07.08.2020 - 12:53 Uhr
Beidl bei PlößbergOberpfalz

Feuerwehr Beidl baut Unterstellhalle

Zwei Bauanträge standen beim Marktgemeinderat Plößberg in der Augustsitzung an. Während die Lagerhalle der Beidler Brandschützer Anerkennung findet, sind die Umstände für den Neubau eines Ferkelaufzuchtstalls schwieriger.

Hinter dem Feuerwehrhaus wollen die Beidler Brandschützer eine Unterstellhalle zur Lagerung von Fest-Utensilien bauen. Der Marktgemeinderat Plößberg stimmte dem Bauantrag zu.
von Lena Schulze Kontakt Profil

In der Marktgemeinderatsitzung vergangene Woche diskutierte das Gremium über zwei Bauanträge. Die Feuerwehr Beidl will auf Gemeindegrund eine Unterstellhalle für Gerätschaften bauen. In der 15 mal 7 Meter großen Halle, die 100 Meter nördlich des Feuerwehrhauses entstehen soll, sollen künftig Fest-Utensilien wie Bartheken, Biertischgarnituren oder Imbissbuden gelagert werden.

Bisher brachten die Feuerwehrleute um Kommandant Michael Vollath die Utensilien in einer privaten Scheune unter. Die Feuerwehr leiht der Dorfgemeinschaft und anderen Vereinen gerne Garnituren und Buden, doch in der Vergangenheit war nicht genau geregelt wer Ansprechpartner ist, oder wo die Sachen gelagert sind. "Wir wollen ein zentrales Lager", erklärte Kommandant Michael Vollath auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Die Halle finanziert die Feuerwehr aus Eigenmitteln und packt beim Bau mit an, berichtete Vollath.

Die Feuerwehr Beidl absolvierte im Januar ihren ersten Einsatz außerhalb des Landkreises

Beidl bei Plößberg

Anerkennenswertes Projekt

"Äußerst erfreulich", fand Hubert Schwägerl (CSU), wie tatkräftig die Feuerwehr Beidl in die Zukunft schaut. Bisher sei es immer recht undurchsichtig gewesen, wer wo welche Sachen gelagert hat. Dass die Feuerwehr den Bau selbst in die Hand nimmt sei anerkennenswert.

Hans Klupp brachte ein, dass die Halle sehr nah zur Grundstücksgrenze und den Parkplätzen gebaut ist. Daraus ergeben sich Restflächen. Er hält es für zumutbar, dass sich die Feuerwehr selbst um die Pflege kümmert. Bürgermeister Müller war sich sicher, gemeinsam mit der Feuerwehr eine Lösung zu finden, die alle zufriedenstellt. Auch Marcus Fritsch wusste, dass der Platz für Gerätschaften dringen gebraucht werde. Er kann sich vorstellen, dass noch weitere Feuerwehren der Gemeinde dem Beispiel der Beidler Wehr folgen.

Mehr Berichte bei Onetz.de über die Feuerwehr Beidl

Wasserbedarf nur wenig höher

In Wildenau möchte ein Landwirt einen Ferkelaufzuchtstall und einen Güllebehälter neu bauen. Der alte Stall soll nicht mehr als solcher genutzt werden. Die Verwaltung sah beim Vorhaben zunächst Probleme bezüglich der Wasserversorgung. Weil der neue Stall größer ist, steigt der Wasserbedarf. Der ist aber im Wasserlieferungsvertrag der Gemeinde mit der Steinwaldgruppe nicht abgedeckt. "Der Wasserbedarf ist aber kaum merklich höher", erklärte Bürgermeister Lothar Müller. Er hielt Rücksprache mit der Steinwaldgruppe, sie können die Menge durchaus liefern. Das Vorhaben wurde mit positiver Stellungnahme ans Landratsamt weitergeleitet.

Hintergrund ist, dass der Markt insgesamt einen erhöhten Wasserverbrauch registrierte. Der Wasserlieferungsvertrag mit der Steinwaldgruppe kann jedoch nicht erneuert werden, da die Steinwaldgruppe selbst an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt sei.

Neue Nutztierhaltungsverordnung

Hubert Schwägerl merkte an, dass künftig wohl mehrere Bauanträge dieser Art eingehen werden. "Das liegt an der Nutztierhaltungsverordnung", begründet er. Landwirte seien aufgefordert, artgerechte Tierstellen zu bauen. Innerhalb von drei Jahren müssten Landwirte Umbauvorschläge ausgearbeitet, innerhalb von acht Jahren umgesetzt haben. Der Wasserbedarf steige nicht, weil mehr Tiere gehalten werden, sondern weil die Tiere mehr Flächen bekommen. Somit müsste auch eine größere Fläche gereinigt werden, was einen größeren Wasserverbrauch mit sich zieht. "Da können wir nicht sagen: ,Wir haben kein Wasser für euch'", sagte Schwägerl. Alternativen für die Versorgung der Tiere sah er in Eigenbrunnen. Für die Reinigung könne auch Regenwasser statt qualitativ hochwertiges Trinkwasser genutzt werden.

Dem stimmte Hans Klupp zu. Er war dafür, den Landwirten andere Quellen zur Verfügung zu stellen und verwies auf ein kommunales Förderprogramm für Wasserzisternen. Lothar Müller wusste, dass die Steinwaldgruppe bemüht ist, dem Wasserbedarf nachzukommen. Es werden Brunnen gebohrt und auch Pläne erarbeitet, Ressourcen aus der südlichen Oberpfalz anzuzapfen. Er spricht von einer Übergangsphase von drei Jahren, bis die Steinwaldgruppe das Problem behoben habe.

Info:

Bürger mit Telekom und LFU an einem Tisch

  • Neue Salzlagerhalle: Wie Bürgermeister Lothar Müller informierte, ist der Bauantrag der Firma Ziegler an der Betzenmühle auf Neubau einer Salzlagerhalle genehmigt.
  • Infoveranstaltung Funkmast: Marcus Fritsch (SPD) fragte in der vergangenen Sitzung nach, welche Fortschritte die Funkmast-Angelegenheit in Wildenau macht. Bürgermeister Lothar Müller informierte, dass es am 1. September eine Info-Veranstaltung im Kultursaal mit der Telekom und dem Landesamt für Umwelt (LfU) geben soll. Nach ersten Gesprächen mit der Telekom sei das Unternehmen aber nicht bereit, vom Standort für den Funkmasten am Ortsausgang von Wildenau Richtung Wurmsgfäll abzuweichen, so der Rathauschef.
  • Konzept abwarten: Der Tagesordnungspunkt Anfragen nach Freiflächenphotovoltaikanalgen vertagte das Gremium auf die nächste Sitzung im September. Müller wusste dazu, dass der Antragsteller - eine Firmengemeinschaft - derzeit ein Konzept erarbeitet, in das die Freiflächenphotovoltaikanlagen integriert sind. "Sie würden uns ihr Konzept erst vorstellen, bevor wir darüber beraten", kommentierte Müller.

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