09.01.2020 - 13:51 Uhr
BärnauOberpfalz

Öko-Modellregion Stiftland will durchstarten

Das Jahr 2020 soll zum großen Durchstarter-Jahr für die Öko-Modellregion Stiftland werden. Mit vielen neuen Ideen und einer eigenen Projektmanagerin wollen die Kommunen das Projekt angehen.

Die neue Projektmanagerin der Öko-Modellregion, Lisa Hertel, mit Vorsitzendem Roland Grillmeier.
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Das Jahr 2020 soll zum großen Durchstarter-Jahr für die Öko-Modellregion Stiftland werden. Mit vielen Ideen und einer eigenen Projektmanagerin wollen die Kommunen das Projekt in Schwung bringen. Die Hoffnungen ruhen dabei auf den Schultern einer jungen Dame aus Oberfranken: Lisa Hertel. Sie hat die Stelle der Projektmanagerin bekommen. Seit Oktober ist sie damit beschäftigt, Strukturen für die Vermarktung aufzubauen.

Hertel ist 29 Jahre alt, hat in Freising ein Bachelor- und Masterstudium in Agrarwissenschaften absolviert und bringt dreijährige Erfahrung von der Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising mit. Sie hat dort im Bereich Saat- und Pflanzgut gearbeitet. "Ich wollte wieder zurück in Richtung Heimat. Da kam für mich mit der Stelle der Projektleiterin für die Öko-Modellregion genau das richtige Angebot", strahlt Lisa Hertel. Ihr Zuhause ist ein landwirtschaftlicher Ackerbaubetrieb in Rehau, der ebenfalls auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt werden soll. "Nicht nur deshalb ist ökologische Landwirtschaft seit vielen Jahren ein wichtiges Thema für mich", erzählt Hertel.

Die Interkommunale Zusammenarbeit (Ikom) Stiftland hatte bei der Besetzung der wichtigen Stelle die Qual der Wahl. "Sieben bis acht Bewerber hatten wir", erzählt Roland Grillmeier. "Und ich denke, wir haben mit Lisa Hertel die Richtige für unser Projekt gefunden." Die Projektleiterin stamme aus der Landwirtschaft und bringe beste Voraussetzungen mit, um das Stiftland auf dem eingeschlagenen Weg zu begleiten. Nun sei die Zeit gekommen, um mit der Öko-Modellregion so richtig durchzustarten.

Die ersten Wochen hat Hertel erst einmal damit verbracht, wichtige Entscheider und mögliche Partner in der Region kennenzulernen. So hat sie zum Beispiel Gespräche mit den Verantwortlichen der Friedenfelser Betriebe geführt, die sich bereits erfolgreich in der Öko-Modellregion "Steinwald" engagieren und bereits über ein gutes Netzwerk für die Vermarktung von Regio-Produkten verfügen.

"Unser vorrangiges Ziel muss es sein, Landwirte, Verbraucher und Konsumenten zusammenzubringen", erzählt Lisa Hertel. Wenn man dabei Synergieeffekte nutzen könne, dann sei das gut für das Projekt. Außerdem sei es wichtig, die Erzeuger von Lebensmitteln mit ins Boot zu holen. Bei der Öko-Modellregion Stiftland soll natürlich der Karpfen eine besondere Rolle spielen. "Hier sehe ich großes Potenzial", sagt Lisa Hertel. Anfragen aus München nach Bio-Fisch aus der Oberpfalz seien durchaus da. Aber auch Möglichkeiten für eine mobile Käserei zeichneten sich ab. "Hier gab es schon ein paar interessante Gespräche", verrät die Projektmanagerin. In Vorbereitung ist zudem der Aufbau einer Regiothek, mit der die Möglichkeiten des Internet-Vertriebs besser genutzt werden sollen. "Wir wollen hier mit einem Startup-Unternehmen aus Niederbayern zusammenarbeiten", verrät Hertel.

Um noch zielgerichteter vorgehen zu können, soll nun die Lenkungsgruppe der Öko-Modellregion Stiftland umgebaut werden. Ziel ist es, dass sich die Produzenten der Lebensmittel besser und schneller einbringen können. Außerdem ist ein Termin im Februar bei der Messe "Biofach" in Nürnberg fest eingeplant.

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