Für die Sanierung des "alten Schlosses" konnte Architekt Florian Schabner bei der Stadtratssitzung am Donnerstag schon einen recht ausgereiften Planungsentwurf vorlegen. Dabei hält das Konzept bei der Außenansicht an dem bestehenden Erscheinungsbild fest. Auch die Struktur im Inneren orientiert sich an der Grundsubstanz. Viel Spielraum bleibt dem Planer dabei nicht, zumal geprüft werde, ob das "alte Schloss" als Einzeldenkmal eingestuft wird und dann besondere Rücksicht benötigt.
Im Falle eines Einzeldenkmals würde sich etwa die "Barrierefreiheit" nicht einfach gestalten, wusste Schabner. Sein Entwurf sieht deshalb hinter dem Schloss einen Außenaufzug in den ersten Stock vor. In dem Konzept findet im Erdgeschoss des Gebäudes die Bücherei eine neue Heimat und bildet eine weitgehend abgeschlossene Einheit. Dadurch würden ein neuer Eingang im Anbau und natürlich ein Treppenhaus in den ersten Stock notwendig, so Schabner. Über den Seiteneingang sei dann auch der Aufzug erreichbar.
Im oberen Stockwerk sieht der Entwurf Räume für die Nachbarschaftshilfe sowie für die Gruppen vor. Viel Raum würde auch der offene Dachboden bieten. Über eine konkrete Nutzung hatte der Architekt aber noch nicht spekuliert. "Da ist alles noch im Fluss", vermerkte Schabner. Bei der Bestandsaufnahme hatte der Fachmann allerdings massive Feuchtigkeitsschäden im Keller festgestellt.
Bis zu 39 Parkplätze
In dem ersten „Gedankenspiel“ hat sich Schabner auch mit der Parkplatzsituation am „Alten Schloss“ beschäftigt. Vor und neben dem Gebäude könnten 39 Parkplätze entstehen, dazu müssten allerdings das abfallende Gelände etwas aufgefüllt und eine Stützmauer nach Süden hin gebaut werden. Zum Nachbarn würde diese Mauer aber sehr hoch werden. Eine Alternative sieht einen Teil der Stellflächen vor dem Schloss vor. Dem Gelände folgend würden sich weitere Parkplatz dann auf dem tiefer liegenden Bereich finden. Dazu bräuchte es eine Stützmauer nahe dem Schloss und eine Zufahrt zu dem unteren Teil. Damit würde die Zahl der Parkplätze auf 29 zurückgehen.
Bei der Sitzung verdeutlichte Stier, dass für die Generalsanierung mit einer maximalen Städtebauförderung gerechnet werde. Die Maßnahme sollte auch vorangetrieben werden, da die „Ikom“ dringend weitere Räume für ihre Geschäftsstelle benötige. Und hier würde sich der derzeitige Platz der Bücherei anbieten. Die Anregung von Hubert Häring (Christliche Freie Wählergemeinschaft), die Nachbarschaftshilfe am Ärztezentrum unterzubringen, hielt Stier für kaum machbar, weil der vorhandene Platz für die Praxisräume benötigt werde.
Neuer Platz für "BäKs"
Als nicht ideal wurde bei den Überlegungen die weitere Unterbringung des Jugendtreffs "Bäks" im sanierten Schloss betrachtet. Der Bürgermeister war überzeugt, dass für das Jugendzentrum im Ort eine bessere Unterbringung gefunden werden kann. Die Vorstellung des Sanierungskonzeptes diente am Donnerstag nur der aktuellen Information des Stadtrats. Zudem wollte die Stadt verdeutlichen, dass Gruppen und Vereine weiter einen Platz im "Alten Schloss" finden.













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