15.11.2020 - 09:36 Uhr
BärnauOberpfalz

Deutlicher Aufschlag am Friedhof

Ordentlich aufgestockt hat die Stadt bei den neuen Friedhofsgebühren. Die Preise gelten rückwirkend ab Beginn dieses Jahres.

Die Kostenkalkulation für den Friedhof zwingt zur Korrektur der Gebühren, natürlich nach oben. Die Idee einer stufenweisen Erhöhung fand keine Unterstützung.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Mit der Anpassung der Gebühren auf dem Städtischen Friedhof müsste man den Auflagen für eine kostendeckende Kalkulation folgen, informierte Zweiter Bürgermeister Michael Schedl bei der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag im Pfarrheimsaal. Und mit der neuen Berechnung durch das Fachbüro hätten sich deutliche Korrekturen ergeben.

Weiterer Bericht von der Stadtratssitzung

Bärnau

Wenig begeistert war Gottfried Beer (SPD) von den zum Teil sehr deutlichen Anhebungen, zumal im Jahr 2017 das Defizit gerade mal 10 000 Euro betragen hätte. Bei den Anhebungen würde Beer deshalb gerne eine gewissen Spielraum nutzen. Weiter machte Beer auf den wenig attraktiven Zustand des Bärnauer Friedhofs aufmerksam. "Wenn wir da etwas getan hätten, wäre das wenigstens ein Grund für die drastische Anhebung", erklärte der Sozialdemokrat. Deshalb setzte sich Beer für die stufenweise Erhöhung ein, mit dem Bewusstsein, ins Defizit zu gehen. Wobei dieses Minus wohl eher durch die Abschreibung bedingt sei. Und natürlich bräuchte es dann dringend ein Gesamtkonzept für den Friedhof. Dann wäre auch eine weitere Anhebung gerechtfertigt. Für eine gestalterische Aufwertung sprach sich Anna Toman (Grüne) aus. Bei den neuen Gebühren wandte sich Michael Schedl gegen eine Erhöhung unter den berechneten Sätzen. Immerhin würden die Kosten ja tatsächlich anfallen. "Was wir nicht umlegen, muss die Allgemeinheit tragen", blickte der Zweite Bürgermeister auf die Kosten der Stadt. Weiter verwies Schedl auf viele "Leerplätze" auf dem Friedhof, zudem würde die Nachfrage nach Urnengräbern steigen. Gedanken über eine Gestaltung könnten durchaus angestellt werden, betonte Schedl, allerdings gehe es jetzt um die neue Satzung.

Der neuen Gebührensatzung stimmte die Stadtratsmehrheit zu. Gegen die neue Satzung waren Anna Toman, Gottfried Beer sowie Rudolf Schmid (CFWG).

Service:

Neue Friedhofsgebühren

Auszüge aus den neuen Friedhofsgebühren (in Klammern die seit 2016 geltenden Sätze):

  • Grabgebühr: Für ein Einzelgrab 318 (246) Euro, für ein Doppelgrab 636 (493) Euro und für ein Erdurnengrab (jeweils für 16 Jahre) 214 (165) Euro. Für die Verlängerung des Grabnutzungsrechts um jeweils 16 Jahre gilt der angeführte Beitrag. Die Gebühr für die jahrweise Verlängerung beträgt für ein Einzelgrab 19 (15) Euro, für ein Doppelgrab 39 (30) Euro und für ein Erdurnengrab 13 (10) Euro. Die Gebühr für den Erwerb eines Platzes für eine Gruft auf 30 Jahre beträgt je Jahr und Stelle 51 (39) Euro
  • Bestattungebühren:Die Gebühren für die Grabherstellung (Aushebung, Schließung des Grabes, Erdabfuhr) für ein Einzel- sowie ein Doppelgrab betragen jeweils 327 (281) Euro, für eine Kinderbeisetzung 189 (162) Euro, für eine Urnenbeisetzung im Einzel- oder Doppelgrab 163 (140) Euro, für die Urnenbeisetzung im Erdurnengrab 163 (140) Euro. Die Gebühr für die Benutzung des Leichenhauses beträgt bei Erdbestattung 216 (192,50) Euro und bei Urnenbestattung 83 (74) Euro.

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