12.07.2020 - 18:01 Uhr
BärnauOberpfalz

Straße in Schwarzenbach rückt von der Kirche ab

In den Ausbau der Staatsstraße 2173 kommt wieder Bewegung. Nach einem ersten Teilstück zwischen Heimhof und der Wenderer Höhe geht es jetzt bis Schwarzenbach weiter. Dort wird auch der Verlauf leicht geändert.

Das Straßenbauamt will die Planungen für die Staatsstraße von der "Wenderer Höhe" nach Schwarzenbach in Kürze beginnen. Vorgesehen ist auch die Verbesserung der Ortsdurchfahrt. Dabei soll die Straße im Bereich vor der Kirche nach Westen (in Bild nach links) verschoben werden. Der Zugang zur Kirche soll damit verbessert werden.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Für den Straßenbau will das Staatliche Bauamt in Kürze die Planungen beginnen. Und dabei ist auch beabsichtigt, Veränderungen in den beiden Orten Schwarzenbach und Heimhof vorzunehmen. Der Stadtrat sollte dazu Stellung nehmen, ob in Heimhof ein Gehweg gewünscht wird. Ebenso zur Verschiebung der Straße in der Ortsmitte von Schwarzenbach waren die Räte gefragt.

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Bärnau

Kein Gehweg in Heimhof

Für den Bereich Heimhof wäre eine Grundabtretung notwendig, hatte das Amt mitgeteilt sowie auf eine beengte Raumsituation verwiesen. Von einem Gehweg sollte deshalb abgesehen werden, gab Bürgermeister Alfred Stier die Empfehlung weiter. Dem konnte sich der Stadtrat anschließen. In der Ortschaft Schwarzenbach soll im Rahmen der Straßenplanung ein kleiner Schwenk der Durchfahrt in westliche Richtung vorgenommen werden. Damit soll gerade vor dem Ausgang der Kirche mehr Platz geschaffen werden. Mit der Korrektur der Straßenführung war der Stadtrat ebenfalls einverstanden.

Beim Bauantrag für die Errichtung eines Lagergebäudes für Hackschnitzel musste Alfred Stier den Vorsitz an Gottfried Beer (SPD) abgeben, nachdem das Vorhaben auf dem Grund des Bürgermeisters am ehemaligen Bahnhofsgelände erfolgt. Mit dem Antrag war der Stadtrat einverstanden.

Vertrag zur Wasserversorgung

Auf Antrag von Gottfried Beer hatte der Stadtrat den Vertrag zwischen der Stadt und der Wasserbeschaffungsgesellschaft Schwarzenbach in den öffentlichen Teil aufgenommen. Nachdem im Zuge des Straßenbaus auch die Erneuerung der Wasserleitung ansteht, benötigt die Gesellschaft eine Finanzierung. Durch die Ergänzung des Vertrags wird dies möglich gemacht; eine Bürgschaft muss nicht erfolgen.

Die Ergänzung sieht vor, dass im Falle einer Auflösung der Gesellschaft das Vermögen, aber auch die Verbindlichkeiten an die Stadt fallen würden. Dies diene der Sicherstellung der Wasserversorgung, erläuterte Bürgermeister Alfred Stier. Im Gegenzug werde von der Wasserbeschaffungsgesellschaft gefordert, "zukünftig einen kostendeckenden Wasserpreis zu kalkulieren und auch zu erheben". Gottfried Beer war mit der "Mosaiksituation" in der Gemeinde nicht glücklich. "Ich der heutigen Situation finde ich solche Wasserverbände nicht optimal", urteilte der Sozialdemokrat. Sollte die Eigenständigkeit einmal nicht fortgeführt werden, dürfte es für die anderen Gemeindeteile keinen Schaden nach sich ziehen. Im schlimmsten Fall müsste es dann für Schwarzenbach eine eigene Satzung geben, wollte Stier diesen Fall ausschließen. "Die nehmen uns Arbeit ab", stellte sich Kurt Fischer (BWG) hinter den Beschluss. Und bislang hätte es mit der Wasserbeschaffungsgesellschaft keine Probleme gegeben. Ohne Gegenstimmen wurde die Vertragsergänzung akzeptiert. Bei einer anstehenden Sitzung wird die Wasserbeschaffungsgesellschaft noch abstimmen müssen.

Neue Straßenbeleuchtung

Mit dem laufenden Umbau der Philipp-Mühlmayer-Straße wird auch eine Modernisierung der Straßenbeleuchtung erfolgen. Bei der Stadtratssitzung konnte Bürgermeister Alfred Stier ein Angebot des Netzbetreibers, der Bayernwerk Netz GmbH, vorlegen. Die will die vorhandenen sieben Lampen abbauen und 14 neue "Brennstellen" mit LED-Technik errichten. Dabei handelt es sich um die gleichen Leuchten, wie in der Bahnhofstraße. Für den Austausch und die Neuerrichtung fallen Kosten von rund 42 000 Euro an. Der Stadtrat stimmte dem Angebot zu.

Keine Münzfernsprecher mehr

Im Bericht des Bürgermeisters verwies Stier auf eine Mitteilung der Telekom, dass im Gemeindebereich sämtliche Münzfernsprecher entfernt werden sollen. Laut Telekom sei in den vergangenen fünf Jahren kein Umsatz verzeichnet worden. "Ich hab's am Marktplatz probiert und es ist nicht gegangen", schilderte Stier seine persönliche Erfahrung mit dem Münzfernsprecher.

Die Badesituation in Bärnauer beschäftigt den Stadtrat. In der Sitzung am Donnerstag wurde die aktuelle Situation am Moorweiher nachgefragt. Bürgermeister Alfred Stier bestätigte, dass offiziell das Baden am Moorweiher nicht erlaubt sei. Hauptproblem sei dabei, ausreichend Personal zu finden, um die Corona-Auflagen gerade zur Hygiene umzusetzen.

Steg gesperrt

Ein Toilettenhäuschen werde deshalb nicht aufgestellt, ebenso seien der Steg gesperrt und die Umkleiden geschlossen, berichtete Stier. Damit hätte die Stadt ihren Teil erledigt. "Ich kann auch niemanden verbieten in meinen Fischweiher zu hüpfen, auch wenn mir das nicht gefällt", führte Stier weiter aus.

Anna Toman (Grüne) regte das Gespräch mit der Nachbargemeinde Plößberg an. Vielleicht könnte gemeinsam das notwendige Personal gefunden werden, um zumindest den Großen Weiher als Bademöglichkeit anzubieten. Eine gute Idee, fand auch Gottfried Beer, nachdem heuer viele Leute nicht in den Urlaub fahren würden - und wohl auch Urlauber kommen würden.

Der Badebetrieb am Moorweiher ist offiziell nicht erlaubt. Vielleicht könnte die Stadt mithelfen, dass wenigstens der Badebetrieb am Großen Weiher bei Plößberg ermöglicht werde, regte Anna Toman in der Stadtratssitzung an.
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