07.09.2018 - 21:31 Uhr
BärnauOberpfalz

"In Bärnau wird Zukunft gestaltet"

Bärnau steht derzeit ganz im Zeichen des Jubiläums "675 Jahre Stadtrechte". Mit einem großen Festakt startet die Kommune am Freitagabend ins Festwochenende.

Im Festzug geht es zur Aula der Grundschule.
von Konrad RosnerProfil

Jede Menge Ehrengäste kamen dazu in das Knopfstädtchen. Der Festakt war der angestrebte Höhepunkt. Dritter Bürgermeister und Festleiter Alfred Wolf wartete mit einem kurzweiligen geschichtlichen Rückblick auf. Er verwies unter anderem darauf, dass Bärnau immer Mittel und Wege gefunden habe, um wirtschaftlich zu überleben. Dies sei auch das Erfolgsgeheimnis der Stadt. "In Bärnau hat man schon immer mit Gemeinschaftswerken Zukunft gestaltet", meinte Wolf und verwies damit auf das jüngste Erfolgsbeispiel, den grenzüberschreitenden Geschichtspark Bärnau-Tachov.

Mit einer Videobotschaft, die leider immer wieder wegen Tonproblemen unterbrochen wurde, überbrachte Ehrenschirmherr und Ministerpräsident Markus Söder, der aus terminlichen Gründen nicht selbst anwesend sein konnte, die Glückwünsche. Darin betonte er, dass Bärnau, wie die gesamte nördliche Oberpfalz, ein wichtiger Bestandteil Bayerns sei. Der Bürgermeister in Bärnau sei ganz schön clever, meinte Söder. Denn bei seinem Besuch im Knopfmuseum sei ihm ein aus Knöpfen gestaltetes Porträt übergeben worden. Dieses Porträt habe ihm jedoch der Bürgermeister gleich wieder abgenommen, um es als Ausstellungsstück im Museum präsentieren zu können.

Regierungs-Vizepräsident Christoph Reichert verwies darauf, dass Bärnau eine der ältesten Städte der nördlichen Oberpfalz sei. Heute sei Bärnau zwar klein, aber fein. Bärnau sei eine moderne und attraktive, aber dennoch eine traditionsbewusste Stadt, auf die man zurecht stolz sein könne. Der Ort habe sich auch den Herausforderungen des Zonenrandgebiets gestellt, die Einwohner seien enger zusammengerückt und hätten daraus eine Tugend gemacht. Bestes Beispiel sei der neue Geschichtspark, der ein Paradebeispiel grenzüberschreitender Zusammenarbeit sei.

Landrat Wolfgang Lippert machte sich Gedanken, wie der Landkreis ausschauen würde, wenn es Bärnau nicht gäbe. "Dann gäbe es auch kein Stadtparlament, wo so leidenschaftlich und hitzig diskutiert werde." Lippert meinte weiter: "Die Bärnauer sind Kämpfer und sie leben die Demokratie aus." Ohne Bärnau gäbe es auch keinen Geschichtspark. "Ohne den Geschichtspark wäre dem Bauamt aber auch viel Arbeit erspart geblieben", schmunzelte der Landrat. "Hier sieht man, was man mit Energie und Willen alles erreichen kann."

Auch Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß war gekommen. Er stellte die Gemeinsamkeiten und Verbindungen von Bärnau und Weiden heraus, ehe er einen Scheck in Höhe von 250 Euro an Bürgermeister Alfred Stier überreichte, der für soziale Zwecke bestimmt sei.

Rund 350 Ehrengäste, so Bürgermeister Alfred Stier in seiner Begrüßungsrede, nahmen am Festakt in der Aula der Grundschule teil. Musikalisch und gesanglich wurde der Festakt von den "Grenzlandbuam" Bärnau und dem OWV-Chor umrahmt. Am Wochenende ist in Bärnau viel geboten. Am Samstag steht die Stadt ganz im Zeichen des Bürgerfestes. Am Sonntag ist unter anderem ein großer Festzug durch die Stadt geplant.

Auch jede Menge Ehrengäste sind gekommen.

Der Saal ist mit rund 350 Besuchern gefüllt.

Über der Bühne ist ein großes Herz zu sehen.

Bürgermeister Alfred Stier begrüßt die Gäste.

Das Rahmenprogramm gestalten der OWV-Chor und die "Grenzlandbuam.

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