29.01.2019 - 17:59 Uhr
Oberpfalz

Blasius-Segen soll vor "Halskrankheit" bewahren

Der Hl. Blasius ist hier im Gewand eines Bischofs mit Mitra und zwei gekreuzten Kerzen dargestellt.
von Rainer ChristophProfil

Am 3. Februar wird alljährlich in den katholischen Kirchen nach dem Gottesdienst der Blasius-Segen gespendet. Fällt das Fest auf einen Werktag, wird der Segen in vielen Pfarreien auch am darauffolgenden Sonntag erteilt. Zurück geht der Brauch bis ins 16. Jahrhundert.

Der Priester hält stets zwei gekreuzte Kerzen dem zu Segnenden an den Hals und spricht dabei folgenden Segenswunsch: "Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist." Im Volksmund wird das "einblaseln" genannt. Früher gingen sogar die Schulkassen in die Kirche, um den Blasius-Segen zu bekommen.

In der katholischen Kirche wird Blasius als Heiliger verehrt. Er gehört zu den 14 Nothelfern. Sein Bild ist unter anderem im linken Seitenaltar der Kirche St. Konrad in Weiden zu finden. Blasius war Bischof von Sebaste in Armenien. Viele Wunder soll er gewirkt haben. Am meisten verbreitet, ist die Geschichte, dass er einem Kind das Leben rettete, als in dessen Hals eine Fischgräte steckte und es vom Erstickungstod bedroht war. Daher kommt seine Verehrung als Schutzheiliger bei Halskrankheiten.

Nicht gesichert ist das Todesjahr 316. Unter dem römischen Kaiser Licinius soll er gefoltert und geköpft worden sein, so die Legende. Auch zu den Kerzen gibt es eine Legende. Ein Wolf soll einer armen Frau ihr einziges Gut, ein Schwein, verschleppt haben. Bischof Blasius, an den sie sich in ihrer Not wandte, betete für sie und die Frau erhielt das Schwein zurück. Zum Dank brachte sie Blasius Kerzen in den Kerker.

Blasius wird auch bei schlimmen Zahnschmerzen angerufen. Er gilt auch als Patron der Ärzte, Blasmusikanten, Bäcker, Hutmacher, Schumacher und Weber.

Eine Bauernregel sagt: Weht es Sankt Blasius, so gibt es im Jahr viel Wind. (cr)

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