Bei der Stadtratssitzung vergangenen Donnerstag stellte die Leiterin der Tourist-Info in ihrem Bericht nicht nur die aktuelle Bilanz bei den Übernachtungen oder den Angeboten vor. Ilona Hunsperger zeigte auch die Möglichkeiten auf, wie sich Bärnau und die Umgebung noch attraktiver für die Besucher präsentieren können. Selbstverständlich spiele dabei die bessere Darstellung im Internet eine Rolle, ebenso die Digitalisierung von Flyern oder etwa die Schilderung eines Aufenthaltes aus Urlaubersicht im Stil eines "Reiseblogs". Als Ideen bot Ilona Hunsperger weiter einen Wettbewerb zur Stadtverschönerung. "Wir müssen die Bürger begeistern, dass sie ihre Stadt etwas aufpolieren", appellierte die Tourist-Info-Leiterin. Gut vorstellen konnte sich Hunsperger auch Stadtführungen in Bärnau. Engelbert Träger (CSU) verwies hier auf die positiven Erfahrungen mit Stadtführungen in Tirschenreuth.
Bärnau als Ziel
Dringend verbessert werden müsste auch die Markierung der Wanderwege und deren Beschreibungen, gerade bei den umgebenden Zielen. "Wir sollten bei den Wanderwegen auch dafür sorgen, dass Bärnau das Ziel ist", betonte Bürgermeister Alfred Stier.
Zur besseren Information der Gäste verwies Stier auf die Installation einer Info-Stele, die im Rahmen des Beschilderungskonzeptes der IKom Stiftland in Bärnau geschaffen werden soll. Für Montage und Gerät würden rund 18 000 Euro fällig. Durch die Förderung verblieben bei der Stadt rund 5500 Euro.
Stele ersetzt Tafel
Als Standort konnten sich die Mitglieder des Stadtrats den Platz an den Kastanienbäumen in der Marktplatzmitte vorstellen. Die neue Informationstafel würde durch einen Internetzugang auf dem aktuellen Stand gehalten. "Aber bitte nicht nur Geschichtspark", forderte Gottfried Beer (SPD) zum Informationsangebot. Die Stele könnte an dem Standort die schon etwas nostalgische OWV-Tafel ersetzen. Die alte Tafel sollte aufgefrischt und an einem anderen Ort aufgestellt werden. Der Stadtrat sprach sich geschlossen für Stele und Standort aus.
In dem Bericht der Leiterin der Tourist-Info wurden auch die Übernachtungszahlen des vergangenen Jahres aufgeführt. Hier verzeichnet Bärnau mit insgesamt 18 777 im Vergleich zu 2018 ein Plus von rund vier Prozent. Im Landkreis wurden bis zum Oktober 2019 insgesamt 356 297 Übernachtungen (+ 2 Prozent) gezählt. Allerdings wusste Ilona Hunsperger, dass nicht alle Gastgeber ihre Zahlen vorlegen würden. Bei den Ankünften wurden im vergangenen Jahr 5918 (+ 1 Prozent) gezählt, im Landkreis bis Oktober 110 902 (+ 5 Prozent). Derzeit verzeichne Bärnau 19 Unterkünfte und rund 220 Gästebetten. Bei der Bettenauslastung weist die Statistik in den vergangenen drei Jahren 20,42, 19,85 und 23,04 Prozent aus. Die durchschnittliche Verweildauer lag in Bärnau und im Landkreis nahezu unverändert bei 3,2 Tagen.
Kernkompetenzen vermitteln
Eindrucksvoll gestaltete sich im Bericht von Ilona Hunsperger die Bestandsaufnahme der Angebote in Bärnau. So listete Hunsperger neben den Rad- und Wanderwegen unter anderem den Moorweiher, die Freilichtbühne, das Skilanglaufzentrum, die Museen sowie das Marktspektaculum auf. Dazu kämen "Goldene Straße" oder die "Meilensteine der Zeit". Und eben die Kernkompetenzen gelte es besser zu vermitteln.
Goldener Streifen durch Bärnau
Eine ungewöhnliche Idee hatte Ilona Hunsperger von der Tourist-Info als Werbemaßnahme für die Stadt. So könnte ein "goldener Streifen" durch den Ort führen, als Markierung der "Goldenen Straße". Das könne sich die Stadt freilich nicht leisten, scherzte Bürgermeister Alfred Stier bezüglich einer Ausführung mit dem Edelmetall. Ein goldfarbener Streifen freilich wäre schon eine originelle Idee, vermerkte der Bürgermeister.













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