13.03.2019 - 13:55 Uhr
BechtsriethOberpfalz

Grundschule bekommt neue Mittagsbetreuung

Der Ausbau der Pirker Straße und die Dorferneuerung Trebsau laufen, der Kindergarten und die Dorferneuerung Bechtsrieth kommen. Nun hat die Gemeinde ein weiteres Projekt für 200.000 Euro im Visier.

Für 430.000 Euro werden die Außenarbeiten zur Aufstockung des Kindergartens vergeben. Eine weitere gemischte Gruppe wird eingerichtet.
von Ernst FrischholzProfil

Dabei geht es um die Mittagsbetreuung an der Grundschule. Zur Erläuterung der Sachlage hatte Bürgermeister Gerhard Scharl die Rektorin Katja Meidenbauer in die Gemeinderatssitzung geladen. "Derzeit ist die Mittagsbetreuung zweigeteilt. Einmal im Raum beim Eingang in die Turnhalle und dann am Kindergarten", sagte der Bürgermeister. Die Schülerzahlen steigen. Dazu kann der Kindergarten wegen der großen Nachfrage ab dem kommenden Schuljahr keine Schulkinder mehr aufnehmen, die Mittagsbetreuung muss aber gewährleistet sein. Dies habe ihn zum Handeln veranlasst.

Es gibt drei Möglichkeiten: Die Mittagsbetreuung im Jugendraum des Pfarrheims einrichten. Toiletten und Küche könnten hier genutzt werden. Die Kirchenverwaltung sei einverstanden. Großer Nachteil: Die Kinder müssten von der Schule ein beträchtliches Stück zu Fuß laufen. Zweite Variante wäre der Ausbau der Fahrzeughalle des Bauhofs im Schulkomplex. Aber dann müsste man für den Bauhof Ersatz schaffen und hätte somit zwei Mal die Kosten. Dritte und beste Möglichkeit sei ein Anbau an die jetzigen Mittagsbetreuungsräume an der Turnhalle.

Rektorin Meidenbauer sagte, dass es problematisch sei, den Weg von der Schule zum Pfarrheim entsprechend sicher zu gestalten, da die Kinder zu unterschiedlichen Zeiten Schulschluss haben. Meidenbauer geht davon aus, dass die Schülerzahl in den nächsten Jahren auf 100 Grundschüler steigt und dann rechnet sie mit 60 Kindern für die Mittagsbetreuung. Ein Anbau wäre die optimalste Lösung. Die Kinder müssten die Schule nicht verlassen zur Mittagsbetreuung. Turnhalle und Spielplatz wären vorhanden.

Gemeinderat und zugleich Architekt Michael Ederer erläuterte an einer Planzeichnung die Möglichkeiten des Anbaus. Optimal wäre die Barrierefreiheit und die Möglichkeit, die Toiletten der Turnhalle zu nutzen. Der Umbau der Fahrzeughalle würde etwa 100.000 Euro kosten. Aber dann müsste man Ersatz schaffen und würde sicher bei der optimalen Lösung „Anbau“ liegen, den Ederer auf bis zu 200.000 Euro schätzte. "Machen wir den Anbau oder gehen wir ins Pfarrheim?", fragte Scharl. Der Gemeinderat entschied sich einstimmig für den Anbau und vergab den Planungsauftrag an das Ingenieurbüro Ederer.

Von der optimalsten Lösung für die Schule und die Kinder sprach Rektorin Meidenbauer. Die Zeit bis zum September 2020 werde man improvisierend überbrücken.

Der Kindergarten platzt aus allen Nähten. Der Gemeinderat hat sich schon für die Einrichtung einer weiteren gemischten Gruppe entschieden. Hierzu wird der jetzige Kindergarten aufgestockt. Die ersten Arbeiten wurden nun für insgesamt 430.000 Euro vergeben. Die Baumeisterarbeiten für 77.100 Euro gehen an die Firma Härtl in Bechtsrieth, die Stahlbauarbeiten an die Metallbau Fütterer in Püchersreuth für 38.700 Euro. Die Zimmererarbeiten macht die Firma Kreuzer aus Lanz für 149.000 Euro, die Flachdach- und Spenglerarbeiten die Firma Kohl (Edelsfeld) für 67.580 Euro und die Fenster- sowie Türanlagen die Firma Sichert aus Weiden für 96.500 Euro. Bürgermeister Scharl führte eine staatliche Förderung von bis zu 90 Prozent an.

Los geht’s nun auch mit der Dorferneuerung im Bereich Ortsmitte. Die Bauarbeiten hierfür wurden entsprechend der Ausführungsplanung an die Firma Schieder in Bechtsrieth für 676.400 Euro vergeben. Mit der Genehmigung der Entwurfsplanung sowie dem Billigungs- und Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan „Weidener Straße“ geht das Vorhaben für zwölf Bauplätze an der Bundesstraße 22 in die nächste Runde. Das erforderliche Lärmschutzgutachten liegt vor. Es fordert eine begrünte 3,5 Meter hohe Schallschutzwand im Abstand von acht Meter zur Bundesstraße.

Die Telekom baut die öffentliche Sprechsäule am Buswendeplatz ab. Von hier aus wurde in den letzten Jahren kein einziges Mal telefoniert. Der Gemeinderat fand keine Argumente dagegen.

Der Bauantrag für ein Einfamilienhaus erhielt das gemeindliche Einvernehmen.

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