22.06.2020 - 15:26 Uhr
BechtsriethOberpfalz

Fünf Tage Muskelkater für Dorfbrunnen

„Steter Tropfen höhlt den Stein“. Von wegen. Um dem Sprichwort Gültigkeit zu geben, hätte es wohl für den Bechtsriether Dorfbrunnen tausende von Jahren gebraucht.

Zwei Stunden Staub und Muskelkraft, dann hatte Bürgermeister Markus Ziegler die Leitung durch den 8400 Zentner schweren Stein für den Dorfbrunnen gebohrt.
von Ernst FrischholzProfil

Bechtsrieths Bürgermeister Markus Ziegler wollte sich für den neuen Dorfbrunnen nicht auf die natürliche Erosion verlassen. Lieber legte er selbst Hand an und schaffte Tatsachen, damit im Herbst aus einem 4,2 Tonnen schweren natürlich belassenen Granitstein das Wasser sprudelt.

Es sei kein Wahlversprechen gewesen, stellte Ziegler klar. Doch er habe sich nach seiner Wahl dazu entschlossen, zu zeigen, dass er sich mit der Dorferneuerung identifiziere, die sein Vorgänger Gerhard Scharl eingeleitet habe. Allein der Stein ist etwa 2500 Euro wert.

Nach Maßnahmen in Trebsau geht die Dorferneuerung nach Bauarbeiten für den Verkehr nun in Bechtsrieth in die gestalterische Phase. Der ehemaligen Buswendeplatz wird zum Dorfplatz. "Das wird der Mittelpunkt, die Seele von Bechtsrieth durch die Dorferneuerung", so Ziegler. Die Baufirma Schieder hat bereits mit den Arbeiten begonnen.

"Wenn schon, denn schon", sagte Ziegler. Von seinem Freund Karl Liegl, Bauunternehmer und zweiter Bürgermeister von Leuchtenberg hatte er den Stein bekommen und Liegl lieferte ihm auch den Kompressor nebst Bohrgeräte mit dem über einem Meter langen Meisel. Zwei Stunden bohren, fünf Tage Muskelkater in den Armen, aber der Gemeindechef hatte sich durchs Granit gearbeitet.

Die Leitung für das Wasser kann gelegt werden, wenn das Monstrum auf den Ring der Zisterne gesetzt wird. Vier Linden werden den Dorfbrunnen einrahmen. Jeder Brunnen hat einen Namen. Taucht die Frage auf, wie der in Bechtsrieth heißen wird.

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