10.02.2020 - 16:06 Uhr
BärnauOberpfalz

Ikom-Zuschuss für Kleinprojekte im Stiftland

Die Teichwirtschaft, die Klosterlandschaft Waldsassen oder der Zoigl. Alles sind Alleinstellungsmerkmale des Stiftlands. Wer ein Kleinprojekt passend zu diesen Themen vorhat, hat bei der Ikom Stiftland nun Aussicht auf eine Finanzspritze.

Bürgermeister Alfred Stier, Regionalmanager der Ikom Stiftland Markus Frank, ALE-Behördenleiter Thomas Gollwitzer, Assistentin Stefanie Bäuml, Ikom-Verbandsvorsitzender Roland Grillmeier und Ikom-Geschäftsführer Wolfgang Kaiser (von links) bei der Überreichung des Förderbescheids.
von Susanne Forster Kontakt Profil

"Die Euphorie passt. Ihr seid die Ersten, die diesen Förderbescheid bekommen", sagte der Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung, Thomas Gollwitzer. Er überreichte am Donnerstag in der Ikom-Geschäftsstelle in Bärnau den Bescheid zum Regionalbudget im Wert von 100 000 Euro. Ikom-Stiftland-Verbandsvorsitzender Roland Grillmeier hatte deshalb Grund zur Freude. "Als interkommunaler Verbund können wir jetzt unkompliziert für Projekte, die der Entwicklung unserer Region dienen, Zuschüsse erhalten", meinte er. Die Rede ist von der neuen Fördermöglichkeit für Kleinprojekte im Stiftland, für die im Jahr 2020 ein Regionalbudget zur Verfügung steht.

"Wir wollen Vereinen unter die Arme greifen, ihnen helfen, relativ einfach Gelder zu organisieren", so Grillmeier. "Im Stiftland gibt es viele junge Leute, die Ideen anpacken und umsetzen." Gollwitzer sprach von einem "neuartigen Förderinstrument", das "losgelöst von der Behörde" sei. "An dynamischen, tatkräftigen Damen und Herren mangelt es hier nicht", lobte er. Die Ikom Stiftland sei die erste Stelle oberpfalzweit, die den Förderbescheid bekommen habe. "Heute gehen noch drei weitere raus", verriet Gollwitzer. "Von insgesamt 16 Verbünden der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) haben sechs den Antrag auf diese Förderung gestellt. Ich rechne noch mit zwei, drei weiteren", sagte er. Die Ikom Stiftland sei bei den ersten Antragstellern dabei gewesen, freute sich Gollwitzer. Das sei auch das Verdienst von Ikom-Geschäftsführer Wolfgang Kaiser und Geschäftsleitungs-Assistentin Stefanie Bäuml, lobte er.

Vereine können profitieren

Verbandsvorsitzender Grillmeier blickte an dem feierlichen Anlass auch zurück auf die Zusammenarbeit der Ikom in den vergangenen fünf Jahren. "Es war nicht immer einfach, doch jetzt sind wir eine Gemeinschaft", sagte er. Lob hatte er auch für Markus Frank und Stefanie Bäuml. "Wir haben einen guten Weg gefunden", so Grillmeier. Auch Bürgermeister Alfred Stier freute sich über den Bescheid. Es lobte die gute Arbeit des Ikom-Teams und meinte: "Der Start ist geglückt." Durch das Regionalbudget sei es Vereinen und Verbänden, aber auch Privatpersonen möglich, einen Zuschuss für kleinere Projekte mit Kosten in Höhe von maximal 20 000 Euro zu erhalten, sagte Markus Frank. Als Projekte denkbar seien etwa Beleuchtungsanlagen an Sportplätzen, die Organisation von Veranstaltungen, der Bau von Treff- oder Aussichtspunkten oder das Erstellen von Broschüren oder Websites, etwa für Vereine oder zur Zoiglkultur. Frank erläuterte, dass auch Vorhaben wie etwa das Restaurieren von Marterln, das Modernisieren von Wanderparkplätzen und die Beschilderung von Wanderwegen förderfähig seien. Die einzelnen Projekte selbst könnten mit einem Zuschuss von bis zu 80 Prozent unterstützt werden, der Rest müsse in Eigenleistung erbracht werden.

ALE-Behördenleiter Thomas Gollwitzer (links) und Verbandsvorsitzender der Ikom Stiftland Roland Grillmeier beim Termin in Bärnau.

Förderaufruf online starten

Markus Frank erklärte auch, wer in dem Entscheidungsgremium sitzen wird. Es werde sich sowohl aus "Personen weiterer Interessengruppen" und Behördenvertretern zusammensetzen. Zur weiteren Interessengruppe sollen Johanna Härtl vom Kultur- und Begegnungszentrum der Abtei Waldsassen, Alfred Wolf als Vorsitzender vom Verein "Via Carolina" und der ehemalige Landrat von Tirschenreuth, Karl Haberkorn, zählen. Von behördlicher Seite sollen Plößbergs Bürgermeister Lothar Müller und von der Ikom Stiftland Markus Frank im Gremium sitzen.

Ikom-Geschäftsführer Wolfgang Kaiser erläuterte, was zu tun ist, um einen Förderantrag zu stellen. Auf der Homepage der Ikom könne der Förderaufruf gestartet werden. Die Projekte werden dann anhand eines Punktesystems priorisiert, "um sie qualitativ zu unterscheiden", so Kaiser. Danach werde daraus eine Prioritätenliste erstellt. Ein Entscheidungsgremium wähle schließlich die Projekte aus.

Hintergrund:

Zuschuss für Kleinprojekte

Das Regionalbudget in Höhe von 100 000 Euro stammt zu 90 Prozent vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz, 10 Prozent davon sind Eigenanteil der insgesamt zehn Stiftland-Kommunen (Bärnau, Bad Neualbenreuth, Konnersreuth, Leonberg, Mähring, Mitterteich, Pechbrunn, Plößberg, Tirschenreuth, Waldsassen).

Bezuschusst werden können Kleinprojekte. Sie müssen "dem Zweck dienen, die ländlichen Räume als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturräume zu sichern, der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts nützen und im Gebiet der Ikom Stiftland liegen", erklärt Regionalmanager Markus Frank.

Auch sollen die Projekte "Beiträge zu den Handlungsfeldern des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts" und einen "Beitrag zur regionalen Wertschöpfung" leisten sowie eine "Bedeutung für das Gebiet und einen Bezug zu Alleinstellungsmerkmalen der Ikom Stiftland" haben.

Laut Frank können Förderanfragen für Kleinprojekte ab sofort bei der Ikom Stiftland eingereicht werden.

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