07.10.2020 - 14:05 Uhr
BärnauOberpfalz

Freier Einblick in den Friedhof

Bei der Philipp-Mühlmayer-Straße brauchen die Bärnauer noch etwas Geduld. Erst Ende Oktober soll die Sanierung beendet werden. Die neue Friedhofsmauer ist dann aber noch nicht fertig.

Die alte Friedhofsmauer in Bärnau wurde entfernt. Auf den Fundamenten wird eine Bruchsteinmauer errichtet. Das genaue Aussehen wird auch das Denkmalamt mit bestimmen: Die Stadt plant, die Arbeiten über den Winter durchführen zu lassen.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Die Erneuerung des rund 320 Meter langen Teilstücks der Ortsdurchfahrt hinkt etwas dem Zeitplan hinterher. Eine optimistische Schätzung hatte die Fertigstellung des Straßenstücks schon zum Ende vergangenen Monats erwartet, doch daraus wurde nichts. Auf Nachfrage bei der Stadt wurde bestätigt, dass jetzt Ende Oktober anvisiert wird. Erkennbar ist jetzt schon die Umgestaltung der Fahrbahn und Straßenränder, die von der Ausführung her der Bahnhofstraße gleichen werden. Damit werden auch hier die Flächen für die Fußgänger an beiden Seiten Raum gewinnen. Bis dahin allerdings ist der Weg über die Baustelle eher zu meiden. Schotter und kaum vorhandene Beleuchtung würden hier für Gefahrenpunkte sorgen, bemängeln manche Bärnauer.

In den Plänen für den Straßenumbau hat sich ursprünglich auch eine Verengung im Bereich des Zugangs zum Friedhof gefunden. Auf die wird jetzt verzichtet. Dafür hat die Stadt das alte „Klettnerhaus“ an der Philipp-Mühlmayer-Straße erwerben können. Das Gebäude wurde abgerissen und soll jetzt Raum für eine „Quartiersgarage“ bieten. Laut Auskunft der Stadt werden auf dem Areal elf öffentliche Parkplätze in einer Art Carport entstehen. Um den Eindruck einer geschlossenen Bebauung zu erhalten wird zur Straße hin eine Gebäudefront erstellt. Vorgesehen ist eine verputzte Fassade mit Satteldach zur Straße hin

Im Mai hatte der Stadtrat schon der "Quartiersgarage" zugestimmt

Bärnau

Verschwunden ist auch die alte Mauer zum Friedhof hin. Gegen den Abbruch des alten Mauerwerks hatte auch die Denkmalschutzbehörde nichts einzuwenden. Bereits im Mai hatte der Stadtrat dem Abbruch der Mauer zugestimmt. Der Neubau wird in Form einer Bruchsteinmauer erfolgen. Im Zuge der Beseitigung der alten Mauer sind auch die verschiedenen Steinkreuze gesichert worden. Wie es mit Mauer und auch den Kreuzen weitergehen wird, liegt vor allem am Denkmalschutz. Auf Nachfrage bestätigt Bürgermeister Alfred Stier, dass die Kreuze geborgen wurden und auch sicher aufbewahrt sind. Im Zuge der Bauarbeiten sei bereits das Fundament für die neue Friedhofsmauer erstellt worden. Bei den weiteren Schritte werde aber das Denkmalamt den Takt vorgeben. Nach den Vorstellungen der Stadt soll über den Winter die Neuanlage ausgeschrieben werden. Doch könne dies nicht jede Firma vornehmen, weiß Bürgermeister Stier. Bei der Auswahl und auch der Gestaltung der Mauer werden die Mitarbeiter des Denkmalamtes die Entscheidungen treffen. Einzig bei der Kostenfrage sei Bärnau allein zuständig, so Stier.

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