Dabei ist es bei rund 130 Kilometern Gemeindestraße und vielen Jahren ohne größere Maßnahmen nicht einfach, die richtige Wahl zu treffen. "Immerhin habe ich in meiner Amtszeit schon 30 Kilometer sanieren lassen", stellte Bürgermeister Alfred Stier bei der Stadtratssitzung am Donnerstag heraus. Christian Gleißner vom Bauamt hatte als Vorlage ganz modern Videofilme von verschiedenen Abschnitten gedreht, damit sich die Stadträte ohne Besichtigungstour ein Bild machen konnten. Abschnitte des Kellerwegs, Straßenabschnitte bei Heimhof, Grün oder Thanhausen waren dabei, die massive Schäden aufweisen. Das Gremium kam überein, bei der Prioritätenlisten den Kellerweg ganz vornean zu stellen. Dabei sind es Bereiche ab der Umgehung bis hoch zur Tachauer Straße, zu beiden Seiten des "Pflanzflecks". An den weiteren Positionen stehen Straßenstücke beim Heimhof (Richtung Iglersreuth oder Brechl), Grün (parallel zur Ortsdurchfahrt) und Thanhausen (Richtung Bühlhaus).
Vollausbau möglich
Einen Film hatte Christian Gleißner (CSU) auch vom Straßenstück Ödwaldhausen in Richtung Fürstenhof (Schwarzenbach). Hier verwies Zweiter Bürgermeister Michael Schedl auf eine andere Zuschussmöglichkeit (Gehöfterschließung), die einen Vollausbau der Straße fördern würde. Das Gremium kam überein, dass diese Möglichkeit zunächst verfolgt werden sollte. Gottfried Beer (SPD) machte sich für die Verbindung von Ellenfeld nach Bärnau stark. Alfred Stier verwies bei dieser Straße ebenfalls auf eine andere Fördermöglichkeit: die Sanierung des Kernwegenetzes über die IKom. Hier würde aktuell ein Büro die Straßen im Gemeindegebiet untersuchen. Das Gremium kam überein, bei den Maßnahmen anhand der Liste vorzugehen. Wie weit man kommt, werden die Kosten aufzeigen.
Hubmann verlässt Fraktion
Im Bericht des Bürgermeisters konnte Alfred Stier auch ein Schreiben von SPD-Stadtrat Josef Hubmann bekanntgeben. Hubmann scheidet aus der SPD-Fraktion im Stadtrat aus und wird künftig als fraktionsloses Mitglied dem Gremium angehören.
Plan für Windkraft
Weiter teilte Stier die nächsten Schritte bei der Windkraftplanung mit. So wurden die zuständigen Stellen in Tschechien sowie der Bauminister des Freistaats um Stellungnahmen gebeten. In der nächsten Sitzung soll laut Stier der Stadtrat über die Aufstellung eines Planes für die Windkraftnutzung entscheiden.
Problemlinde bleibt
Beim Schloss Thanhausen hätte die Architektin noch im September einen Bauantrag angekündigt. Entstehen sollen Ferienwohnungen sowie altersgerechte Wohnungen. Und schließlich verwies Stier auf den aktuellen Stand zur "Problemlinde" in Thanhausen. Ein Gutachten, das durch die Dorferneuerung in Auftrag gegeben wurde, hätte aufgezeigt, dass der Baum vor der Mehrzweckhalle durch kleinere Maßnahmen erhalten werden könnte. "Der Baum wird bleiben", so Stier.













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