Die Bekanntmachung über die seit langem diskutierte Baumaßnahme der Ortsdurchfahrt verbunden mit dem Brückenbau über die Pfreimd bei der Kreisstraße NEW 40 erregten das Gemüt einer Besucherin bei der Bürgerversammlung im Pfarrheim. Die endgültigen Planungen dazu wurden nun in die Hände des Ingenieurbüros Bamler in Vohenstrauß gelegt, informierte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer die 33 Besucher im Beisein von 7 Stadträten. „Die Straße ist einer Kreisstraße nicht mehr würdig“, ließ der Redner keinen Zweifel an der umfassenden Sanierung aufkommen. „Es ist der reinste Fleckerlteppich.“ Fällig sei die Straße auch deshalb, weil die Anbindung in Richtung Etzgersrieth bereits ausgebaut ist.
Auch wenn man über die Art und die Ausbaubreite in diesem Streckenverlauf sicher streiten kann. Von Seiten der Stadt sei man bei der anstehenden Maßnahme mit der Erneuerung des Straßenzugs mit dem Gehwegbau involviert. Die Fahrbahn wird auf 6,50 Meter ausgebaut und der neugeschaffene Gehweg soll 1,50 Meter breit angelegt werden. Für Letzteren muss die Stadt die Kosten übernehmen. Ebenso für die Straßenbeleuchtung. Der 30 Jahre alte Kanal soll im Zuge der Ausbauarbeiten gleich mit ausgebessert werden, berichtete Dietmar Hammerl von der Bamler Bauingenieur GmbH. Genauso wie Wasserleitung und Schiebergestänge. Die Brücke über die Pfreimd werde an selber Stelle erneuert.
Zur zeitlichen Abfolge gab Hammerl bekannt, dass Baubeginn im Jahr 2020 sein soll. Im nächsten Jahr erfolge die Ausschreibung. Die Bauzeit dürfte sich wohl mindestens über ein Jahr erstrecken. Die Maßnahme werde mit einer Vollsperrung durchgeführt und eine weiträumige Umfahrung sei deswegen notwendig, machte Wutzlhofer keinen Hehl daraus. Äußerst sauer stieß diese Information besonders Marion Jäschke auf. Im vergangenen Jahr wurde noch versprochen, dass Baubeginn bereits im Jahr 2019 sei und während dieser Zeit eine Ersatzbrücke errichtet werde. „Die Planungshoheit liegt beim Landkreis“, stellte Wutzlhofer klar.
„Das Problem ist nicht die Straße sondern die Brücke, denn da muss ein aufwendiges Wasserrechtsverfahren mit Hochwasserschutz durchgezogen werden und das zieht sich in die Länge“, berichtete Hammerl. Es mache Sinn die Ausbaumaßnahme in einem Zug durchzuführen, so der Rathauschef. „Das ist aber nicht unsere Entscheidung.“ Jäschke wandte ein, dass sie dann „mit der Kirche ums Dorf nach Vohenstrauß fahren muss". Außerdem warte sie jetzt noch ein Jahr länger auf den Baubeginn. Wutzlhofer verstand das Anliegen nicht ganz. Denn ob im nächsten oder übernächsten Jahr - eine Ersatzbrücke werde es definitiv nicht geben. Immerhin würde ein Ersatzbau, laut Außendienstleiter Karl Frey, eine halbe Million Euro kosten. „Das überlegt sich der Landkreis dann schon, ob er für einen Ersatzbau so viel Geld ausgibt.“ Die Unannehmlichkeit der Umfahrung müssen Autofahrer in dieser Zeit in Kauf nehmen, denn den Zustand der Straße kann man so jedenfalls nicht lassen, merkte der Bürgermeister an.
Der Spielplatz im Ortsteil sei durch die Initiative der Feuerwehr mit Vorsitzendem Reinhard Wiesent, weiterer Vereine und unter Mithilfe einiger Firmen beispielhaft hergerichtet worden. „Die Vereine haben sich da toll mit Eigenleistungen eingebracht, angefangen vom Abbau der alten Gerätschaften bis hin zur Neugestaltung.“ Wutzlhofers Dank galt ebenso der Kirchenverwaltung, die die Verbreiterung ermöglichte, um die Maßnahme so wie sie mit ausreichendem Sicherheitsabstand von Spielgerät zu Spielgerät gewünscht wurde, umzusetzen. Die Kosten beliefen sich auf etwa 13 000 Euro für die Spielgeräte und der Umbau auf etwa 5000 Euro. „Dafür hat man jetzt vor Ort einen sehr, sehr schönen Spielplatz.“
Leider sind die Bankette der erst in diesem Jahr erneuerten Umfahrung von Altentreswitz schon wieder sehr in Mitleidenschaft gezogen worden, bedauerte der Bürgermeister. Immerhin kostete die Erneuerung 27 000 Euro. Das Bushäuschen wurde ebenfalls in Altentreswitz erneuert und auch das marode Geländer zum Aufgang in die Matthäus-Kirche ist mittlerweile behoben. Für die schadhafte Stützmauer im Ort wurde der Auftrag bereits im April an die Firma Rupprecht vergeben. Die derzeitig positive Auftragslage sei vermutlich schuld daran, dass die Mauer noch nicht saniert wurde. Rundum wurden etliche Straßen erneuert, auch im Ortsteil Kößing.


















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.