Bei der Stadtratssitzung vergangene Woche im Pfarrheimsaal ging der Bebauungsplan "Am Hammerweg" ohne Widerstand über die Bühne. Mit den Änderungen werden die Festsetzungen vereinfacht, um Flächen, für die bereits Baurecht besteht, einer Bebauung zuführen zu können. So sei in den Bebauungsplan jetzt eine weitere Restparzelle mit einbezogen worden. Die Änderungen sollen im beschleunigten Verfahren vorgenommen werden. "Das Baufenster wird etwas weiter gefasst", erläuterte Adrian Merdes vom beauftragten Büro TB Markert. Mit der Änderung werde zudem eine modernere Gestaltung auf den Flächen ermöglicht und eine Bebauung erleichtert. In dem Gebiet "Am Hammerweg" würden zudem "nicht störende gewerbliche Betriebe" erlaubt.
Keine PV-Anlagen vorgeschrieben
Anna Schwamberger (Grüne) wollte sich nicht gegen die Änderungen stellen. Sie regte aber an, dass die Errichtung von PV-Anlagen auf den Hausdächern vorgeschrieben werden sollte. Darüber sollten die Hausbesitzer selber entschieden dürfen, hielt Marco Donhauser (Junge Wählergemeinschaft) entgegen. Ein Anlagen-Zwang wird nicht aufgenommen, auch auf Anraten der Planer. Einstimmig war das Gremium dafür, den Bebauungsplan auf Grundlage der aktuellen Anpassungen zu ändern. Das Gelände umfasst eine Fläche von 1,5 Hektar. Das Planungsbüro TB Markert wird die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden durchführen.
Kindergartenanbau bis September
Ein ambitioniertes Ziel hat sich die Grenzstadt beim Umbau und der Erweiterung der Kindertagesstätte gegeben. Bis 1. September sollen die Errichtung eines neuen Gebäudeteils sowie die Umbauten erledigt sein. Damit wird Platz geschaffen für jeweils eine weitere Gruppe für die Kinderkrippe und den Kindergarten.
Die positive Entwicklung bei den Kinderzahlen in der Gemeinde hat die Stadt veranlasst, die Erweiterung der Kindertagesstätte vorzunehmen. Bürgermeister Alfred Stier hatte deshalb Architekt Georg Sollfrank mit einem Entwurf beauftragt. Schon im März legte Sollfrank einen Entwurf vor, der fertige Bauantrag folgte am vergangenen Donnerstag. "Das war eine großartige Leistung in dieser kurzen Zeit", bescheinigte Alfred Stier.
Der Antrag entspricht dabei im Großen und Ganzen dem Entwurf. Lediglich die Raumaufteilung wurde leicht verändert. So wird vor dem unteren Gebäudeteil ein zweistöckiger Flachbau angesetzt. Die Anbindung erfolgt über einen Verbindungsgang auf beiden Etagen. Der Fertigbau in Holzbauweise soll schon zum 1. September fertig werden. Die Kosten werden auf rund 900 000 Euro geschätzt. Bei der Abstimmung stellten sich Hubert Häring und Rudolf Schmid (beide CFWG) gegen das Vorhaben. Ihre Kritik richtete sich jedoch nicht gegen die Maßnahme selbst. Sie forderten, die Art der Vergabe beim Landratsamt abklären zu lassen.
Digitales Vermessungsgerät
Für die Ermittlung wichtiger Daten bei der Wasser- und Abwasserversorgung, investiert die Stadt Bärnau rund 9500 Euro. Bei der Bekanntgabe der nichtöffentlichen Beschlüsse der März-Sitzung verwies Bürgermeister Alfred Stier auf die Anschaffung eines digitalen Vermessungsgerätes für die Leitungen. Das Gerät kann unter anderem auch für die Ermittlung der Grenzsteine genutzt werden.















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