13.11.2020 - 14:06 Uhr
BärnauOberpfalz

Mit Gehwegen und einem Baum

Der Weg zum Bärnauer Marktplatz ist wahrlich keine Prachtstraße. Das soll im nächsten Jahr anders werden, mit schönem Granitpflaster und mehr Platz für die Fußgänger.

Architekt Klaus Stiefler präsentierte bei der Stadtratssitzung den Entwurf für den Ausbau der Bischof-Senestrey-Straße. Die Fahrbahn würde gepflastert, nur im Anschluss an die Tachauer Straße (rechts) eine Asphaltdecke bekommen. Beidseitig sind Gehwege vorgesehen.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Während der aktuelle Ausbau der Ortsdurchfahrt jetzt auf der letzten Runde ist, blickt der Stadtrat schon auf die nächste Etappe in der Bischof-Senestrey-Straße. Dort wird die Gestaltung der Flächen noch eine Spur hochwertiger. Architekt Klaus Stiefler konnte bei der Stadtratssitzung im Pfarrheimsaal erste Pläne von dem Bauvorhaben präsentieren.

Dem Gremium gefielen die Ideen, doch sollen auch die Anlieger mitreden dürfen. Nachdem Corona derzeit keine Anliegerbesprechung zulässt, will die Stadt die Entwürfe an alle Betroffenen zuschicken. Die Anlieger könnten dann in den kommenden Wochen ihre Bedenken und Anregungen an die Stadt senden. Bei der Sitzung stellte Stiefler zunächst die aktuelle Ansicht der Zufahrt zum Marktplatz dar und zeigte hier bereits an der Einmündung die Anlage von Fahrbahn und Gehwegen auf. Die Ausführung soll nach Osten hin bis zur Einmündung in die Tachauer Straße fortgesetzt werden. Auf beiden Seiten zeigt der Entwurf kleine Pflasterzeilen direkt an den Häusern sowie beidseitig Gehwege (mindestens 1,5 Meter breit, Belag wie in der Bahnhofstraße) mit Granitpflaster auf. Die höhengleiche Straße würde mit Pflastersteinen ausgeführt. Durch die unterschiedlichen Abstände der Häuserzeilen würde auch die Straße keine einheitliche Breite aufweisen.

Kleine Platzsituation

Bei der Begrünung konnte Stiefler durch das geringe Platzangebot kaum Ansätze aufzeigen. Geplant sei lediglich ein Baum an der Einmündung der Pfarrgasse. Mit der Einmündung der Bachgasse gegenüber könnte so eine kleine Platzsituation entstehen. Im weiteren Straßenverlauf plant der Architekt einen Belagswechsel an der Stelle der früheren Stadtmauer. Bei der Gestaltung des Umfeldes empfahl Stiefler private Maßnahmen, wie etwa Fassadenbegrünungen zu unterstützen. Mit dem Umbau sollte neben der Gestaltung vor allem die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Bericht von der Stadtratssitzung im Oktober

Bärnau

Private Maßnahmen fördern

Michael Schedl, der als Zweiter Bürgermeister die Sitzung leitete, betrachtete die Planung als "gute Basis" und wollte auch die Anregung aufgreifen, die privaten Maßnahmen zu fördern. Stiefler vermerkte dazu, dass den Hausbesitzern auch die steuerlichen Aspekte aufgezeigt werden sollten. "Es wäre eine schön Zugangssitutation", beurteilte Schedl die Pläne. Anna Toman (Grüne) stellte die Notwendigkeit eines Konzeptes für die gesamte Altstadt heraus. Dabei sollte vor allem der Aufenthaltsqualität mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bei dem Straßenausbau sah Toman hier nicht die ideale Lösung. Durch das "Städtebauliche Entwicklungskonzept" könnte die Planung für die Altstadt vorangebracht werden, erläuterte Stiefler. Gottfried Beer (SPD) sah in der Planung "gute Chancen, dass die Eingangssituation zum Marktplatz aufgewertet wird". Hubert Häring (Christliche Freie Wählergemeinschaft) erteilte vorausschauend der Idee eine Absage, dass der Marktplatz eine autofreie Zone werden würde. Im ländlichen Raum komme dies nicht infrage. Anna Toman fragte noch über eine Einbahnstraßen-Regelung nach. Klaus Stiefler hatte seine Bedenken, nachdem damit der Verkehr nur umständlicher würde. Zudem gebe es in Bärnau ein überschaubares Verkehrsaufkommen.

Einstimmig für Entwurf

Einstimmig billigte der Stadtrat den vorliegenden Entwurf für die Neugestaltung der Bischof-Senestrey-Straße. Bereits vorab hatte das Gremium den Jahresantrag für die Städtebauförderung abgesegnet. Dort werden für den Ausbau für 2021 Gelder beantragt. Die förderfähigen Kosten werden mit 575 000 Euro aufgeführt. Der Ausbau der Silberstraße soll dann 2022 folgen.

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