06.12.2019 - 14:19 Uhr
BärnauOberpfalz

Heimatunternehmer strecken Fühler nach Regiothek aus

Das Start-up-Unternehmen "Regiothek" spielt in den Überlegungen der Heimat-Unternehmer eine Rolle. Dabei geht es um ehrliches Essen.

Vom „Land auf die Hand“, eine nachhaltige regionale Lebensmittelerzeugung stand im Mittelpunkt eines Informationstreffen des Netzwerks Heimatunternehmen. Im Bild von links Alexander Treml (Regiothek), Alfred Wolf (Heimatunternehmen TIR), Josef Schmidt (Bioland), Cornelia Müller (Studio Tannenhausen), Lisa Hertel (Projektmanagerin Öko-Modellregion ILE Ikom Stiftland), Julian Mühlmeier (Heimatunternehmen TIR), Andreas Gmeiner (Sustainable Foodscapes), Ida Petioka (Heimatunternehmen TIR)
von Autor AWOProfil

Einen neuen Ansatz zur Vermarktung regionaler Produkte haben die Heimatunternehmer im Blick. Alexander Treml, Gründer des Passauer Start-up-Unternehmens Regiothek, informierte sie über sein Projekt, mit dem er in der Nordoberpfalz Fuß fassen möchte. Er profitiert dabei davon, dass Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle in der Gesellschaft spielt. Bei Lebensmitteln sind Begriffe wie "Bio", "Saisonal", "Fairtrade" oder "Regional" immer öfter der entscheidende Faktor.

Hier möchten die Heimatunternehmer ansetzen. Treml ist derzeit dabei, ein digitales Netzwerk für gutes Essen im deutschsprachigen Raum aufzubauen. "Immer mehr Produzenten schließen sich an", berichtete er. In des Projekt fließen Tremls Erfahrungen ein, die er bei Studentenjobs in einer Bio-Bäckerei und auf einem Wochenmarkt gesammelt hat. Die Regiothek habe etliche Preise abgeräumt, darunter den Award "Innovation in Politics" in der Kategorie "Ökologie" und den Gründerpreis "Digitale Innovationen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Die Plattform ermögliche, besondere Produkte zu entdecken und ihre Herkunft nachzuvollziehen. Kleine Betriebe aus dem Lebensmittelsektor können ihre Lieferbeziehungen offenlegen. So entstehe Schritt für Schritt ein umfassendes Informationsnetzwerk für Genießer, Hobbyköche, professionelle Köche und andere Konsumenten. Transparenz, Nachhaltigkeit und vor allem Regionalität seien wichtige Kriterien. Fernziel ist nach Tremls Angaben, die Regiothek, für die es auch eine Genießerfibel gibt, als zentrale Internet-Plattform für regionale Lebensmittel im gesamten deutschsprachigen Raum zu etablieren.

In der Nordoberpfalz hat das Start-up-Unternehmen mit Andreas Gmeiner aus Weiden einen Mitstreiter gefunden. Der aus Griesbach stammende Agrarökologe ist im Bereich der Förderung einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion aktiv und will in der Region dazu beitragen, ein Netzwerk an Erzeugern aufzubauen. Gmeiner, der in der Region schon zwei Solidarische Landwirtschaften mit initiiert hat, will die Produzenten näher an den Endverbraucher bringen, um das Bewusstsein für ehrliches Essen und Herkunft zu schärfen, um die Rentabilität regionaler und nachhaltiger Landwirtschaft durch direktere Vertriebswege zu erhöhen.

In den kommenden Wochen sollen weitere Treffen stattfinden, um auszuloten, wie sich die Idee in der Region entwickeln könnte.

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