Das Positivste, das der Gemeindechef bei seinem Zahlenvortrag präsentierte, war die Schülerzahl an der Grundschule, die 2018 um 15 Kinder auf 94 Grundschüler gestiegen ist. Optimistische Zahlen gibt es auch beim Kindergarten. Obwohl man bei den Geburten zugelegt hat, ist bei 65 Weg- und 51 Zuzügen die Einwohnerzahl um zehn auf 1061 Bürger gesunken. Aktuell ging Scharl auf abgeschlossene, noch laufende und in die Wege geleitete Maßnahmen ein. Der Breitbandausbau ist vorerst abgeschlossen. Die Versorgung mit 100 Megabit ist Standard und geht von 200 bis hin zu 250 MB in der alten Siedlung Bereich „Lohstraße“ hoch.
Der Kindergarten ist überbelegt. Die zwölf Krippenplätze sind ausgebucht und die 28 Kindergartenplätze auch. Zwölf Kinder aus Bechtsrieth sind auswärts untergebracht. Darauf reagierte die Gemeinde. Auch mit Blick auf die erhöhte Förderung von 90 Prozent. Die Planung steht bereits. Das Gebäude wird aufgestockt und so eine weitere Gruppe eingerichtet. Kostenschätzung: 755000 Euro, Förderung: 657000 Euro, Ausschreibung: Januar 2019.
Nächstes Projekt wird die 1982 gebaute Turnhalle. Im Kommunalen-Investitions-Programm (KIP) wird die Gemeinde bei förderfähigen Kosten von 973456 Euro und einer Förderung von 876000 Euro den Energiebedarf um 40 Prozent reduzieren. 2019 wird das Planungsjahr für die Einzelmaßnahmen.
Scharl führte weiter das angeschaffte Einsatzfahrzeug LF10 für die Feuerwehr mit 264100 Euro an, das mit 80500 Euro gefördert wurde. Bestimmend in der Gemeinde war und ist der Ausbau der Pirker Straße in Trebsau mit der Erneuerung der Wasser- und Abwassereinrichtungen auf einer Länge von 800 Meter. Ein Kraftakt für die Gemeinde und die Anlieger, so Scharl. 2,3 Millionen Euro plus der Straßenbeleuchtung stehen hier zu Buche. Diese gliedern sich in 1242000 Euro für die Straße, 605000 Euro für den Kanal, 316000 Euro für die Wasserversorgung, 24000 Euro für verlegte Glasfaserrohre, 41000 Euro für Straßenbeleuchtung und 259000 Baunebenkosten. Von den Bürgern wurde bisher an Vorausleistungen eine Rate über 30 Prozent aufgrund geltender Satzungen erhoben. Die zweite und dritte Rate ist allerdings nach der Entscheidung der Staatsregierung auf Abschaffung der Straßenausbaubeiträge ausgesetzt. Bisher hat man 247000 Euro erhalten, rein für die Straße. Wasser und Kanal wird nicht gefördert. Da man keine weiteren Beiträge erhob, musste die Gemeinde in Vorleistung gehen und 300000 Euro Kredit aufnehmen. Das hat die Verschuldung pro Kopf von 324 Euro auf 568 Euro hochgetrieben. "Wir warten händeringend auf eine klare Ansage aus München", betonte Scharl.
Die Freigabe für den Durchgangsverkehr ist erfolgt. In 2019 wird die Engstelle noch beseitigt und die Feinschicht aufgezogen. Scharl bescheinigte dem Bauunternehmen Schieder höchstes Lob für die Ausführung der Arbeiten und auch für ihre Kommunikation mit den Anliegern, die die Behinderung das ganze Jahr über mit Verständnis hingenommen haben.
Dann ließ Scharl die Katze aus dem Sack. Bei den vorher angeführten, teils schon verwirklichten aber noch kommenden Maßnahmen fließen innerhalb von zwei Jahren 2.720.000 Euro Fördergelder nach Bechtsrieth. Bezüglich weiterer Straßenausbau-Maßnahmen hielt er sich bedeckt, da mit der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge vorerst gar nichts gehe. Bestehe hier Klarheit, könne die Gemeinde planen.













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