27.10.2019 - 15:14 Uhr
BodenwöhrOberpfalz

Preise für starke Dorfgemeinschaften

Wie der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" den Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft fördert, zeigen die Fachberater des Landratsamtes in einem Bilderrückblick. Den Anlass bietet die Prämierung der fünf Orte, die sich heuer beteiligten.

Die Vertreter der prämierten Ortschaften nahmen im Beisein der Jury-Mitglieder die Plaketten, Urkunden und Geldpreise entgegen.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Der Kreisvorsitzende der Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereine, Landrat Thomas Ebeling, blickte am Samstag zurück in die Geschichte des Wettbewerbs, der ursprünglich "Unser Dorf soll schöner werden" hieß. 27 000 Ortschaften haben sich seit 1961 beteiligt, davon 500 aus dem Landkreis Schwandorf. In den Anfangsjahren stand die Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes der Orte im Vordergrund, so der Landrat, heute gehe es "um die inneren Werte eines Dorfes, den Zusammenhalt". Den Wettbewerb in der jetzigen Form nennt Thomas Ebeling "die wohl bedeutendste Bürgerinitiative in Bayern".

Eine zehnköpfige Kommission war an zwei heißen Juli-Tagen unterwegs und machte sich einen Eindruck vom sozialen und kulturellen Leben in den Ortschaften, von der Grüngestaltung, der Bauentwicklung und "der naturnahen Einbindung des Dorfes in die Landschaft". Die Kreisfachberater Heidi und Petra Schmid sowie Wolfgang Großer zeigten in ihrem Bilderrückblick die Schokoladenseiten der prämierten Orte.

"Von der Industrie- zur aufstrebenden Tourismusgemeinde" hieß das Motto in Bodenwöhr. Die Jurymitglieder zeigten sich von der Friedhofsgestaltung mit dem Rasen zwischen den Gräbern, vom Park und der Artenvielfalt in den öffentlichen und privaten Anlagen beeindruckt. Auch für die Zillenfahrt auf dem See bekam der Ort Pluspunkte. Bodenwöhr erhielt eine Goldmedaille und tritt im nächsten Jahr auf Bezirksebene an.

In Neuenschwand traf die Jury "auf alten Baumbestand, wunderschöne Gärten und renovierte Häuserfassaden mit Kletterpflanzen". Im Vergleich mit historischen Aufnahmen verdeutlichte Wolfgang Großer die positive Entwicklung der Ortschaft, die mit einer Silbermedaille ausgezeichnet wurde. Ein "Paradies mit einem der schönsten Geotope Bayerns und einem idyllisch gelegenen Dorfweiher" habe die Kommission in Pingarten betreten, wie der Kreisfachberater feststellte. Die Fenster waren geschmückt, die Vorgärten mit einheimischen Materialien kunstvoll gestaltet. Dafür gab es für den kleinen Ort in der Gemeinde Bodenwöhr "Gold".

Der 120 Einwohner zählende Ort Eigelsberg vor den Toren von Oberviechtach war nach 2013 zum zweiten Mal dabei. "Wir alle konnten das große bürgerschaftliche Engagement spüren", versicherten Heidi und Petra Schmid. Das gesellschaftliche Leben spiele sich im und um das Feuerwehrhaus ab. Ländliche Gartengestaltung, Blühflächen und Nutzgärten bestimmen das Ortsbild. Die Jury belohnte den Einsatz mit der Silbermedaille.

"Schön in die Landschaft eingebunden" sei der Ort Saltendorf bei Wernberg-Köblitz, so Fachberaterin Petra Schmid. Sämtliche Vereine hatten zur Begrüßung der Jury eingefunden. Im Mittelpunkt der Ortschaft steht der Dorfplatz mit Vereinsheim, Feuerwehrhaus, Backofen und Kirwabaum. "Ein Treffpunkt für Jung und Alt", so Petra Schmid. Sie stellte fest: "Der Ort hat von den Maßnahmen der Dorferneuerung profitiert".

Saltendorf bekam eine Goldmedaille und tritt im nächsten Jahr ebenfalls auf Bezirksebene an. Neben Plaketten und Urkunden gab es für eine Goldmedaille auch noch einen Scheck über 500 Euro. Die Silbermedaillengewinner bekamen 400 Euro. Im Namen des Landkreises gratulierte stellvertretender Landrat Joachim Hanisch. Zur Unterhaltung spielte die Brucker Blaskapelle auf.

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