10.12.2018 - 10:36 Uhr
BechtsriethOberpfalz

Bechtsrieths Schmuckkästchen

Ausführlich erklärt Bürgermeister Gerhard Scharl in der Bürgerversammlung die laufende Dorferneuerung. Die hat ein bestimmtes Ziel.

Mit der Baufirma, Planern und Verantwortlichen zeigt sich Bürgermeister Gerhard Scharl (zweiter von links) zufrieden über den neu gestalteten Kapellenplatz in Trebsau mit der Kapelle im Hintergrund.
von Ernst FrischholzProfil

Eine Trägergruppe hat sich gebildet, die sich als Ziel die Erhöhung der Sicherheit zwischen den beiden Orten Bechtsrieth und Trebsau sowie die Erhöhung der Attraktivität setzte. Erste sichtbare Maßnahmen sind die beiden Ortseinfahrten West und Ost mit 476 000 Euro Kosten in diesem Jahr.

Dann wurde mit der Straßenbaumaßnahme Pirker Straße der Kapellenplatz in Trebsau gestaltet. Von der Bushaltestelle angefangen über die Verlegung des Kriegerdenkmals beim Anwesen Neubauer wurde der Kapellenplatz mit der Trebsauer Kapelle im Rücken zu einem zentralen Platz der Ortsschaft. Dies sei der Grundgedanke der Dorferneuerung. 162 000 Euro wurden hier investiert. Eine Umlage auf die Anlieger erfolgt nicht. Am Kapellenplatz fehlt nun noch die Bepflanzung mit drei Bäumen im Frühjahr.

Der Rat entscheidet für kommendes Jahr die Maßnahme in Bechtsrieth von der Hochstraße bis zur Steinernen Gasse. Die betrifft die 250 Meter lange Ortsdurchfahrt mit dem als Buswendeplatz bezeichneten zentralen Platz vor dem Rathaus. Dieser soll das Schmuckkästchen von Bechtsrieth werden. Eine Mehrzweckfläche, ein Pavillon, ein Brunnen, Ruhebänke, ein Dorfbaum und weitere Begrünung sollen eine Idylle schaffen. Die Entscheidung darüber fällt in der nächsten Gemeinderatssitzung an diesem Dienstag. Der Bürgermeister geht von einer Förderung von 750 000 Euro aus, die in die immer wieder erweiterten Maßnahmen einfließen wird.

Angesichts der beeindruckenden Bilanz und Zukunftsaussichten hielten sich die Bürger mit Anfragen oder gar Kritik zurück. Hans Bortner stellte fest, dass die neue Radwegeführung von Trebsau nach Bechtsrieth für ihn bei der Sicht größere Probleme bereite als vorher. Josef Gruber wollte wissen, wo das alte Feuerwehrhaus ist. Das hatte für 7500 Euro eine Firma erworben. Ein Anwohner der Brunnenstraße in Trebsau fragte an, wenn es dort losgeht. Schließlich habe man schon den Kanal bezahlt. Die Beiträge für die Abwasseranlage sind nach Aussage des Bürgermeisters auf Grundlage der Satzung erstellt. Da zahle nicht jeder Anlieger für seinen Bereich. Schließlich werden auch die Bechtsriether aufgrund der Einrichtungseinheit mit herangezogen. "Wir können nicht die Straße aufreißen, den Kanal neu verlegen, wenn wir nicht wissen, wie es mit den Straßenausbaubeiträgen weiter geht", sagte Scharl.

Ein weiterer Bürger forderte, beim Ausbau der Ortsdurchfahrt Bechtsrieth die Fußgänger und Radfahrer nicht auf der Strecke zu lassen. Es entstehe ein durchgehender Fußgängerweg von Bechtsrieths Osten bis unter der Bundesstraße durch nach Trebsau. Das sei einmalig. Einen zusätzlichen Radweg in Bechtsrieth ab Ortsende bis Trebsau, gibt die Straßenbreite nicht her. Kinder, die zur Grundschule mit dem Rad fahren, dürfen bis zwölf Jahren den Gehweg benutzen.

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