26.05.2020 - 14:33 Uhr
BechtsriethOberpfalz

Kinderhausbau im Zeichen von Corona

Das Positive: Corona hat die Erweiterung des Kinderhauses „Rasselbande“ nicht gestoppt. Bürgermeister Ziegler macht sich ein Bild und informiert sich über den Bauverlauf. Eine Frage stellt sich dabei: Gibt es keine Einweihung?

Optisch gelungen. Leiterin Katrin Steudel führt Bürgermeister Markus Ziegler, Zweiten Bürgermeister Ralf Reinold und Stephan Oetzinger in den Bau. Das Kinderhaus wird aufgestockt für eine dreiviertel Million Euro.
von Ernst FrischholzProfil

Natürlich kennt Bürgermeister Markus Ziegler den Kindergarten, denn schließlich besucht diesen Tochter Pia gerne, was auch Mama Hildegard freut. "Der Kindergarten läuft zwar derzeit noch auf Sparflamme, wir haben 17 Kinder in der Notbetreuung", berichtet Leiterin Katrin Steudel. Man sei gerüstet, "wenn's wieder los geht". "In der Ruhezeit haben wir die Innenräume wieder aufgemöbelt", erzählt Steudel dem Bürgermeister und dessen Stellvertreter Ralf Reinold.

Der „Nicht-Vollbetrieb“ sei laut Steudel für die ausführenden Baufirmen von Vorteil gewesen. Die Konzeption, mit dem Erweiterungsbau nach oben zu gehen und ein Stockwerk draufzusetzen, fand auch der Landtagsabgeordnete Stephan Oetzinger hervorragend, "weil damit keine weitere Freifläche verbraucht wird und so der Betrieb eingeengt wird". Außerdem spricht Oetzinger von einer sehr harmonischen Außenwirkung.

"Die Erweiterung war und ist mehr als notwendig", bekräftigte Steudel, denn man sei am Anschlag. Derzeit habe man zwei Gruppen und die Krippe für dreizehn Kinder. Jetzt kommt eine neue altersgeöffnete Gruppe hinzu. Insgesamt bringt der Bau eine neue Nutzfläche von 164 Quadratmetern.

Baubeginn war 2019. Ingenieur Michael Ederer plante und legte die Kostenschätzung von 755 000 Euro (davon 733 000 Euro förderfähig) vor. Daraus resultierte die Förderung von 657 000 Euro. Auf 98 000 Euro beläuft sich der Eigenanteil der Gemeinde. Ziegler hat sich nach seiner Aussage überzeugt, dass man mit Blick auf die bisherigen Vergaben im Soll liegt. Jetzt stehe noch die Küche und die Innenausstattung zur Ausschreibung an und die dürfte den Rahmen auch nicht sprengen. Bezüglich Förderung bestätigte Oetzinger die Zusage des Freistaates mit beträchtlicher Auszahlungshöhe noch in diesem Jahr. Die Gemeinde habe damit Sicherheit. Oetzinger bezeichnete Kindergärten als "Basisprogramm für junge Familien".

Bürgermeister Ziegler hebt die gute Zusammenarbeit mit der Kirche heraus. Kann doch eine Gruppe in der Umbauphase im Pfarrheim betreut werden. Außerdem ist die Nutzung des Kirchplatzes für Spiel und Spaß auf Dauer von der Kirchenverwaltung zugesagt. Wie es aussieht, werde der Bau zum neuen Kindergartenjahr fertig sein. Eine Einweihungsfeier aber ist aufgrund der Lage nicht geplant. Da hatte Leiterin Steudel bereits einen Ersatzvorschlag. Nächstes Jahr feiert der Kindergarten das 20-Jährige Bestehen und in diesen Rahmen könnte man auch die Einweihung mit einbinden.

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