11.07.2018 - 14:19 Uhr
BrandOberpfalz

Abrissbirne und Spatenstich

Die Gemeinde Brand bemüht sich um Zuschüsse für den Abriss des Heizhauses, der Wärmehalle und des Schwimmbeckens im ehemaligen Freibad.

von Bertram NoldProfil

(ld) Dass die Flächenversiegelung irgendwann ein Ende haben mund dass der Flächenverbrauch irgendwann eingedämmt werden muss, wussten nicht nur Umweltschützer. Nun hat die Staatsregierung zwei Programme dazu beschlossen. Wegen der Dringlichkeit schob Bürgermeister Ludwig König (CSU) in der letzten Sitzung die Information dazu als zusätzlichen Tagesordnungspunkt ein. Mit Mail vom 14. Juni 2018 teilte die Regierung der Oberpfalz mit, dass der Bayerische Ministerrat in seiner Sitzung im Mai 2018 beschlossen hat, zwei neue Förderinitiativen umzusetzen, um die Gemeinde bei der Belebung ihres Ortskerns und beim Flächensparen zu unterstützen.

Die beiden Förderprogramme werden als „Innen statt außen“ und „Flächenentsiegelung“ bezeichnet. Der Fördersatz beträgt 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, bei besonders struktur- und finanzschwachen Gemeinden sogar 90 Prozent. Rund 25 Millionen Euro stehen hier für den Start in 2018 zur Verfugung. Das ist nicht viel für ganz Bayern, 2019 sollen diese Mittel jedoch verstetigt werden. Staatssekretär Josef Zellmeier hat im Juli im Kloster Speinshart über das Programm informiert. Aussagekräftige Unterlagen, also Gemeinderat-Beschluss, Kostenschätzung, Erläuterungsbericht, Fotos, Lageplan, müssen für 2018 bereits bis spätestens 16.07.2018 bei der Regierung der Oberpfalz vorliegen. Bürgermeister Ludwig König hat dahingehend noch mit Leitendendem Baudirektor Dr. Schmid telefonisch Kontakt aufgenommen.

Die Gemeinde Brand besitzt die Möglichkeit, über die “Förderoffensive Nordostbayern“ im Rahmen der Städtebauförderung erhöhte Fördersätze von bis zu 90 Prozent abzurufen. Das neue aufgestellte Programm zielt vorrangig auf Kommunen außerhalb der betroffenen Landkreise der „Förderoffensive Nordostbayern“ ab. Selbstverständlich können sich aber alle Gemeinden in Bayern für das Programm bewerben. Für die Gemeinde Brand kommt hier eine Förderung des Abrisses der Wärmehalle und des Heizhauses in Frage. Der Gemeinderat hat deshalb die Verwaltung beauftragt, zusammen mit Architekt Peter Haimerl einen Antrag zu erstellen. Auch der Rückbau des Beckens kann einbezogen werden. Bei einer Förderung von 90 Prozent darf kein Versuch unterlassen werden. Die Gemeinde Brand hat derzeit ein Sanierungsgebiet „Ortskern Brand“ ausgewiesen. Gleichzeitig liegt für die Sanierung des alten Schlachthauses der vorzeitige Maßnahmenbeginn vor. Der Spatenstich wird am Montag, den 23. Juli in einem größeren Rahmen erfolgen. An diesem Abend gibt es auch die Informationen zu den beginnenden Beratungen privater Anwesen im Garten neben dem Schlachthaus.

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