14.09.2021 - 16:38 Uhr
BärnauOberpfalz

Platz für Zeltlager und Kräuterwerk

Die nächsten Weichen stellte der Stadtrat für die 3.Änderung des Bebauungsplans für das Sondergebiet „Hammerweiher“. Damit soll die Weiterentwicklung des Geschichtspark ermöglicht werden.

Zelte am Geschichtspark sind nicht ungewöhnlich. Mit einer Änderung des Bebauungsplans "Hammerweiher" soll ein richtiger Zeltplatz entstehen.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

So planen die Verantwortlichen die Errichtung eines Wohnmobilstellplatzes an der Westseite des Park mit sechs bis acht Plätzen. Weiterhin soll im Eingangsbereich ein „Kräuterwerk“ entstehen. Bei diesem neuen eingeschossigen Gebäude handelt es sich um eine Küche sowie eine pädagogische Einrichtung. Vorgesehen ist zudem die Errichtung eines Zeltplatzes südlich des Hauptgebäudes. Einstimmig befürwortete der Stadtrat eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden, um die Weiterentwicklung des Geschichtspark zu unterstützen. Im Zuge des beschleunigten Verfahrens wird auch auf eine Umweltprüfung verzichtet.

Sorge wegen Nähe zur Waldnaab

Gottfried Beer (SPD) ging auf die aktuellen Diskussionen zu den klimatischen Veränderungen ein. Er sorgte sich, dass bei starkem Regen das nahe der Waldnaab gelegene Zeltlager gefährdet würde. Man sollte die Überschwemmungssituation betrachten, auch wenn keine Umweltprüfung vorgenommen werde.

Zelt können verlegt werden

Bei der Sitzung konnte der wissenschaftliche Leiter des Geschichtsparks, Stefan Wolters, das Gremium beruhigen. Er erkannte kein Risiko, nachdem das Zeltlager weiter hangaufwärts vorgesehen sei und sich die Zelte auf Holzpodesten befinden würden. Zudem würden die Zelte nicht permanent auf dem Platz stehen und könnten, falls sich eine Gefahr abzeichne, auch jederzeit verschoben werden. „Ich den letzten zehn Jahren war dort noch nie eine Pfütze“, versicherte Wolters. Doch man könnte auf unerwartete Situationen reagieren.

Bald Hochwassergefährdungsanalyse

Bürgermeister Alfred Stier ergänzte, dass demnächst für das gesamte Stadtgebiet eine „Hochwassergefährdungsanalyse“ beschlossen werden soll. Diese Analyse würde wahrscheinlich auf jede Gemeinde zukommen, vermutete Stier. Bärnau sei hier als eine Art Modell ausgewählt worden. Und dabei würden die Gefahrensituationen überprüft.

Jahresrechnung gebilligt

Zur Kenntnis vorgelegt wurde dem Stadtrat in der September-Sitzung der Abschluss der Jahresrechnung für 2020. In der Aufstellung finden sich unter anderem der Schuldenstand zum 31.12. in Höhe von 1.365.071 Euro sowie der Stand der Rücklagen zum 31.12. in Höhe von 1.714.423 Euro. Jetzt wird sich der Rechnungsprüfungsausschuss mit der Jahresrechnung beschäftigen.

MTB-Infrastruktur untersuchen

Die MTB-Infrastruktur am Langlaufzentrum will die Stadt näher untersuchen. Um die Möglichkeiten für Mountainbiker im Bereich Silberhütte/Goldbach auszuloten, soll eine Machbarkeitstudie erstellt werden. Den Auftrag hatte der Stadtrat in der Juli-Sitzung vergeben, teilte Bürgermeister Alfred Stier jetzt mit. Der Angebotspreis liegt bei rund 21.400 Euro brutto. An den Kosten werde sich auch das Amt für ländliche Entwicklung beteiligen, ein Förderbescheid liege bereits vor, so Stier. Zudem werde die Gemeinde Flossenbürg mit 1500 Euro freiwillig beisteuern, freute sich Stier und bedankte sich bei den Nachbarn.

Einen Auftrag hat die Stadt auch für die Planung der Erschließung (Straßen, Wasser- und Kanalleitungen) des Baugebiets am Hammerweg im Hohenthan erteilt. Dabei werden die Planungsleistungen in zwei Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt umfasst Planungsleistungen in Höhe von rund 30.000 Euro.

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Bärnau

„Ich den letzten zehn Jahren war dort noch nie eine Pfütze.“

Stefan Wolters zur Lage des geplanten Zeltplatzes am Geschichtspark

 

 

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