20.05.2019 - 15:42 Uhr
Oberpfalz

Blühender Waldrand im Steinachtal

Forstbetrieb Fichtelberg bepflanzt Böschungen am neuen Radweg nach Warmensteinach.

Miriam Lang, Spezialistin für Naturschutz an der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten und Förster Gerhard Schirbel vom Forstbetrieb Fichtelberg montieren eine Infotafel am neu bepflanzten Waldsaum entlang des Radwegs nach Warmensteinach.
von Externer BeitragProfil

Entlang des neuen Radwegs von Sophienthal nach Warmensteinach lässt der Forstbetrieb Fichtelberg viele Bäume und Sträucher pflanzen, die zukünftig bunt blühen und damit sowohl wichtige Lebensräume für Insekten bieten, als auch die Radfahrer erfreuen. Vogelkirsche, Hartriegel, Ginster und Holunder, das sind die Baum- und Straucharten, die Miriam Lang auf dem ersten Blick ins Auge fallen. Die junge Försterin ist an der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg beschäftigt und besichtigt gemeinsam mit Gerhard Schirbel, Revierleiter in Sophienthal, die Böschung am Radweg nach Warmensteinach. Hier im Steinachtal pflanzen und pflegen die Bayerischen Staatsforsten einen natürlichen, blütenreichen Waldsaum. "Wir verbessern damit den Lebensraum für Schmetterlinge, Hummeln, Bienen und Käfer, die alle auf Blüten angewiesen sind" erklärt Miriam Lang als Spezialistin für diese Naturschutz-Maßnahme. "Hier finden die kleinen Krabbeltiere Nahrung in Form von Pollen und Nektar. Das ist wichtig, damit sie in diesem Verbindungskorridor entlang des Tales solche Trittsteine zum Ausruhen und zur Stärkung haben. Gleichzeitig fördern wir die Artenvielfalt unserer heimischen Insekten. " Im Rahmen des Projekts "Der Wald blüht auf!" legen die Bayerischen Staatsforsten Blühstreifen im Wald an, pflegen wertvolle Offenlandflächen, reichern den Wald mit Biotopholz für Spechte und andere Baumhöhlen-Bewohner an oder schaffen - so wie hier im Steinachtal - blütenreiche Waldränder. Im Bereich des Forstbetriebs Fichtelberg wurden in diesem und im letzten Jahr 3,5 ha Blühstreifen neu angelegt und 1.300 Vogelkirschenpflanzen, Hartriegel-Sträucher, Kornelkirschen, Winterlinden und andere Baum und Straucharten gepflanzt, die abwechslungsreiche Waldsäume bilden und gut für die Insektenwelt sind. Und das erfreut nicht nur die Insekten, sondern auch die erholungssuchenden Menschen. "Wir haben an diesem Waldrand heimische Gehölze und Sträucher gepflanzt" berichtet Gerhard Schirbel, der örtliche Revierleiter von der praktischen Umsetzung vor Ort. "An die ist unsere Insektenwelt angepasst und sie fügen sich gut in die Landschaft ein. Das waren zum Beispiel kleine Kirschbäume und Hartriegel-Sträucher. Im kommenden Herbst kommen dann noch weitere Arten dazu. Aber auch das schon natürlich vorhandene Strauchwerk pflegen wir und integrieren es in den schönen, bunten Waldrand." Die Maßnahme wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aus Mitteln für besondere Naturschutzleistungen im Staatswald.

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