Eine große Maßnahme hat sich der Zweckverband Ikom Stiftland ins Arbeitsheft geschrieben. Für die insgesamt zehn Mitgliedsgemeinden soll ein umfassendes "Konzept für ein ländliches Kernwegenetz" erstellt werden. Für den Angebotspreis rund 57 500 Euro hat die Bietergemeinschaft aus "Planungsbüro Team 4" sowie "Planwerk Stadtentwicklung" in Nürnberg den Auftrag erhalten. Die Planer haben jetzt einen Vorentwurf erstellt und Gespräche mit dem Amt für Ländliche Entwicklung als Fördergeber geführt.
Das Vorkonzept wurde in der Stadtratssitzung präsentiert. 12 Wege sind im Gemeindebereich vorgesehen, die in verschiedenen Priorisierungsstufen verbessert werden sollen. Aktuell ging es nur darum, diese Priorisierung zu beurteilen. Mit den wichtigsten Projekten könnte wohl frühestens in fünf Jahren begonnen werden. Hintergrund der Maßnahme ist laut Bürgermeister Alfred Stier auch die Anpassung der Wege an die neuen Anforderungen der Landwirtschaft. "Die Maschinen werden immer breiter", zeigte Stier die Problematik auf.
Straßenbreiten bis neun Meter
Regionalmanager Markus Frank von der IKom stellte heraus, dass zum typischen ländlichen Kernwegenetz die Gemeindeverbindungsstraßen und öffentliche Feldwege gehören. "Das Kernwegekonzept ist allerdings keine Maßnahme zur Sanierung von kaputten Feldwegen", betonte Frank. Der Ausbaustandard sehe Fahrbahnbreiten von 3,5 Metern sowie beidseitige Bankette mit 0,75 Metern vor. Damit würden sich Gesamtbreiten zwischen acht und neun Meter ergeben. Im Gemeindegebiet sei bei Ortsrunden, so Frank, auch eine Dringlichkeit der Maßnahmen erarbeitet worden. In dem Konzept finden sich Routen von der Bärnauer Umgehung Richtung Ellenfeld, von Ellenfeld über Tännersreuth nach Schwarzenbach, von Hermannsreuth am Grenzkamm entlang Richtung Bärnau oder vom Göttlitzweg Richtung Moorweiher. Mit dem Konzept war das Gremium, bis auf Anna Schwamberger (Grüne) einverstanden.
Ein Projekt wäre schon ein Erfolg
"Einen Teil werden wird in der klassischen Oberbauverstärkung schneller hinbekommen", blickte Alfred Stier auf den Zeitplan - und die zu erwartenden vielen Anmeldungen durch die Kommunen. Wenn die Straße von der Umgehung Richtung Ellenfeld umgesetzt werden könnte, wäre das schon ein Erfolg, betonte Stier. Ein Problem sei, dass für die Verbreitungen das Einverständnis der Grundbesitzer notwendig sei. Auf den breiteren Straßen würden die Fahrzeuge schneller unterwegs sein, vermerkte Hubert Häring (CFWG).
Anna Schwamberger fürchtete von den Maßnahmen massive Eingriffe in die Natur. "Das ist eine Grundsatzfrage, ob ich das will oder nicht", verwies Anna Schwamberger auf die Ablehnung des Konzepts in Friedenfels. Dort gebe es aber auch kaum mehr Bauern, fügte Rudolf Schmid (CFWG) an. Die Sanierung des Wegenetzes wäre ein großer Vorteil für die Landwirtschaft. Nach der Runde durch die Stadt wird das Konzept erneut dem ALE vorgelegt.
Einstimmig war das Gremium für eine Vereinbarung zwischen der Stadt Bärnau und der Teilnehmergemeinschaft Thanhausen über die Kostenbeteiligung für den Abbruch des Gebäudes "Jungberg 2". Das Gebäude ist bereits abgebrochen, die aktuellen Kosten belaufen sich auf 28 613 Euro. Durch die TG sind 90 Prozent der Kosten abgedeckt.















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