28.06.2020 - 12:23 Uhr
BärnauOberpfalz

Kompetenzzentrum der Universität Bamberg am Königshof in Bärnau

Im Rahmen eines Intensivseminars konnten sich Professor Stefan Breitling und die Studenten des Kompetenzzentrums Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien der Universität Bamberg vom geballtem Fach- und Handwerkerwissen an der Baustelle des Königshofs Karl IV. in Bärnau überzeugen.
von Autor AWOProfil

Es war in Coronazeiten eine Premiere. Erstmals nach dem Lockdown konnte das Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien der Otto-Friedrich-Universität Bamberg mit 18 Studenten nach Bärnau reisen. Dabei war der Besuch in der Knopfstadt Teil eines einwöchigen Intensivseminars, das sich mit der theoretischen Auseinandersetzung mit mittelalterlichen Großbauten, der Besichtigung von Baudenkmälern und der Veranschaulichung bezüglich Material und Technik auf der archäologischen Baustelle des Königshofes an der Goldenen Straße beschäftigte.

Das KDWT, das Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien, hat als Lehrinhalte die Denkmalpflege, die Bauforschung, den Bauerhalt, die Restaurierungswissenschaften und auch digitale Denkmaltechnologien auf dem Programm. Gemeinsam mit Professor Stefan Breitling (Professor für Bauforschung und Baugeschichte) und Anna Nöbauer M.A. (Projekt Nürnberger Großkirchen) war es für alle Teilnehmer, die bislang immer nur die fertigen oder originalen Bauwerke untersuchen konnten, etwas Besonderes, am Königshof in Bärnau erstmals die Entstehung eines historischen Großbaus praktisch nachzuvollziehen. Dabei im Großen die Komplexität einer mittelalterlichen Großbaustelle zu erleben und im Detail den Umgang mit Baumaterialien, die Zusammensetzung des Mörtels, die Mauertechniken, das Zusammenspiel verschiedener Handwerkszweige.

Der wissenschaftliche Leiter in Bärnau, Stefan Wolters, konnte gemeinsam mit dem Handwerkerteam mit Armin Troppmann an der Spitze Lehrkräfte und Studenten von der Authentizität der Baustelle, der Genauigkeit der Umsetzung von Forschungsergebnissen, der Effizienz der alten Handwerke begeistern. Vor allem die neuesten Erkenntnisse der praktisch erprobten Mörtelmischungen sorgten für großes Interesse.

Ein abschließender Besuch in der ArchaeoWerkstatt verdeutlichte das Potential des Wissenschaftsstandortes Bärnau für die praktische Denkmalpflege und Restaurierungswissenschaften. Schon in dieser Woche schließen sich Gespräche von Stefan Wolters und Stefan Breitling am KDWT an der Uni Bamberg an, um die zeitnahe Zusammenarbeit nach dem Coronalockdown zu konkretisieren.

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