13.10.2020 - 13:48 Uhr
BärnauOberpfalz

Eine Frage der Sicherheit

Die Baumfällaktion am Urtlweg in Hohenthan spaltet den Stadtrat. Bevor die Säge zum Einsatz kommt, will das Gremium noch einmal beraten.

Mehrere Bäume am Urtlweg in Hohenthan sind nicht mehr in bestem Zustand. Wie viele Bäume entfernt werden sollen, konnte bei einem ersten Termin nicht geklärt werden. Jetzt soll der Stadtrat in eine seiner nächsten Sitzungen entscheiden.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

In der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag ging Alfred Stier in seinem Bericht noch einmal auf das geplante Vorhaben in Hohenthan ein. Dort war überlegt worden, schadhafte Bäume am Rand des Urtlweges zu entfernen. Bei einem Ortstermin des Bauausschusses hatte man insgesamt 19 Bäume als unsicher markiert. In dem Gremium sei man dann überein gekommen, aber nur rund die Hälfte zu entfernen, berichtete Stier. Aus fachlicher Sicht hätte dann aber Förster Stefan Gradl ein Veto eingelegt. Gerade durch die Herausnahme nur einiger Bäume würde an dem Wegrand eine lückenhafte Situation entstehen, die dazu führe, dass die restlichen Bäume stärker gefährdet seien. Und gerade mit Blick auf die Sicherheit der Anwohner wollte Stier eine Entscheidung nicht lange aufschieben.

Für Gottfried Beer (SPD) war die Entscheidung nicht schwer. „Wir sollten nur herausnehmen, was schadhaft ist“, appellierte Beer. Und laut Fachmann wären das nur zwei Bäume. Michael Wegener (SPD) erinnerte ebenfalls an das Urteil des Försters, dass nicht alle Bäume schadhaft seien. Allerdings sei auch klar, dass mit der Schaffung von Lücken weitere Bäume umfallen könnten. Hubert Häring (Wählergemeinschaft Umwelt) wusste um die Verkehrssicherungspflicht der Stadt. Allerdings wären eben nur zwei Bäume als Gefahr einzustufen. „Wir brauchen keine gesunden Bäume wegmachen“, forderte auch Häring.

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Bürgermeister Alfred Stier formulierte es da schon etwas dramatischer: „Ich möchte nicht die Verantwortung übernehmen, wenn es zu einem Personenschaden kommt!“ Stier plädierte deshalb dafür, alle markierten Bäume zu entfernen und eine Neuanpflanzung vorzunehmen. „Vor Ort gibt es dazu auch keinen Widerspruch“, verdeutlichte Stier die Meinung der Anlieger. Marco Donhauser (Junge Wählergemeinschaft) verwies zudem auf den porösen Untergrund und plädierte für die Neuanpflanzung. Donhauser bezeichnete dies eher als „Naturverjüngung“.Das Thema soll bei einer der nächsten Sitzung erneut auf die Tagesordnung des Stadtrates. Dazu soll auch Stadtförster Stefan Gradl eingeladen werden.

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