Birgland
17.08.2026 - 14:16 Uhr

Ein Leben für Glaube, Musik und Gemeinschaft: Der Abschied von Georg Schötz

Mit großer Dankbarkeit und bewegenden Worten wurde in der evangelischen Kirchengemeinde Fürnried Abschied von Georg Schötz genommen. Der Betzenberger prägte über Jahrzehnte das kirchliche und musikalische Leben.

Mit bewegenden Worten wurde in der evangelischen Kirchengemeinde Fürnried Abschied von Georg Schötz genommen. Der Betzenberger prägte über Jahrzehnte das kirchliche und musikalische Leben. Archivbild: dir
Mit bewegenden Worten wurde in der evangelischen Kirchengemeinde Fürnried Abschied von Georg Schötz genommen. Der Betzenberger prägte über Jahrzehnte das kirchliche und musikalische Leben.

Mit großer Dankbarkeit und bewegenden Worten wurde in der evangelischen Kirchengemeinde Fürnried in der Christuskirche in Schwend mit Diakon Bernd Deyerl Abschied von Georg Schötz genommen, der am 31. Juli 2026 im Alter von 84 Jahren verstorben ist. In der Traueranzeige war ein besonderes Symbol zu sehen: ein Violinschlüssel, der sich eng um ein Kreuz schlingt. Dieses Bild wurde auch in der Trauerfeier zum Sinnbild für Georg Schötz’ Leben – ein Musiker im Dienst des Glaubens und zur Ehre Gottes.

Georg Schötz wurde am 25. August 1941 als zweites Kind von Hans und Barbara Schötz in Sulzbach-Rosenberg geboren. Nach den Kriegsjahren zog die Familie nach Schwend und später auf den großelterlichen Hof nach Betzenberg. Nach Schule, landwirtschaftlichen Tätigkeiten und seinem Wehrdienst bei der Bundeswehr begann Schötz seine berufliche Laufbahn bei der Maxhütte, wo er bis zu seinem Ruhestand als Rangierer tätig war.

Einsatz für die Musik

Seine eigentliche Leidenschaft und seine prägende Lebensaufgabe fand Georg Schötz jedoch in seinem Glauben und in der Musik. Bereits 1958 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Posaunenchors Schwend. Von 1967 bis 2017, also 50 Jahre lang, leitete er den Chor. Auch dem Kirchenchor Schwend widmete Schötz viele Jahre seines Lebens. Ab 1995 übernahm er dessen Leitung und führte den Chor mit großem Engagement und musikalischem Anspruch.

Musik war für Georg Schötz dabei nie Selbstzweck. Sie war für ihn Lob Gottes, Ausdruck der Freude, Trost in schweren Stunden und verbindendes Element der Gemeinschaft. Besonders treffend wurde dies in der Grabrede des Posaunenchors formuliert: Die „Melodie seines Lebens“ ende nicht mit dem letzten Ton. Sein jahrzehntelanges Wirken habe Spuren hinterlassen, die bleiben.

Engagiert auch in Vereinen

Neben seinem musikalischen Engagement war Schötz auch in weiteren Vereinen aktiv, unter anderem im Schützenverein und im Sportverein. Eine besondere Bedeutung hatte für Georg Schötz seine Familie. 1982 heiratete er Waltraud Schötz, die zwei Söhne, Uwe und Hans Jürgen, mit in die Ehe brachte. Gemeinsam durften sie auf acht Enkelkinder und eine Urenkelin blicken. Weihnachten wurde traditionell im großen Haus in Betzenberg gefeiert. Was zunächst im kleinen Kreis begann, wuchs über die Jahre zu großen Familientreffen. Georg war dabei häufig derjenige, der organisierte, telefonierte und die Familie zusammenbrachte.

Die letzten Lebensjahre waren von einer schweren Erkrankung geprägt. Nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und ersten Veränderungen im Jahr 2021 wurde deutlich, dass Georg Schötz erkrankt war. Seine Frau Waltraud kümmerte sich lange Zeit liebevoll um ihn, bis dies schließlich nicht mehr möglich war. Nur wenige Wochen verbrachte er im Pflegeheim in Kastl, bevor er am 31. Juli 2026 verstarb.

Abschied von Wegbegleitern

Der Kirchenchor Schwend würdigte seinen ehemaligen Chorleiter als engagierten, zuverlässigen und treuen Wegbegleiter. Besonders erinnert man sich an seine gewissenhafte Arbeit, seinen musikalischen Anspruch und seine Freude an der Geselligkeit. Auch der Posaunenchor nahm mit großer Dankbarkeit Abschied von seinem langjährigen Chorleiter. Georg Schötz habe den Chor geprägt wie kaum ein anderer.

So blieb am Ende das Bild aus der Traueranzeige: das Kreuz, umschlungen vom Violinschlüssel. Ein Zeichen für ein Leben, in dem Glaube und Musik untrennbar miteinander verbunden waren. Georg Schötz hat seine Melodie gespielt – mit seiner Trompete, mit seinem Dirigat, mit seinem Einsatz für die Kirche, die Vereine und seine Familie. Nun ist sein eigener Ton verklungen. Doch die Musik, die er weitergegeben hat, und die Spuren, die er in den Menschen und Gemeinschaften hinterlassen hat, werden weiterklingen.

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