Bayern
11.03.2019 - 11:48 Uhr

Neuer Aktionsplan regelt möglichen Abschuss von Wölfen

Wölfe sollen in Bayern zum Schutz von Nutztieren weiter abgeschossen werden dürfen. Die Staatsregierung hat dazu ihren „Aktionsplan Wolf“ veröffentlicht.

Ein Wolf ist durch durch ein Zielfernrohr zu sheen. Foto: Carsten Rehder/Archiv Bild: Carsten Rehder
Ein Wolf ist durch durch ein Zielfernrohr zu sheen. Foto: Carsten Rehder/Archiv

Wölfe sollen in Bayern zum Schutz von Nutztieren weiter abgeschossen werden dürfen. Voraussetzung ist eine Prüfung und Feststellung, dass die Weidetiere durch Zäune oder andere Maßnahmen nicht ausreichend geschützt werden können. Das geht aus dem neuen „Aktionsplan Wolf“ der Staatsregierung hervor, der am Montag nun auch offiziell veröffentlicht wurde. Eine „Entnahme“ kommt demnach auch bei einer „Tötung, Verletzung oder Gefährdung von Nutztieren in nicht schützbaren Weidegebieten, jeweils mit Wiederholungsgefahr, in Betracht“. Was „nicht schützbare Weidegebiete“ etwa in den Alpen sind, soll von speziellen Kommissionen geprüft und festgelegt werden.

Der Aktionsplan ist höchst umstritten: Naturschützer beklagen, der Abschuss der eigentlich streng geschützten Wölfe werde damit in Bayern deutlich erleichtert. Den Tierhaltern dagegen reicht der Aktionsplan zum Schutz ihrer Rinder, Schafe und Ziegen nicht aus.

Das Umweltministerium betonte, mit dem Aktionsplan sollten der strenge Artenschutz beim Wolf und die Belange der Weidewirtschaft vereint werden. „Er soll dazu beitragen, Beeinträchtigungen für alle Betroffenen zu minimieren“, erklärte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler). Dabei schöpfe man die rechtlichen Möglichkeiten aus. Die Sicherheit der Menschen habe oberste Priorität, sagte Glauber, betonte aber auch: „Die Weidetierhaltung braucht eine klare Zukunftsperspektive.“

Bayerischer Aktionsplan Wolf

 
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