06.08.2019 - 15:16 Uhr
BärnauOberpfalz

"Himmelstreppe" lockt Hardrocker

Hardrock, Lyrics, wummernde Drums und jede Menge Erinnerungen gab es am Samstagabend auf der Freilichtbühne. "Zepp-In" ließ die legendäre Kultband "Led Zeppelin" wieder aufleben.

Keine großartige Show wie ihre Idole, dafür umso besseren Hardrock lieferte "Led Zepp-In". für ihre Fans.
von Ulla Britta BaumerProfil
Sänger Martin Hammerl von der Band "Led Zepp-In" hat eine nahezu authentische Stimme. Er kann den legendären Led-Zeppelin-Sänger Robert Plant in fast allen Stimmlagen grandios covern.

"Stairway to Heaven": Diesen Song kennen selbst jene Musikfans, die überhaupt nichts mit Rock und schon gar nichts mit Hardrock auf den Hut haben. Der Kultsong von Led Zeppelin lässt heute noch Gänsehautfeeling auf der Haut zu. Für die Hardrocker ist der Hit der ersten Hardrockband der Welt ein Muss. Wobei "Stairway to Heaven" grundsätzlich gar kein Hardrock ist.

Led Zeppelin hatte auch Lyrics, Blues und Folk im Repertoire, was selbst viele Oldies nicht wissen. Überzeugen konnten sich von der Vielseitigkeit der Engländer, die für ihre Musik von der Englischen Queen Elisabeth und vom ehemaligen US-Präsident Barack Obama geadelt worden sind, am Samstagabend zahlreiche Fans beim Konzert der Coverband "Led Zepp-In". Auf der Freilichtbühne des Klostergartens waren die vier Jungs aus der Region ganz im Sinne der wohl weltbesten Hardrocker von einst völlig in ihrem Element. Immerhin der gesamte Mittelblock war besetzt, als Bassist Horst Zirngibl, Schlagzeuger Stefan Brunner, Gitarrist Jürgen Bauer und Sänger Martin Hammerl die Magie von Led Zeppelin mit einem regelrechten "Rockfeuer" aufleben ließen. Nicht nur Altrocker jubelten begeistert zu. Im Publikum befanden sich auch junge Leute, die sich von der Musikszene ihrer Eltern mitreißen ließen.

Eindrucksvolle Stimme

Den Hauptact dazu lieferte Sänger Martin Hammerl mit seiner nahezu authentischen Stimme. Nach einem kurzen Warm-up steigerte sich Hammerl ab dem vierten Song in Frequenzbereiche, die an die Stimme des legendären Led-Zeppelin-Sängers Robert Plan heranreichen. Mag Robert Plant mit seiner langen, blonden Mähne und dem meist nacktem Oberkörper der Inbegriff von Freiheit und Laster der 70er Jahre gewesen sein, zeigte Coverbandsänger Martin Hammerl über 30 Jahre später ebenso intensiv jene Leidenschaft beim Singen, die den Legenden der Rockmusik ein Überleben bis in heutige Tage beschert hat.

Und nein, es war nicht zu laut im Klostergarten, als Drummer Stefan Brunner sein Solo dem 1980 verstorbenen Schlagzeuger John Bonham widmete. "Led Zepp-In" sind keine Unbekannten im Landkreis. Ihr Debüt in Bärnau hatten die Rocker vor zwei Jahren, vorher war die Band Stammgast bei "Pauli" in Waldsassen. Mit Klassikern wie "Immigrant Song", "Kashmir", "Ramble On", "Tangerine" oder dem Song für Schottland "The Battle of Evermore" gab es kaum eine Lücke im Zeppelin-Hitrepertoire. Auch einprägsame Gitarrenriffs aus Album II, darunter Songs wie "Heartbreaker" und dem zweiten Welterfolg "Whole Lotta Love" fehlten nicht.

Zwei Zugaben

Etliche Paare oder Einzeltänzer wagten sich bei Einbruch der Dämmerung vor zur Bühne, wo Sänger Martin Hammerl einmal mehr seine Stimme und gleichzeitig seine Mundharmonika bearbeitete. Endlich, endlich kam, was alle herbeigesehnt hatten: "Stairway to Heaven". Beinahe war man versucht, jene legendäre Himmelsleiter aufzustellen, um damit zumindest den aufgehenden Mond über der Freilichtbühne zu erobern. Ohne zwei Zugaben kamen die Jungs von "Led Zepp-In" in dieser Hardrocknacht nicht weg.

Immerhin war das Mittelfeld der Freilichtbühne gut besetzt mit Hadrockfans, die auch äußerlich keinen Hehl daraus machten, dass sie dem Kult von Led Zeppelin noch immer frönen.
Viele Hardrock-Fans waren an die Freilichtbühne gekommen.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.