10.05.2019 - 15:12 Uhr
BärnauOberpfalz

Ein letzter Anlauf

Die Lage im Waldfreibad Altglashütte spitzt sich zu. Sollte demnächst kein Fachangestellter für Bäderbetriebe gefunden werden, muss der Betrieb für die Öffentlichkeit eingestellt werden. Das macht ein Schreiben des Förderkreises deutlich.

Der Förderkreis Freibad Altglashütte hat alles Notwendige für den Saisonstart unternommen. Doch ohne eine Fachkraft muss das Bad geschlossen bleiben. Jetzt soll eine weitere Stellenausschreibung gestartet werden,.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Zwei Versuche, einen Nachfolger für Siegfried Walter zu finden, waren bislang erfolglos. Am Donnerstag musste Bürgermeister Alfred Stier dem Stadtrat nun ein aktuelles Schreiben des Förderkreises Freibad Altglashütte vorlesen, das bittere Konsequenzen aufzeigt. Zwar hätte der Förderkreis das Bad für den Betrieb vorbereitet, doch ohne einen Fachangestellten könnte die Aufsicht nicht sichergestellt werden. "Da die Mitglieder der Wasserwacht Hohenthan auch nicht an den Wochenenden die Öffnungszeiten durchgehend mit der Wasseraufsicht am Beckenrand sicherstellen können, ist durch den ehemaligen Schwimmmeister Siegfried Walter die Übernahme der gesamten Betriebsaufsicht nicht möglich", steht in dem Schreiben. Walter hätte aber versprochen, den technischen Dienst bis zur Einstellung der Fachkraft weiterzuführen. Aus den genannten Gründen könnte auch nicht am Ferienprogramm teilgenommen werden, bedauert Förderkreis-Vorsitzender Engelbert Träger als Unterzeichner des Schreibens.

Die Zukunft des Freibad war auch Thema bei der Jahresversammlung des Förderkreises

Altglashütte bei Bärnau

Als nächsten Schritt hat der Förderkreis eine weitere Ausschreibung der Vollzeitstelle angeregt. Die sollte aber dann auf Kosten der Stadt, die Besitzer der Anlage ist, erfolgen. Im Stadtrat fand sich dazu die breite Unterstützung. Auch wenn Bürgermeister Stier sich von einer erneuten Ausschreibung wenig versprach. Mögliche Interessenten hätten jetzt bereits eine Anstellung gefunden. "Wir haben eine unbefristete Stelle ausgeschrieben", erläuterte Stier dem Gremium. Roland Heldwein (CSU) machte sich für eine weitere Suche nach einer Fachkraft stark. Dabei sollten alle Kanäle, etwa das Internet, genutzt werden. Bei den Ausgaben war für Heldwein klar: "So billig kann keine Stadt ein Freibad haben!" Und Christoph Weigl (CSU) verdeutlichte, dass eine Einstellung nicht am Geld scheitern würde. "Das Finanzielle ist nicht das Problem", machte Weigl auf den Mangel an Fachpersonal aufmerksam. Hubert Häring dachte am Donnerstag schon über den nächsten Schritt hinaus, machte sich Gedanken über Vereinsvermögen, und den Stadtzuschuss. Engelbert Träger verbesserte den Stadtrat der Christlichen Freien Wählergemeinschaft, dass die Stadt nicht Mittel bereitstelle, sondern ein Defizit bis zu 30 000 Euro übernehmen würde.

Bei der Suche nach geeignetem Personal wollte Stier nicht allein den Blick aufs Freibad richten. Auch beim Bauhof "wird es spannend", appellierte Stier, sich rechtzeitig um Nachfolger zu bemühen.

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