11.09.2019 - 13:20 Uhr
BärnauOberpfalz

Monsteralarm im Geschichtspark

Eim Monster, das keine Kinder erschrecken kann, erlebten die Buben und Mädchen beim Kinderfest im Geschichtspark. Das "Theater für die Jugend" war der Renner der Veranstaltung.

von Ulla Britta BaumerProfil

Ein Monster, das keine Kinder erschrecken kann, erlebten die Buben und Mädchen beim Kinderfest im Geschichtspark. Das "Theater für die Jugend" war der Renner der Veranstaltung. Wenn ein Monster statt gruselig zu sein, lieber lieb zu den Kindern ist, hat es ein Problem. Schließlich soll es die Kinder erschrecken. Ein solches Monster ist Ferdinand. Und natürlich ist alles nur einer Kindergeschichte entsprungen.

König verschwunden

Über die Prinzessin Anna (gespielt von Anna März), Tochter des lustigen Königs, und das blaue Monster lachten die kleinen Besucher beim Kindertag im Geschichtspark Bärnau am Sonntag von Herzen. Aufgeführt vom "Theater für die Jugend" aus Burghausen mit Titel "Mädchen und Monster" dreht sich alles auf der kleinen Bühne um Prinzessin Anna. "Der kleine Graue" (Claudia Roick) überlistet ihren Vater, den lustigen König, und kauft ihm das Lachen ab. Dafür bekommt er, wie grauenvoll, die Angst. Mit großen Auge, gebannt vom Geschehen auf der Bühne, hatten gut 100 kleine und große Zuschauer ihren Spaß und wollten wissen, was es mit dem Monster auf sich hat. Das war blau, heißt im wirklichen Leben Mario Eick, Schauspieler und Regisseur, und ließ ein wenig auf sich warten. Vorher noch musste der König weg. Der verschwand von einem Tag auf den anderen. Die kleine Prinzessin Anna war allein daheim. Fürchten vor Monstern? Nein, das war nicht Annas Ding. Mutig erzählte sie ihrer Puppe, dass diese keine Angst haben brauche. Bis es im Schrank rumorte: Da saß tatsächlich ein blaues Monster (in der Doppelrolle Mario Eick).

Lieber lieb sein

Sollte sich jetzt jemand im Publikum gefürchtet haben, war das von kurzer Dauer, weil das blaue Monster keiner Fliege was zuleide tun konnte. Es erzählte Prinzessin Anna, es habe eine schwere Krankheit. Als Anna darauf drängte, was das sei, gestand ihr das Monster, es könne Kinder nicht erschrecken und werde deshalb von Fräulein Winterkorn, der Gruselbeauftragten des Monsterministeriums, gemoppt und beschimpft. Da traf das blaue Monster den gutmütigen Nerv von Anna. Sie beschloss, "Ferdinand" (so nannte sie das Monster, weil es keinen Namen hatte), an ihrer Puppe Kinder erschrecken üben zu lassen. So sehr die beiden sich bemühten, Ferdinand brachte es nicht übers Herz, grauenvoll zu sein. Also beschloss Anna, dass Monster nicht zwangsläufig Kinder quälen müssen. Es dürfe auch liebe Monster wie Ferdinand geben. Ende gut, alles gut.

Das kleine Ensemble aus Burghausen bekam viel Applaus. Die drei Akteure verdienten ihn sich auch sehr. Sie gaben ihr Bestes, ihre nette Geschichte noch vor dem einsetzendem Regen durchzuziehen. Dass deshalb ein weniger früher Schluss gemacht werden musste, war nicht schlimm.

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