen hin zu öffnen und etwa touristischen Betrieben die Nutzung zu ermöglichen.

Weiterer Bericht vom Stadtrat Bärnau

Bärnau

Bei der Sitzung erinnerte Zweiter Bürgermeister Michael Schedl an die Unterstützung der Maßnahme des Schützenvereins. Damals hatte die Stadt einen Zuschuss in Höhe von zehn Prozent der nicht geförderten Kosten übernommen. Beim Anliegen des Tennisvereins wollte Schedl ähnlich verfahren, sprach sich hier aber für eine Obergrenze von 5000 Euro aus.

Mit der Vereinsförderung hatte Anna Toman (Grüne) ihre Probleme. In den finanziell schwierigen Jahren, die anstehen würden, könne man nicht auf Dauer jedem etwas zuschustern. Und mit einer neuen Vorgehensweise könnte man jetzt beginnen. "Mitunter habe ich das Gefühl, jeder sieht die Stadt als Selbstbedienungsladen", kritisierte die Grüne.

Schedl: Gut angelegtes Geld

Michael Schedl wollte an der Förderung nichts ändern, schließlich seien die Vereine "Säulen des gesellschaftlichen Zusammenlebens". "Das ist gut angelegtes Geld", unterstrich der Zweite Bürgermeister. Und auch Hubert Häring (Christliche Freie Wählergemeinschaft) machte klar: "Die Stadt lebt von den Vereinen!" Vor allem die Jugendarbeit sollte mit der Unterstützung honoriert werden. Nicht rütteln an der bestehenden Praxis wollte auch Marco Donhauser (Junge Wählergemeinschaft). "Das wäre ein falsches Signal", warnte der JWG-Stadtrat. Bei der Abstimmung billigte das Gremium dann einen Zuschuss von maximal 5000 Euro für die Tennissparte des TSV. Lediglich Anna Toman versagte die Zustimmung.

"Mitunter habe ich das Gefühl, jeder sieht die Stadt als Selbstbedienungsladen".

Anna Toman (Grüne)

Der Tennisclub Bärnau will ein neues Vereinsheim bauen.

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