Gut geschützt vor Hautkrebs

"Hau(p)tsache gesund." Der Vortrag von Petra Hager bei den Landfrauen von Wurz und Püchersreuth nimmt sich das größte Organ des Menschen vor – die Haut.

Petra Hager referiert beim Landfrauentreff über Hautschutz .
von Redaktion ONETZProfil

Zum gemeinsamen Frühstück mit einem Vortrag zum Thema Hautgesundheit luden die Ortsbäuerinnen Brigitte Wittmann und Anna Stangl ins Gasthaus Witt. Zum gut besuchten Landfrauentreff begrüßte Wittmann die Referentin Petra Hager von der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung. In ihrem Vortrag über die "wichtigsten zwei Quadratmeter des Menschen", erklärte sie den Aufbau der Hautschichten und ihre Aufgaben als Organ. Der sprunghafte Anstieg der Hautkrebserkrankungen um jährlich elf Prozent mache es notwendig, die Menschen und gerade die Landwirtinnen und -wirte auf Schutzmaßnahmen hinzuweisen.

Anschaulich und mit wertvollen Tipps zeigte sie über zwei Stunden Möglichkeiten des Schutzes vor Krebs auf. Wie etwa: Lieber einen Hut aufsetzen, als eine Kappe, damit die Ohren und das Gesicht vor Sonneneinstrahlung geschützt sind. Gerade Gesicht und Ohren sind laut Referentin prädestiniert für die Entstehung von weißen Hautkrebs, aber auch an anderen Stellen kann Hautkrebs weiß oder schwarz entstehen. Auch die Augen brauchen Schutz mit einer guten Sonnenbrille, die die Netzhaut vor der gefährlichen UV-Strahlung schützt.

"Viel hilft viel", gelte auch für die Anwendung von Sonnencremes. Anschaulich zeigte Hager anhand von Cremes speziell für die staubige Arbeit der Bauern im Freien, wie ein effizienter Hautschutz aussehen sollte. Auch an das Nachcremen erinnerte Hager und zeigte Möglichkeiten, wie manche landwirtschaftliche Arbeiten mit Sonnenschirm oder Sonnensegel getätigt werden können.

Die Regel von 11 bis 15 Uhr nicht in die Sonne zu gehen, sei in der Landwirtschaft gerade bei Erntearbeiten oft nicht realisierbar. "Aber wenn irgendwie möglich sollte die Arbeit in den frühen Morgenstunden und am Abend verrichtet werden", betonte Hager. Das ist nicht immer möglich und so hatte sie auch Beispiele, wie der Nacken und Körper vor den Sonnenstrahlen geschützt werden kann. Zum Beispiel durch Nackentücher, die am Schutzhelm befestigt werden oder helle Kleidung natürlich langärmlig.

Wie die sehr beanspruchten Hände der Bäuerinnen geschützt werden können, zeigte sie anhand von praktischen Beispielen, wie richtig eingecremt die Hände mit welchen Handschuhen geschützt werden können. Das Thema fand großes Interesse und die Teilnehmerinnen hatten viele Fragen, die von der Referentin sachkundig beantwortet wurden.

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