24.08.2018 - 14:00 Uhr

Benzin im Blut, Gefühl im Fuß

Am Sonntag sind die Oldtimer-Freunde um Helmut Burner aus Nagel am Friedenfelser Berg wieder gefordert.

Alles erledigt! Autos gut vorbereitet! Es kann losgehen nach Friedenfels. (von links) Helmut Dostler, Karl Rössler, Ralf Engel und Helmut Burner Bild: ld
Alles erledigt! Autos gut vorbereitet! Es kann losgehen nach Friedenfels. (von links) Helmut Dostler, Karl Rössler, Ralf Engel und Helmut Burner

(ld) Da stehen sie nun zusammen, die alten Haudegen, die das gemeinsame Hobby verbindet: Sie lieben Autos, vor allem Oldtimer. Fachgespräche werden geführt, Erfahrungsaustausch ist wichtig. Jeder weiß was Neues, und da sind Motorfreunde schnell mit einer eigenen Bewertung dabei. Und dieses Mal geht es um ganz besonders aktuelles Thema.

Das Friedenfelser Oldtimer-Bergrennen steht an. Bei einem spontanen Treffs ist die Entscheidung gefallen. Erinnerungen an frühere Zeiten wurden wach, als einige dort noch echte Rennen mitfuhren, als der bewaldete Hang entlang der Strecke noch dicht besetzt war von Zuschauern. Heute ist alles anders! Bei diesem Rennen am Sonntag geht es nicht um Geschwindigkeit! Es geht darum, die Strecke zu durchfahren und beim zweiten Lauf möglichst wenig von der dadurch vorgegebenen Zeit abzuweichen, möglichst genau am Ergebnis dran zu sein. Haben zwei Fahrer das gleiche Ergebnis erzielt, müssen weitere Kategorien herhalten.

Zuerst wird das Alter des Autos herangezogen – je älter desto besser - und erst dann die Geschwindigkeit. Kein Rennen also im üblichen Sinn und deshalb auch keinerlei Konkurrenzdenken. Es ist nicht nur fahrerisches Können gefragt, es ist Gefühlssache und schließlich ist auch ein wenig Glück dabei. Wozu also Rivalitäten, da dieses Rennen doch wesentlich mehr ist als bloßes Vergleichen zwischen Männern, die in ihrem großen, technischen Spielzeug ein Stück Lebensinhalt, vor allem aber Freude an ihrem gemeinsamen Hobby abgewinnen. Man kennt sich in der Szene und das ist auch das mehrmalige Zusammentreffen im Jahr mit rund 100 Teilnehmern bei solchen Gelegenheiten ein Ereignis der besonderen Art, ein Treffen unter Freunden. Die Frage nach Vorbereitungen wird negativ beschieden, ein paar Dinge müssen aber halt schon beachtet werden.

Helmut Burners roter NSU Prinz schwebt noch auf der Hebebühne. Durchsicht ist wichtig, denn bei der Abnahme gibt es kein Pardon. Sicherheit steht über allem und die Veranstalter gehen ganz sicher kein Risiko ein. Der Sturzhelm liegt bereit und der Blick in den Wetterbericht verdirbt ein bisschen die Vorfreude. Bei Regen ist im Fahrerlager alles anders und vor allem die Fahrweise muss den Verhältnissen angepasst werden. Den Spaß an der Sache verdirbt das nicht. Zum Glück geht es nicht um Geschwindigkeit! Mit dem Sonntag allein ist es keineswegs getan. Am heutigen Samstag werden die Fahrzeuge abgenommen, am Samstag finden nach einem festen Plan die Trainingsläufe statt und dann geht es am Sonntag ab 9 Uhr gleich zweimal auf die Strecke zu Wertungsläufen. Am späten Nachmittag wird man dann sehen, wer auf dem Siegertreppchen steht.

 
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